2017: München – Ammerwald – Timmelsjoch – Welschnofen – München

Jahresabschlußtour – wir fahren über das lange Wochenende zum 3. Oktober nach Welschnofen. 

Am Freitag wird nur bis mittags gearbeitet, denn wir wollen schon „unterwegs“ sein und am Samstag (das Wetter soll schön sein) endlich das Timmelsjoch fahren. Daher geht es am Freitag auch noch bis nach Österreich. Im Alpenhotel Ammerwald bekommen wir ein Zimmer und sehr gutes Abendessen.

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Am nächsten Morgen begrüßt uns ein wunderschöner Herbsttag und der Wetterbericht bestätigt, dass wir das Timmelsjoch fahren können.
Entlang am Plansee geht es über Reutte und Imst hinein ins Ötztal. Und nach knapp 3 Stunden sind wir dann am Timmelsjoch.

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Und von dort geht es durch aufsteigenden Nebel und damit tollem Wechselspiel zwischen Wolken, Sonne, Bergsicht und Nachsicht runter nach St. Leonhard im Passeier Tal, Meran und durch Bozen rauf nach Welschnofen unter dem Rosengarten.

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Der Sonntag ist dann ein sehr nebliger Tag, sodass wir unsere Faulheit pflegen und einen ruhigen entspannten Tag im Hotel verbringen.

Am Montagmorgen ist der Nebel freundlicher zu uns: Er zieht am frühen Vormittag bereits aus dem Tal hoch und so können wir eine schöne Runde von Welschnofen über den Lavazze-Pass, durch das Val di Fiemma über den Karer- und den Nigerpass machen.

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Und über 15 Tornanti geht es von Blumau über Steinegg wieder zurück nach Welschnofen.

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Am Dienstag müssen wir wieder heim. Und da wir in einem Rutsch bis nach München müssen, und der Wetterbericht Regen ankündigt entscheiden wir uns für den direkten Weg durchs Eisacktal, über den Brenner und den Zirlerberg.

In Sterzing sind die Anzeichen dann so, dass wir am Brenner mit Regen rechnen müssen – gut gemacht: Wir haben hier schon die Regenkluft übergeschmissen. Am Brenner beginnt es zu regnen. Vor Matrai müssen wir auf die Autobahn ausweichen, denn aufgrund eines Murenabgang zwischen Matrei und Schönberg ist die alte Brennerstraße gesperrt. Und auf der Autobahn ist der Regen dann so heftig, dass wir bis Innsbruck Süd auf der Autobahn bleiben (und wiederholt kräftig von den Autos naßgeschüttet werden).

Aber es bessert sich: Schon Am Zirlerberg lässt der Regen nach und wir verlassen Österreich schon wieder im Trockenen. Und deshalb fahren wir auch über den Walchensee und die Kesselbergstraße heim.

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Fazit

Wir hatten einen schönen Jahresabschluss mit unseren Bikes. Endlich haben wir das Timmelsjoch geschafft – wobei: Interessanter ist es wahrscheinlich, wenn man/frau es von der Südtiroler Seite erklimmt. Also werden wir das sicher bei einer der nächsten Touren nach/durch Südtirol von dort aus fahren.
 

Links

Webseite Timmelsjoch

Bilder

 

Route

volle Distanz: 794064 m
Maximale Höhe: 2524 m
Minimale Höhe: 150 m
Gesamtanstieg: 15259 m
Gesamtabstieg: -14161 m
Gesamtzeit: 02:06:59

2017: München – Bodensee – Bad Saulgau – München

Nach viel Arbeit endlich ein langes Wochenende, bestes Wetter und so sind 5 Tage Motorradfahren angesagt … endlich.

Wir haben uns schon Mittwochmittag freigenommen und sind losgefahren. So haben wir einen „Vorsprung“ gegenüber allen anderen Bikern, die das Christi Himmelfahrt-Wochenende auch für die erste längere Tour dieses Jahres nutzen. Und wir haben uns dazu entschieden, nicht – wie sehr viele Andere – durch die Berge gen Gardasee zu fahren, sondern unsere Tour auf eher unbekannteren Straßen zu Bodensee und Oberer Donau zu fahren.

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Unser erstes Ziel ist Bad Wörishofen. Nah genug an München, um es gemütlich über Nebenstraßen zu erreichen und weit genug weg von München, um ein guter Startpunkt für den nächsten Tag bis zum Bodensee zu sein. 

Nach einer guten Nacht mit Sauna und Whirlpool am Vorabend geht es nach einem ausgiebigen Frühstück so richtig los mit unserer Tour: Der Bodensee ruft. Auch den Weg dahin können wir über eher kleinere – aber Dank Motoradnavi – schöne kurvenreiche Straßen fahren. Und wir stellen schnell fest: Es hat sich rentiert. München schon gestern zu verlassen. Heute begegnen wir vielen anderen Bikern, aber – vermutlich – deutlich wenigern, als auf dem Weg über den Brenner. Und wir sehen die Christi Himmelfahrt-Prozessionen nur von Weitem. Straßensperren, wie Henrik sie schon aus (Süd)tirol an diesem Tag kennt, bleiben uns erspart.

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Eigentlich hatten wir überlegt, dass wir nur bis Ravensburg fahren. Aber die Kurven sind so geschmeidig,das Wetter perfekt und unsere Fahrlust noch nicht am Ende. Also geht es weiter bis Meersburg am Bodensee. Hier müssen wir aber schnell feststellen, dass das lange Wochenende auch hier sehr genutzt wird – auch von unzähligen Bikern. Wir bekommen kein Zimmer für einen akzeptablen Preis (ab € 150,-/Nacht ist uns zu teuer). 
Gut das es Buchungsportale gibt: Wir bekommen ein Zimmer in Bad Saulgau, müssen dafür aber wieder 50 km nach Norden vom Bodensee weg. Aber das stellt sich als Glücksgriff heraus: Bad Saulgau ist nett, das Hotel prima und wir buchen gleich eine zweite Nacht dazu.

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Denn wir haben uns entschieden am dritten Tag „nur“ eine Spritztour zum Bodensee zu machen. Fahrtechnisch ist das wieder prima, aber – es ist sehr schwül-heiß – der Spaziergang durch Meersburg ist eher anstrengend: Wir stellen mal wieder fest, dass Bikerkluft nicht zum Flanieren und schon gar nicht bei 30° geeignet ist. Zurück in Bad Saulgau genießen wir dann ein gutes Abendessen bei gutem Bodensee-Wein.

Samstag! Heute wollen wir die Obere Donau zwischen Sigmaringen und Tuttlingen fahren. 2010 waren wir hier schon mal zum Campen. Und uns sind damals schon die vielen Biker aufgefallen: Wir können feststellen, dass es sich unbedingt lohnt hier gemütlich zu cruisen! Und dass uns immer wieder die Mädels und Jungs über den Weg fahren, die mit ihren historischen Mopeds beim 100jährigen Zündapp-Treffen in Sigmaringen sind, ist ein weiteres Highlight. Alle „Knallertkörsel“ sind liebevoll hergerichtet bzw. gepflegt und so gibt es – neben der schönen Landschaft – auch auf der Straße immer wieder was zu sehen.

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Übernachten ist diesen Abend im Kloster Obermarchtal angesagt. Das bedeutet zum einen, dass wir die Obere Donau sowohl rauf, als auch wieder runterfahren dürfen und zum anderen, dass wir in einer außergewöhnlichen Anlage (Bikers Welcome!) übernachten und im Garten frühstücken können. Obermarchtal ist die einzige in sich geschlossene, vollendete und komplett erhaltene barocke Klosteranlage Oberschwabens. 

Nach einer „himmlisch“ ruhigen Nacht – Christiane sieht das etwas anders, den sie schwört, dass Henrik geschnarcht hat (so ein Quatsch, ich habe nix gehört) – fahren wir die letzten 195 km wieder zurück nach Hause – auch hier überwiegend über kleine, kurvenreiche Straßen.

Fazit

Das Wochenende war klasse: fast 1.000 km unter dem Sattel haben den Kopf mal wieder so richtig freigemacht. Die Entscheidung, nicht zum Gardasee zu fahren war für uns die Richtige (wir haben von Staus um den See gehört). Wir haben neue Landschaften kennengelernt, viele Biker (aber nicht so viele wie am Gardasee) gegrüßt und nette Menschen, Restaurants und Unterkünfte kennengelernt.
 

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