vesteralen

Mit den Hurtigruten und unseren Motorrädern durch Norwegen

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Zu unserem 50. Geburtstag gönnen wir uns ein besonderes Erlebnis: Wir werden mit den Hurtigruten die norwegischen Fjorde vom Schiff aus erleben, das Nordkap umrunden und dann die Fjorde nochmals entlangfahren – mit unseren Motorrädern.

Die Ideen dazu enstand schon 2014, die Buchung für die Schiffspassage und die Mitnahme der Motorräder haben wir bereits im April 2015 gebucht. Jetzt, im Herbst 2015, beginnen wir mit der Detailplanung für diesen Trip, den wir auf ca. 8 Wochen Dauer ausgelegt haben.

Die Planung wird konkret

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Gestern haben wir eingekauft und seit heute hängt bei uns im Flur Norwegen im Maßstab 1:750.000 an der Wand und die ersten Fähnchen sind gesteckt.

planungskarte

Hier werden wir nun Fährhäfen, an denen wir losfahren, ankommen oder zu einem Ausflug aussteigen, sowie die Orte die wir sehen wollen, aber auch Tankstellen, Geldautomaten, Werkstätten oder Übernachtungsmöglichkeiten markieren. Ziel ist es, die 9 Wochen Urlaub inkl. An- und Abreise nach Norwegen unter Berücksichtigung der Passage mit den Hurtigruten so zu bewerten, dass wir Alles sehen können, was uns interessiert. Nicht, dass wir am Anfang zu langsam oder zu schnell sind, sodass wir das Gefühl haben, etwas verpasst zu haben oder uns die Zeit ausgeht, noch gewünschte Orte und Sehenswürdigkeiten zu besuchen.

Nur noch wenige Tage…

… und es geht los.

planungDie Planung ist soweit abgeschlossen, vergangenes Wochenende haben wir das Motorradhandling mit unserem Sprinter (be- und entladen, ancampen) ausprobiert und die neuen Reifen unserer Bikes eingefahren. Kommendes Wochenende wird soweit wie möglich vorgepackt und die letzten Vorbereitungen getroffen.

 

Gepackt, gestyled und unterwegs

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Unseren Sprinter zu beladen lief wie am Schnürchen. Bikes, Kisten mit den Motorradklamotten, Luftbett und Schlafsäcke für den Startcampingplatz in Dänemark und die Motorradkoffer und -taschen waren in Rekordzeit verstaut.

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Und unser Urlaubsstyling hatten wir ja schon am Vorabend durchgeführt.

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Also sind wir wie geplant mittags losbekommen und bis Laubach (kurz vor Hann.Münden) gefahren, wo wir ein ordentliches Zimmer in einer Frühstückspension gefunden.

Morgen früh geht’s weiter. Wenn wir gut durchkommen bis auf den Startcampingplatz in Dänemark.

Lundø

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Wir haben es geschafft: Wir sind am Campingplatz Lundø angekommen – einen Tag früher als notwendig.

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Das bedeutet: Wir haben den morgigen Sonntag zum Ausschlafen, Relaxen und um final die Bikes und das Gepäck vorzubereiten. Montag geht es dann von hier auf jeweils zwei Rädern endgültig los.

Und den heutigen Abend genießen wir mit dänischem ..
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Faul

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Relativ lange geschlafen, ausgiebig gefrühstückt und nach dem finalen Check der Motorrad-Reise-Ausrüstung haben wir einen ausgiebigen Strandspaziergang gemacht, den wir uns mit gutem dänischem Eis belohnt haben.

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Den Rest des Tages verbringen wir faul am Bus (Kaffeekochen gehört dazu) mit Blick auf den Limfjord.

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Heute Abend gönnen wir uns das wahrscheinlich letzte Bier für einige Zeit (in Norwegen ist Alkohol kaum bezahlbar).
Morgen geht es dann nach Hirtshals, wo wir mit der Schnellfähre nach Norwegen übersetzen werden.

Norwegen!

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Wir sind da!
Heute morgen haben wir die Bikes gepackt, den Sprinter bei den super netten Wirten des Lundø Camping & Grill am Privathaus geparkt und dann 170 km zur Schnellfähre Hirtshals – Kristiansand gefahren.

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Natürlich hatten wir ausreichend Puffer eingeplant. So hatten wir noch genug Zeit im Fischerhafen von Hirtshals einen Fisketeller zu Essen, bevor wir unsere Bikes auf die Fähre gefahren und selber verzurrt haben.

In Kristiansand hatten wir das Hotelzimmer bereits von zu Hause aus gebucht: Nur drei Kurven vom Hafen und wir haben ein ordentliches Zimmer einem – sagen wir – hochwertigen Hostel bezogen.

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Nach einem Spaziergang zum Ausdampfen geht es nun ins Bett. In zwei Tagen geht die MS Vesterålen in Bergen los.

Die ersten Eindrücke

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Der Tag beginnt mit dem Wecker und Regen. Aber nach dem Frühstück mit Kaffee wie in Finnland (Wie lange steht der schon auf der Wärmeplatte?) hat es aufgehört und wir fahren 270 km bei immer besserem Wetter nach Stavanger.

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Die Landschaft ist schon auf dieser Strecke großartig und wir kommen an vielen Seen, Flüssen, Wasserfällen und unterschiedlichsten Bergformationen vorbei: von großen und noch größeren Steinen bis zu alpin anmutenden Erhebungen ist alles dabei.

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Und in Stavanger finden wir ein ordentliches Gästehaus mitten im Sentrum (ja, so schreibt man das hier) nur wenige Gehminuten von Gamle Stavanger und der Hafenzeile entfernt.

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Mit strahlendem Sonnenschein beenden wir den Tag und freuen uns auf die morgige Etappe nach Bergen: Einschiffen!

Wer genau wissen will, welche Wege wir genommen haben, kann in die Rubrik Reiseroute schauen. Die ersten beiden Biketage sind dort schon abrufbar.

Über das Meer und unten drunter durch

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Der Wettergott sieht es, wenn Engel reisen: Wolkenlos bei strahlender Sonne erreichen wir Bergen, die mit 250 Jahresregentagen die „nasseste“ Stadt Europas.
Der Weg dorthin ist abwechslungsreich.

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Die beiden Fährpassagen – Islandhopping gehört hier zum Weg dazu – sind ungefähr genau so lang, wie die in Summe fast 25 km Tunnel (zwei davon mit 8 km Länge und einem tiefsten Punkt von ca. 260 m unter dem Meeresspiegel.
Der  Weg an sich geht – darum die Fähren und Tunnel – über die vielen Inseln entlang der norwegischen Südwestküste.

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Und immer wieder sehen wir im Osten schneebedeckte Berge.

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Ach ja, der Lachs, den Henrik heute zum Frühstück hatte, stammt wahrscheinlich aus einer der Lachs-Farmen, die wir entlang der Küste immer wieder entdeckt haben.

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Jetzt stehen wir am Hurtigruten-Terminal in Bergen, haben unser Board-Gepäck und uns schon eingecheckt und warten darauf die Bikes auf das Schiff fahren zu dürfen.

Wie es dort ist…morgen!

1. Tag auf See

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Wir haben gelernt, dass wir keine Kreuzfahrt machen, sondern eine Seereise: da die Hurtigruten Fracht transportieren – so wie unsere Bikes – und Passagiere mitnehmen.
Daher fährt unser Schiff immer pünktlich und wir sind gespannt, ob es immer allen Landgängern rechtzeitig zurück an Bord gelingt.

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Unser erster Landgang ist heute in Ålesund, einer Stadt im Jugendstil aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts.

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Von dem über 418 Stufen erreichbaren Aussichtspunkt haben wir einen gigantischen Blick über die Umgebung…

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… und die fast 2.000 m hohen, noch schneebedeckten Berge.

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Auch auf der Schiffsroute zeigen sich immer wieder diese bis direkt ans Meer reichenden alpinen Berge.

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Und den Schwesterschiffen begegnet man natürlich auf der Seereise ebenfalls.

Zum Abendessen geht es wieder über eine offene Seepassage (meistens fährt die MS Vesterålen in ruhigen Gewässern zwischen Inseln durch). Das offene Meer hatten wir beim Frühstück schon, was einigen Passagieren ob des Seegangs mehr oder weniger Probleme bereitet hat (Henrik hat es auch nur mit einer Reisetablette gut überstanden).
Beim Abendessen sind wir schon seefester und können gutes Essen genießen.

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Den Tag beschließen wir mit einem Abendspaziergang in Kristiansand – von 22:30 – 23:00 Uhr!

2. Tag: Frühstück in Trondheim

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Wir haben bestens geschlafen und sind am Kai in Trondheim aufgewacht. Nach einem ausgiebigen und heute entspannten Frühstück (die nervigen Mitreisenden mussten nämlich schon früh zum Ausflugsprogramm), schlendern auch wir 1 1/2 Stunden durch Trondheim.

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Ein ansprechende Stadt – gut zu wissen, dass wir auf der Rücktour mit den Motorrädern hier wieder vorbeikommen und dann genug Zeit haben, die Stadt zu erkunden.

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Um 12 Uhr stechen wir wieder in See und für heute ist nur noch ein kurzer Stopp in Rørvik geplant – während unseres Abendessens.

Aber der Weg heute geht entlang schöner Küstenabschnitte und wir genießen die herrliche Landschaft bei bestem Wetter von Deck aus.

Kjeungskjær Fyr (1880):
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Stokksundet:
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Kabine:
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Gute Nacht!

Kurze Nacht

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Das mit der guten Nacht hat sich dann doch noch auf kurz nach Mitternacht verschoben.

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Neben einem gigantischen Sonnenuntergang haben wir noch gewartet, bis unser Schiff am Torghatten, dem Berg mit dem Loch, vorbeigefahren ist.

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Morgen – nein, heute früh – passieren wir dann den Polarkreis und die Sonne wird dann ersteinmal nicht mehr untergehen.

3. Tag auf See: Schlaf und ein besonderes Highlight

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Nachdem uns am Vorabend das Loch im Berg spät ins Bett gebracht hat, haben wir heute – nach der Polartaufe und dem Mittagessen – während der offenen Seestrecke Vestfjorden einen ausgiebigen Mittagsschlaf gemacht.

Rechtzeitig vor dem Stop in Stamsund, der ersten Station auf den Lofoten, sind wir wieder an Deck

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und nutzen den 30-Minuten-Aufenthalt um uns kurz die Beine zu vertreten.

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Wunderschön ist dieser kurze Blick und wir freuen uns, dass wir mit den Bikes – und ausreichend Zeit – hier auf dem Rückweg wieder vorbeikommen werden.

Und auch Svolvær ist eine nette kleine Stadt, mit einem (teuren) Hotel im Wikinger-Stil
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und Stockfisch-Produktion am Hafen.
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Und dann, wieder spät in der hellen Nacht das Highlight: Wir fahren in den Trollfjord. Nur 2 km ist der Seitenarm des Raftsundet – aber mit seinen bis zu 1.000 Meter hohen fast senkrechten Wänden ist er weltberühmt.

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5. Tag auf See: Nordkapp und Barentssee

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Heute ist ausgiebiges Frühstück angesagt: Da wir nicht um 10:30 Uhr – keine 2 Stunden nach dem Frühstück – zum Lunsj gehen wollen, fällt dieses heute aus. Denn es geht zum Nordkapp (mit 2p in der norwegischen Schreibweise).

Die MS Vesterålen legt in Honningsvåg an und mit dem Bus geht es dann 25 km zum Nordkapp.
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Die Insel Magerøya trägt ihren Namen zu Recht.
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Trotzdem ist die Landschaft der Insel mit der „magere“ Tundravegetation sehr schön und ca. 5.000 Rentiere
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– alle im Besitz samischer Züchter – fühlen sich hier in den Sommermonaten wohl.

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Das Nordkapp selber – 71°10’16“ N – ist eher unspektakulär. Trotzdem muss man hier gewesen sein und die 90 Minuten Aufenthalt vergehen schnell.
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Wir stechen wieder in See und fahren weiter in das östliche Polarmeer, die Barentssee.

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Vorbei geht es an Finnkjerka, der „elegantesten“ Klippe Norwegens. Sie sieht aus wie eine Kirchen(Kjerka)ruine und war früher eine Opferstätte der Sami.

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Kurz vor Kjøllefjord bekommen wir Besuch an Bord: Ein Fischer erzählt voller Enthusiasmus von der Eismeerfischerei und lässt uns Seetang und frischen, rohen Dorsch probieren.
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Und er erzählt auch, dass der Fisch zu 100% verwertet wird. Auch die Fischköpfe werden nach dreimonatiger Lufttrocknung in Afrika weiterverarbeitet.
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Für uns geht weiter nach Kirkenes nahe der russischen Grenze, dem östlichsten Punkt unsere Seereise. Dort kehren wir morgen um, um am Mittwoch in Hammerfest von Bord zu gehen

6. Tag auf See: Kirkenes und Weg zurück

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Heute ist unser letzter voller Tag auf der Hurtigrute. Er beginnt in Kirkenes, dem östlichsten Punkt unserer Reise.

Kirkenes ist ein unspektakulärer Ort, nahe der russischen Grenze – was sich in 2sprachigen Straßennamen und eindeutigen Wegweisern manifestiert.

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Ansonsten gibt es nicht viel über Kirkenes zu sagen, allerdings ist der Blick vom Hafen toll.

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Von hier fährt die MS Vesterålen wieder zurück in in Richtung Bergen. Und diesmal zeitlich so versetzt, dass i.d.R. die Orte, die auf der Hinreise nachts angefahren wurden, nun tagsüber auf den Besichtigungsprogramm stehen.

So sind wir heute auch kurz in Vardø ausgestiegen.

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Einen Ort, wie man sich typische Orte am Nordende Europas am Eismeer vorstellt.

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Hier gibt es das nördlichste Fort Europas aus dem 18. Jahrhundert, dass noch bis zur Besetzung Norwegens durch die deutsche Wehrmacht 1940 eine Rolle gespielt hat.

Morgen sind wir kurz vor Mittag in Hammerfest. Dort steigen wir aus und starten unsere individuelle und vor Allem selbstbestimmte Norwegen-Tour.

Motorrad-Fahren

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Wir wachen auf und … sind in Honningsvåg und nicht auf dem Weg nach Hammerfest.

Beim Öffnen der Ladeluke ist ein Stahlseil gerissen und so sitzt die MS Vesterålen ersteinmal hier fest. Und da sich die Reparatur zieht, bekommen wir die Nachricht, dass Hammerfest, um aufzuholen, garnicht mehr angefahren wird, sondern der nächste Stop erst in Tromsø sein wird. Wir beschließen daher hier, 25 km südlich des  Nordkapp auszusteigen, was kurz vor 11 Uhr – die Ladeluke durch die auch wir mit unseren Bikes raus müssen ist soweit wieder repariert.

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Also fahren wir auf eigener Achse von hier gen Süden (und lassen Hammerfest rechts liegen). Unser Weg geht entlang des Porsangerfjords – etwas kühl, aber die großartige Landschaft entschädigt dafür.

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Am südlichsten Punkt des Fjords fahren wir noch weiter bis Skoganvarre,
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wo wir eine nette kleine Mökki bekommen.
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Ja, Ihr habt richtig gelesen „Mökki“ ist Hütte auf Finnisch – oder eben auch auf samisch. Wir sind nämlich in der Finnmark (nördlichste Provinz Norwegens) unterwegs, die einen hohen Bevölkerungsanteil von Sami hat. Und deren Sprache ist nah mit dem finnischen verwandt.

Zum Abendessen genießen wir – nach den opulenten Kulinaria auf den Schiff – eine einfache nordische Brotzeit. Und zur Feier des Tages !Wir sind nun mit den Motorrädern unterwegs! auch ein Bier.

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Der Tag klingt aus mit der Mitternachtssonne, denn hier geht die Sonne die nächsten Wochen nicht unter.

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Schock in Karasjok

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Wir haben gut in unserer Mökki geschlafen und machen uns auf ins Kernland der Sami. Die weite Landschaft ist großartig und erinnert zeitweise an amerikanische Highways nahe der Rocky Mountains.

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Aber bei diesem Fotostop passiert es: Beim Aufsteigen aufs Motorrad rutscht Christiane aus und verdreht sich das Knie.

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Mit einem Krachen im Knie und einem lauten Aufschrei stürzt Christiane auf den Rücken – Schock!

Erste „glückliche“ Feststellung: Der Sturz passiert in voller Motorradmontour inkl. Helm. Es ist also an Kopf, Rücken und Armen nicht passiert.

Zweite „schlimme“ Feststellung: Das Knie tut höllisch weh, Christiane kann kaum auftreten – als die denn wieder steht. Bänderriss? Das Ende des gerade begonnen Motorradurlaubs?
Wir bandagieren das Knie, irgendwie schafft es Christiane auf ihr Motorrad und wir schaffen die 15 km bis Karasjok. Glücklicherweise haben die hier ein Hospital.

Dritte „da-fällt-ein-Stein-vom-Herzen“ Feststellung: Die Bänder sind nicht gerissen und Knochen sind auch nicht kaputt!
Mit Leihkrücken, einer Kniebandage und „Dope“ checken wir also im Scandic-Hotel Karasjok ein.

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Hier werden wir zwei Nächte bleiben, um das Knie zu schonen und die Gelegenheit nutzen im nebenan liegenden Sámpi Park die samische Kultur zu erkunden.

Vierte „geht-schon“ Feststellung: Die wenigen Kilometer, die Christiane mit dem lädierten Knie gefahren ist, waren ganz ok und vor Allem nicht kniebelastend. Wenn sie also erstmal auf dem Bike sitzt, dann kann sie auch fahren.

Der Urlaub geht also weiter!

Bures boahtin – Sápmi

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Willkommen!

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ist der samische Name für das Siedlungsgebiet, den Kulturraum der Samen, einem indigenen Volk im Norden Fennoskandinaviens. Mehr hier bei Wikipedia.

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Und wir sind mittendrin. Direkt hier neben dem Hotel ist der Sápmi-Park, in dem die Welt der Lappen gezeigt wird – sowohl die Vergangenheit, als auch die Gegenwart. (Nachdem der Sápmi-Park den Begriff „Lappen“ verwendet, scheint er also absolut korrekt und nicht herabwürdigend zu sein.)

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Neben einer sehr beeindruckenden multimedialen Präsentation sind hier auch die „Gebäude“ und Lebenswelten der Samen dargestellt.

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Und auch die Rentiere kommen nicht zu kurz, die den Lebensmittelpunkt der Sami darstellen und das in Form eines weißen Rentieres den Ursprung der Welt in der samischen Mythologie begründet.

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Und nun zu uns: Christianes Knie ist zwar geschwollen, aber sie kann fest auftreten und das Bein voll belasten. Mit der Bandage, die die seitlichen Bänder stützt geht es heute schon wieder ziemlich gut. Wir haben uns daher entschieden, morgen weiter zu fahren. Und wenn es ein Boot zum 3-Ländereck Norwegen-Finnland-Schweden gibt, dann kann sogar dieser Plan umgesetzt werden – wir werden sehen.

So… für uns geht es nun erstmal in die Sauna.

Tervetuloa Suomi

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Wir sind wieder unterwegs. Christianes Knie ist soweit wieder stabil, dass wir fahren können und es geht wirklich gut.

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Bei wechselhaften Wetter geht es heute 210 km von Karasjok über Kautokeino nach Enontekiö.

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Dabei haben wir – so ist das mit dem Wetter zu verstehen – zwischen 7° und Sonnenschein bis zu 1,5° und Graupelschauer.

Und auf der Straße haben wir mal totale Einsamkeit,
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aber auch – wir sind hier im Zuchtkerngebiet – Rentiere, die von Fahrzeugen unbeeindruckt die Fahrbahn überqueren.
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Und dann passiert es: Tervetuloa Suomi – Willkommen in Finnland! Enontekiö ist in Finnland und unser Weg zurück zu den norwegischen Fjorden führt hier lang.

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Wir steigen in einem netten Hotel ab, genießen zum Aufwärmen die Sauna und zum Abendessen – Kontrastprogramm zu den letzten beiden Abenden – Burger in einem Grilli um die Ecke.

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Und zum Nachtisch gibt es im Hotel für Henrik Kindheitserinnerungen.

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Tunturi/Fjell

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Heute legen wir die bislang längste Etappe zurück – 340 km von Enontekiö nach Tromsø.
Der Grund dafür ist die niedrige Temperatur und die Erkenntnis, dass wir für ein Boot zum Dreiländereck noch zu früh in Jahr unterwegs sind – touristisch ist in Kilpisjärvi noch nichts los. Und eine Wanderung kommt mit Christianes Knie nicht in Frage, auch wenn es sonst schon wieder ziemlich gut damit geht.

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Der Weg dorthin führt durch das Tunturi oder norwegisch Fjell – die baumlose Hochebene, wenn man von den Krüppelbirken absieht. Endlose Weite auf über 100 Kilometern und lange unmittelbar entlang der schwedischen Grenzlinie.

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Dort und dann wieder in Norwegen hat es auch die höheren Berge, wenn auch wir – ohne es zu erkennen – an der höchsten Stelle Finnlands mit 1324 m.ü.d.M. vorbeikommen. Der zugehörige Berg ist allerdings noch höher und gehört schon wieder zu Norwegen.

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Kaum sind wir wieder dort – edie Grenze ist in paar Kilometer hinter Kilpisjärvi – angekommen, ändert sich die Landschaft. Aus der weiten Landschaft wird eine Alpine – mit ziemlich viel frischem Schnee auf den Bergen.

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Neben der anhaltenden Kälte – in Finnland waren es immer so um die 4°, in Norwegen sind es immerhin bis 6° – kommt jetzt der eine oder andere leichten Regenschauer dazu.

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Christiane ist heilfroh, dass sie bei jedem Stop eine weitere Schicht Klamotten angezogen hat. Zum Schluß sind es 10 Lagen Kleidung und Christiane fühlt sich wie eine Mischung aus Gemüsezwiebel und Michelin-Männchen. Trotzdem ist uns saukalt und wir hoffen, dass heute die kälteste Etappe unsere Reise ist.

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Auch in Tromsø ist das Wetter nicht schön, aber es hat immerhin 8° „Wärme“.

Morgen geht es wieder an die Küste und in Richtung der Inselgruppen Vesterålen und Lofoten.

Vesterålen

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Heute sind wir von Tromsø weitergefahren mit dem Ziel die Vesterålen zu erreichen, die Inseln vor den Lofoten.

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Dazu haben wir wieder gut 300 km zu bewältigen. Und das, weil wir zum einen einige Fjorde umfahren müssen und zum anderen auch kurvenreiche Wege wählen, die natürlich auch etwas mehr Wegstrecke bedeuten.

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Dafür werden wir bei schönem Wetter von gigantischen Panoramen belohnt

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und entdecken sicher den einen oder anderen Blick, denn wir auf schnellerem Weg nicht hätten nehmen können.

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Nur, dass wir unterwegs keine Möglichkeit finden einen Kaffee zu trinken und dass sich gegen Ende das Wetter etwas eintrübt, ist ein kleiner Wermutstropfen auf der Fahrt.

Da ist es schon schlimmer, dass wir am Ziel auf den Vesterålen in Harstadt kein Hotelzimmer bekommen Eigentlich würden wir hier gerne zwei Tage verbringen: um auszuruhen und das für morgen angesagte, schlechte Wetter auszutricksen. Leider bekommen wir nur ein einfaches, nicht all zu tolles Zimmer ohne Frühstück in einer Pensjon, die eher ein Arbeiterwohnheim denn eine touristische Unterkunft ist.
So wird es für morgen doch heißen: Weiterfahren.

Nass…

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Wir haben in dem Pensjonat erstaunlich gut geschlafen. Und während wir die Bikes bepacken regnet es auch nicht.

Also sind wir gegen halb 10 Uhr los, erst zum Tanken und dann zum Frühstück. Wir haben bei den Bakerinnen in Harstadt ein hervorragendes Frühstück bekommen – frisch gebackenes Brot, selbstgemachte Marmelade, bester Kaffee. Das hätte ein Pensjonat nie leisten können.

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Bis zur Fähre, die uns über den Gullesfjord bringt, ist das Wetter trüb, aber trocken.

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Aber auf der anderen Seite geht es dann los mit dem Regen.

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Das ist sehr schade. Nicht nur, dass wir nass werden, auch die beeindruckende Landschaft lässt sich so nur erahnen und wir sind fast froh um jeden Tunnel – da regnet es naturgemäß nicht.

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Kurz nach zwei Uhr sind wir dann am Ziel: das Hostel in Kabelvåg auf den Lofoten. Das Zimmer ist zwar mit Gemeinschaftsbad, aber das ist hier kein Problem, denn Alles hier ist freundlich und sauber.

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Wir nutzen zuerst – zum Aufwärmen – die Sauna: Eine kleine Holzhütte direkt am Hafenbecken
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mit Holzofen und Wasser aus Kübeln – wunderbar!

Danach wird Wäsche gewaschen (hier gibt es eine Waschmaschine) und während wir darauf warten, die Wäsche aufhängen zu können, betreibt Henrik das alltägliche Fotodaten-Sichten und -Sichern (große Kamera, zwei Motorradkameras und Handykamera).

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Nebenher entschließen wir uns, nicht nur zwei, sondern vier Nächte hier zu verbringen (danke an die Rezeption, dass das geht). Morgen werden wir faul sein und wenn nachmittags das Wetter besser wird, werden wir vielleicht in das nahegelegene Svolvær fahren, Donnerstag planen wir eine Tagestour nach Å zur Süd-West-Spitze der Lofoten. Und für Freitag… wer weiß.

Magic Ice in Svolvær

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Heftiger Regen und guter Wind sagen in der Früh guten Morgen. Und wir sind froh, dass wir heute nicht fahren müssen.

So nutzen wir die Zeit bis Mittag den Blog mit der aktuellen Reiseroute und den ersten Bildersammlungen in der Bildergalerie zu erweitern und bei unseren Bikes Öl zu prüfen und die Ketten zu ölen.

Nachdem es mittags dann trocken wird, machen wir uns auf den Weg zur Bushaltestelle – vorbei an der Lofoten-Kathedrale in Kabelvåg.

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Ziel ist das knapp 5 Kilometer entfernte Svolvær, das wir bereits mit den Hurtigruten angefahren hatten.
Zuerst besuchen wir Magic Ice – eine Indoor-Eisskulpturen-Austellung – sagenhaft.

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Die Eisgebilde sind überlebensgroß und das Eis ist teilweise so klar wie Glas.
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Nach einem Kaffee – zum Aufwärmen – spazieren wir weiter durch den Ort. Leider fängt es nun immer wieder zu regnen an.

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Trotzdem habe wir tolle Eindrücke der Insel- und Bergwelt der Lofoten rund um Svolvær.

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Und auch an die Trockenfisch-Gestelle kommen wir ganz nah ran.

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Nach dem Abendessen – diesmal „chinesisch“ geht es mit dem Bus zurück zum Hostel.

Und wenn der Wetterbericht hält, was er verspricht, dann machen wir morgen die Tagestour nach Å und können viele tolle Fotos machen.

Vágar – die älteste Stadt im Norden

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Nachdem das Wetter hier immer ein paar Stunden der Vorhersage hinterherläuft, haben wir die Motorradtour nach Å auf morgen verschoben. Zu tief hängen die Wolken heute morgen noch in den Berggipfel und letzte Tropfen fallen.

Daher haben wir uns entschieden, das Lofot-Akvariet (wenn man es laut liest, weiß man, was gemeint ist – wie bei vielen Schildern hier in Norwegen) zu besuchen.

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Ein kleines, aber feines Aquarium mit nahezu allen hier vorkommenden Meeresbewohnern präsentiert sich in Fußgenähe zu unserem Hostel in Storvågan.

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Dorsch (Torsk) ist hier ebenso zu sehen, wie Königskrabben oder Robben und Otter.
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Das nebenliegende Museum, dass wir auch besuchen, gibt einen guten Einblick in die Kabeljau(Dorsch)Fischerei ab ca. 1800.

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Aber der Ort hier ist viel älter: Wir lernen, dass wir hier in der ältesten Stadt im Norden sind – in Vágar. Bereits zwischen 800-1000 n. Chr. zu Zeiten der Wikinger entstand dieses erste städtische Zentrum nördlich des Polarkreises. Hier hatte der Stockfischhandel mit dem christlichen Europa seinen Ursprung.
Aus dem alten Ort Vágar sind die heutigen Orte Storvågan, Kabelvåg und Svolvær hervorgegangen.

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Reizüberflutung

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Es hat sich gelohnt: Heute ist es wolkenlos und der perfekte Tag, die Tour zur Süd-West-Spitze der Lofoten nach Å zu fahren.
Hin und zurück sind es 255 km und wir brauchen dafür 8 Stunden. Denn wir müssen oft zum fotografieren anhalten, hervorragende Fischburger essen und Kaffee trinken und Henrik genießt Zimtgebäck dazu (das den finnischen Korvapuusti/Pulla sehr nahe kommt).

Einziger Wermutstropfen ist, dass seit der regenreichen Anfahrt vor drei Tagen unser Sprechfunk nicht funktioniert … obwohl … autsch (Christiane liest mit).

Die Landschaft auf den Lofoten überfordert uns nahezu. So nehmen wir mit unseren Bikekameras und der großen Kamera bei den Fotostops fast 1.200 Bilder auf – mal sehen, wann wir die alle sichten können.

Für unsere werten Leser, hier fünf Bilder, die Euch hoffentlich einen Eindruck unserer Reizüberflutung vermitteln.

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Ach ja, den Sprechfunk haben wir dann nach der Tour im Hostel wieder hinbekommen – ab morgen können wir wieder wie gewohnt und sinnvoll beim Fahren kommunizieren.

Von den Lofoten auf die Ofoten

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Das Wetter ist auch heute sagenhaft. Und so machen wir uns wieder auf den Weg und setzen unsere Reise fort.

100 Kilometer lang genießen wir auch heute die Landschaft der Lofoten – und sehen erst heute, wie mies das Wetter bei der Hinfahrt war. Wir sehen Berge und Fjorde, die wir vergangenen Dienstag nicht mal erahnen konnten.

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Bei Lødingen setzen wir mit der Fähre über auf die Ofoten. Das Meer, das wir hier überfahren ist satt türkis. Wenn nicht die Temperaturen und die schneebedeckten Berge wären, könnte das hier auch die Südsee sein.

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Apropos Temperaturen: Heute ist der erste Tag, an dem wir durchweg (außer in den Tunneln) zweistellig Grade haben. In der Sonne klettert das Motorradthermometer sogar einmal bis 14°.

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Am einzigen Supermarkt auf der Strecke kaufen wir ein und finden dann in Mørsvikbotn eine Hytta auf einem Campingplatz. Mit Terasse in der Sonne und Blick auf Fjord und Berge – schön!

Bodø

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Nachdem selbstaufgewärmten Fiskeburger mit Grønsaker und Brød zum Abendessen hatten, haben wir in der Hytta ganz gut geschlafen und nach einem Frühstück mit gutem (mitgebrachten) Tee und perfektem Espresso aus Henriks Handpresso verlassen wir den netten Campingplatz.

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Es sind nur knapp 150 km bis Bodø, wo wir die nächsten zwei Tage verbringen werden.
Der Weg selber geht entweder entlang der Fjorde zum Teil über kleine Straßen
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mit Kurven (das Bild ist extra für Stefan!) und heute durch besonders viele Tunnel (die zum Teil etliche Kilometer lang sind und oft schnurgerade).
Fahrtechnisch ist das selten eine Herausforderung: Zulässige Höchstgeschwindigkeit in Norwegen ist 80 km/h. Da gibt es nur wenige Kurven, die nicht mit vmax gefahren werden können.

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In Bodø haben wir ein Hotel mitten im Sentrum und bereits den ersten Hafenspaziergang erledigt.

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Und für morgen haben wir den Plan, uns hier den stärksten Malstrom der Welt anzusehen: Saltstraumen.

Saltstraumen

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Heute wollen wir uns den stärksten Malstrom der Welt anschauen. Also machen wir uns nach dem Frühstück auf den Weg zur Touristinformation.
Erste Info (anders als gestern): Die Bootstouren zum Saltstraumen starten hier erst in 10 Tagen 🙁 . Aber die Hurtigruten organisieren für ihre Passagiere eigene Touren. Die Damen der Touristinformation eruieren, ob da Plätze frei sind. Und tatsächlich, wir können kurzfristig – sprich Start in 30 Minuten – teilnehmen. Dazu aber die zweite Info: Es kostet nicht 70 €, sondern 115 € pro Person 🙁 🙁 . Das ist uns zu teuer (war es schon auf dem Schiff)!
Also zurück ins Hotel, Bikerkluft an und ab auf die Bikes – es sind nur 30 km bis zum Malstrom und wir sind rechtzeitig zum stärksten Augenblick da.

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Und es geht eine Brücke direkt über den Saltstraumen: Einen besseren Blick hätten wir von den Booten (die auch gerade da sind) nicht gehabt.

Und für unsere Leser hier das kleine Video, dass wir gedreht haben.

Polarkreis

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Heute haben wir Alles, was Norwegen zu bieten hat:

Malstrom – Kurz nach dem Aufbruch in Bodø fahren wir nochmal über den Saltstraumen.

Berge mit und ohne Fjorde
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Wasserfälle
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Gletscher – wir kommen aus einem Tunnel und werden überrascht: Uns präsentiert sich die Svartisen-Gletscherzunge Engrabreen.
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Fährpassagen
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Und das Ganze bei Regen, Wind und strahlendem Sonnenschein.

Gelandet sind wir in Hilstad in einer Ferienwohnung auf dem Campingplatz „Polarcamp“ keine 2 Kilometer südlich des Polarkreises – den haben wir wieder mit dem Schiff, diesmal mit einer Fähre, passiert.

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Wie es morgen weitergeht, haben wir noch nicht entschieden – mal schauen…

Langer Tag

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Heute war ein langer Tag: Das liegt zum einen daran, dass wir es in der Früh gemütlich angefangen haben und wir dann – obwohl nur 240 km Wegstrecke – viel Zeit auf Fähren und mit dem Warten auf Selbige verbracht haben.

Darum gibt es die Wegbeschreibung von heute erst morgen. Wir bleiben hier am Torghatten (Ihr erinnert Euch, der Berg mit dem Loch) zwei Nächte.

Für heute daher nur ein Bild von der Aussicht vom Balkon unseres Apartments.

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Norwegens beeindruckenste Küstenstraße

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Wir haben ausgeschlafen, was in einem Appartement, in dem wir selber für unser Frühstück verantwortlich sind, leichter geht, als im Hotel. Und da wir heute nicht so viel vorhaben, kann sich Henrik intensiv mit dem Blog beschäftigen (Bildgalerie, Reiseroute und Links sind aktualisiert) und der Bericht für gestern kann nachgeschrieben werden.

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Wir haben in der Früh bei traumhaften Wetter und ebensolchem Ausblick auf dem Balkon gefrühstückt und sind dann wieder weiter gen Süden aufgebrochen (nachdem wir – leider – feststellen mussten, dass der Polarkreis weder zu Fuß noch sinnvoll per Bike zu erreichen ist. Er verläuft nämlich ein paar hundert Meter vor der Nordküste der Halbinsel, auf dem unser Campingplatz liegt.)

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Wir fahren – wie schon gestern – auf der rv17, der beeindruckensten (zumindest nach aktuellem Stand) Küstenstraße Norwegens.

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Zwei der sechs Fähren, die auf der gut 650 km langen Strecke zwischen Bodø und Steinkjer die Verbindung sicherstellen, haben wir bereits am Dienstag benutzt, heute sind es drei. Und diese drei kosten viel Zeit. Zum Einen fahren diese Fähren nicht im kontinuierlichen Pendelverkehr, zum Anderen sind die Strecken durchaus länger. So warten wir in Summe über zwei Stunden auf die Fähren und sind auch gut 1,5 Stunden mit ihnen unterwegs.

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Und auch die notwendigen Fotostops entlang dieses Weges verlängern die Fahrtzeit. Dadurch wird dieser Fahrtag zeitlich der bisher Längste unserer Reise.

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Und er führt uns auch über die bisher längste Brücke: Helgelandbrücke bei Sandnessjøen über den Leir-Fjord mit 425 m Hauptspannbreite.

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Wir sind gespannt, was die Küstenstraße rv17 auf den letzten 250 Kilometern noch so bietet.

Durch den Berg

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Unser Apartment ist direkt unterhalb des Torghatten – dem Berg mit dem Loch, den wir bereits vom Schiff aus gesehen haben.

Nicht nur deshalb ist klar (wir hatten das schon zu Hause geplant), dass wir das Loch erwandern müssen.

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Über Stock und ganz viel Stein geht es ca. 1 km den Berg hinauf. Was für ein toller Blick zurück.

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Und dann geht der Weg sogar durch das  Loch, das vermutlich durch die Ausspülung der Meeresbrandung entstanden ist, nachdem sich nach Abschmelzung der Gletscher der letzten Eiszeit der Erdboden angehoben hat.

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Und auch der Blick auf aus der Westseite des Lochs ist grandios.

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Christiane hat die ganze Kraxelei bestens gemeistert – wie eine Bergziege (mit Knieorthese).

Ach ja, damit ihr die Größe des Lochs einschätzen könnt:

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Es ist ca. 35 m hoch, rund und 160 m lang.

Eine Fähre mehr…

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… als gedacht ist es heute dann doch.

Wir verlassen Torghatten. Leider ist der Himmel ziemlich grau (aber es bleibt den ganzen Tag trocken). Daher gibt es nur ein etwas trübes Abschiedsfoto des Berges mit dem Loch.

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Wobei festzustellen ist, dass das Loch von der Landseite (= Foto) höher liegt und zur Seeseite abfällt. Daher wäre es auch bei gutem Wetter nicht zu sehen) und darum konnten wir es vom Schiff so gut erkennen).

Die rv17, der wir auch heute folgen, hat noch eine Fähre für uns auf Lager, die wir diesmal praktisch ohne Wartezeit nehmen können. Das war also die 6te und letzte Fähre auf diesem Reiseabschnitt. Aber: falsch gedacht! Das Motorradnavi hat aufgrund der Einstellung“kurvenreiche Strecke“ andere Pläne mit uns und schickt uns über feine, kleinere Nebenstraßen und hat dann auch noch eine weitere Fähre in petto.

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Unser heutiges Ziel ist eine Hütte auf einem Campingplatz bei Sjøågen, die wir kurz vor vier Uhr erreichen (auch auf die zweite Fähre mussten wir nur wenige Minuten warten). Kurz noch für Abendessen und Frühstück einkaufen und dann Tee/Espresso genießen.

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Morgen schauen wir uns Felsritzungen hier in der Nähe an, bevor es am Sonntag weitergeht Richtung Trondheim.

Felszeichnungen/-ritzungen

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50-80 km von unserer Campinghütte befindet sich ein ca. 9×20 Kilometer großes Gebiet, in dem insgesamt 43 Fundorte von Felsritzungen bzw. -zeichnungen zu finden, die von prähistorischen Menschen von der jüngeren Steinzeit (4000 – 1800 v. Chr.) über die Bronzezeit (1800 – 500 v. Chr.) bis in die vorrömische Eisenzeit erstellt wurden. Zwei Stellen wollen wir uns heute ansehen.

Das Wetter ist leider ziemlich trüb und es nieselt so vor sich hin. Entsprechend ausgiebig ist die Zeit, die wir mit Frühstück und Online-Zeitung-lesen verbringen, bevor wir uns tatsächlich aufraffen, die Bikerklamotten inkl. Regenjacken und -hosen anzuziehen und loszufahren. Glücklicherweise bleibt es aber während der ganzen Tour (immerhin knapp 160 km) bei einen Mix aus Nieselregen, ab und zu ein leichter Schauer und trockenen Abschnitten.

Unser erstes Ziel ist der Bardaler Hof.

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Hier gibt es ein großes Steinfeld mit Motiven aus unterschiedlichen Epochen.

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So sind die (Beute-)Tiermotive aus der jüngeren Steinzeit. Die Boote dürften aus der Zeit um 350 v. Chr. stammen, die senkrechten Striche deuten die Besatzungsstärke an – hier gibt es Felszeichnungen, die auf Boote mit bis zu 70 Mann Besatzung hinweisen.

Der zweite Fundort, den wir uns anschauen ist Bølareinen. Diese Felsritzungen, von denen wir leider zwei trotz Hinweistafel nicht entdecken (so sehr sind diese schon verwittert durch u.A. den zum Teil darüber fließenden Bach),

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stammen aus der älteren Steinzeit. So soll das gut zu erkennende Rentier, das in Lebensgröße abgebildet ist, ca. 6000 Jahre alt sein.

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Allerdings kann diese perfekte Darstellung und der gute Erhalt, zumal im Vergleich zu den andere Motiven, auch zu berechtigten Zweifeln über das Alter verleiten. Henrik zweifelt da auch ein wenig.

Abschließend machen wir noch eine kleine Wanderung entlang des hier zusätzlich angelegten Naturlehrpfads und werden mit einer tollen Aussicht belohnt.

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Was jedoch unbedingt anzumerken ist: Wandern in voller Motorradkluft inkl. Regenklamotten (nur die Helme haben wir bei den Bikes gelassen) ist nur bedingt zu empfehlen. Jedoch: Bezüglich der Menge an Schweiß, die das treibt, kann man sich zumindest die Sauna sparen, weil warm ist das auch.

Morgen fahren wir weiter nach Trondheim. Und aufgrund des Wetterberichts erwarten wir eine nasse Fahrt…

Doch nicht so nass

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Heute Nacht hat es geregnet und in der Früh fieselt es so vor sich hin. Allerdings nur so wenig, dass wir unsere Bikes nahezu trocken bepacken können und nicht schon literweise Wasser einpacken.

Trotzdem scheint es eine nasse Fahrt zu werden, auf den ersten Kilometern regnet es immer wieder und der Blick nach vorne verheißt nichts Gutes. Aber nach 25 km biegen wir rechts ab, um nicht die E6 fahren zu müssen – was für eine gute Entscheidung (Es ist immer gut auf Christiane zu hören).

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Jetzt ist es in Fahrtrichtung heller und wir sehen sogar zwei Flecken blauen Himmels. Und es kommt noch besser: Entlang des Beitstad-Fjords ist die Straße meistens trocken.

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Und die Landschaft – mal wieder – anders als bisher, aber toll. Wir fahren eine schmale Küstenstraße und werden über lange Wegstrecken von prachtvoll blühenden Blumen begleitet.

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Wir können verstehen, warum entlang dieser Straße so viel (Sommer?)Häuser stehen.

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Erst knapp 50 km vor Trondheim fängt es dann wieder an zu regnen, die Wassermenge hält sich aber in Grenzen.
Und auch bei der Fähre haben wir Glück: Es warten mehr Autos, als die Fähre Kapazität hat (und es gehen eine Menge Fahrzeuge auf dieses Schiff). Wir mit unseren Bikes dürfen, obwohl noch Autos vor uns warten, die letzten beiden Lücken auf der Fähre nutzen und müssen nicht auf das nächste Schiff warten (Es hat halt auch hier Vorteile, wenn man schmal ist).

Nach einer heißen Dusche – ohne Sonne ist es halt doch nicht so warm – spazieren wir nun durch Trondheim (trotz der paar Regentropfen, die hier fallen).

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Der erste echte Sommertag

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Als hätten die Norweger es schon lange gewusst: Am 20. Juni beginnt hier die Saison und es ist tatsächlich der erste echte Sommertag.

Bei strahlendem Sonnenschein fahren wir heute von Trondheim nach Sunndalsøra.

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Die Wiesen und damit auch die vielen Blumen stehen in voller Blüte. Das Thermometer an Henriks Motorrad zeigt heute bis zu 23,5°C an!

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Der Blick über das Land ist fast unendlich weit und das Wasser der Fjorde tiefblau.

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Dabei sehen wir auch regelmässig die hier in Norwegen üblichen Lachs-Farmen (65% der weltweiten Atlantik-Lachs-Produktion stammen von hier).

Unser Ziel heute ist der Vinnufossen.

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Der fünfthöchste Wasserfall der Welt fällt über vier Stufen insgesamt 860 Meter tief. Und da das auf ein Foto nicht drauf passt, hier wieder ein kurzes Video.

(Im Frühjahr muss er aber noch mehr Wasser führen – es ist halt nun Sommer.)

Wir selber finden für die Nacht nur ein paar hundert Meter weiter eine Hütte für die Nacht – mit Blick auf die bis zu 1.600 m hohen umliegenden Gipfel.

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Atlantikstraße

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Wir haben gut geschlafen und draußen gefrühstückt und fahren heute mit zwischendurch drei Tropfen Regen via Kristiansund nach Farstad.

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Der Weg aus den Bergen zurück ans Meer ist wieder typisch norwegisch: Berge, Fjorde und Tunnel. Und dann, hinter Kristiansund erst ein Tunnel, für den auch wir mit den Bikes Maut zahlen müssen (normalerweise zahlen nur PKW und LKW hier automatisch via Kennzeichen an ausgesuchten Straßen Maut – die Rechnungen werden auch nach Deutschland geschickt).

Und dann eines der Highlights hier: die Atlantikstraße.

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Wir fahren sie heute dreimal: Nord nach Süd, Süd nach Nord und wieder zurück. Dadurch verlängert sich die heutige Wegstrecke um knapp 20 km.

Und wer das von Euch Lesenden gerne „nachfahren“ möchte, wir haben die Bikekamera mitlaufen lassen (jeweils gute 6 Minuten).

Atlantikstraße Nord-Süd

Atlantikstraße Süd-Nord


Fotos gibt es dann erst morgen – wir bleiben hier in Farstad am Atlantik zwei Nächte.

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Hochzeitstag

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Wir haben zwar eine Hütte gemietet, aber im zugehörigen Hotel Frühstück dazugebucht – schließlich haben wir heute Hochzeitstag.

Nach einer dritten Tasse Tee (der gute Mitgebrachte) und einem Espresso auf unserer Veranda geht es heute nochmal auf die Atlantikstraße – Fotos machen.

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Wir sind – das war vorhersehbar – nicht die Einzigen: Reisebusse, WoMos und jede Menge Biker. Aber es gelingen trotzdem ruhige Momente.

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Und auch die gestern schon beobachteten Angler stehen wieder auf und an der Hulvågen Brücke, an der im Gegensatz zu dem Wasser unter der großen Brücke ziemlich starker Seegang (Strömung?) herrscht.

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Den vielen Besuchern scheint es gedankt, dass wir hier – im finnischen würde man Kahvila* sagen – die norwegische Café-Spezialität genießen können: frische Waffeln mit Marmelade und Sauerrahm.

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Leider gibt es nicht so viele Kahvilas* entlang unserer bisherigen Routen. Aber vielleicht wird das nun in der Saison und, wenn wir in die touristisch „interessanteren“ Ecken Mittel- und Südnorwegens kommen, besser.

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Die Strorseisundbrua ist 260 m lang, 23 m hoch und durch ihre auch seitliche Biegung aus jedem (erreichbaren) Betrachtungswinkel anders – auch ein Grund beidseitig der Brücke anzuhalten und zu schauen.

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Die Atlantikstraße geht offiziell noch weiter bis Bud. Den Teil bis zu unserer Unterkunft sind wir nun also mehrfach gefahren. Den Rest befahren wir morgen, wenn es von hier unsere Reise fortsetzen.

Jetzt gibt es ersteinmal Abendessen: Lachs und Kaviarpaste und Gurke und Tomaten – und jeweils ein Glas Wein. Die kleine Flasche haben wir extra aus Deutschland für unseren Hochzeitstag mitgenommen. Mal sehen, wie der Wein nach über 4.000 km auf dem Motorrad (plus Seereise) denn schmecken wird.

* Kahvila (finnisch) = Café, eher im Sinne einer Cafeteria. Das „h“ wird wir „ch“ gesprochen.

Über die Trollstigen zum Geiranger-Fjord

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Heute früh geben wir ein bisschen Gas: Die Wettervorhersage meint, dass es ab ca. 14 Uhr bei den Trollstigen regnen soll – und da wollen wir natürlich vorher langfahren.

Also sind wir heute schon um 10 Uhr unterwegs und erreichen so gegen 12:30 Uhr den Beginn des Tales mit den Trollstiegen. Viele Touristen hier und alles Flachländer – zum Glück können wir Alpenerfahrenen zwischen der einen oder anderen Kehre überholen.

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Die Trollstigen sind klasse und für hier oben sicher eine Herausforderung. Zumal wir von Meereshöhe in knapp 20 km Wegstrecke auf 850 m Passhöhe fahren. Oben – zwischen den bis zu 1.700 m hohen Gipfeln und neben tosendem Wasserfall – gibt es einen tollen Aussichtweg, der natürlich stark touristisch frequentiert ist (aber man kann ja mit dem Foto warten, bis gerade keiner vorne am Geländer steht).

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Um Euch den Gesamteindruck zu zeigen, hier ein kurzer Videoschwenk.

Danach geht es noch ca. 60 km durch eine tolle alpine Landschaft bis zu Geiranger-Fjord (wir haben das teilweise mit der Bike-Kamera aufgezeichnet. Wenn das Material was taugt, spielen wir das in den kommenden Tage ein).

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Unser Domizil für die nächsten vier Nächte ist direkt am Fjord,

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wo bei unserer Ankunft auch eines der hier anscheinend täglich ein laufenden Kreuzfahrtschiffe liegt.

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Wir genießen unser Abendessen draußen (die Hütte wäre auch dazu fast zu klein)

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bei tollem Blick auf Geiranger, den Fjord und die Berge.

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Ach ja, geregnet hat es nur noch kurz beim „Abstieg“ zum Geiranger-Fjord. Ansonsten war der Tag trocken und ziemlich warm.

Geiranger-Fjord

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Heute haben wir lange geschlafen (besonders Henrik), in der Sonne gefrühstückt und uns dann ins Touristengetümmel gestürzt – in der Früh ist wieder ein Kreuzfahrtschiff eingelaufen und es werden weitere Menschen Busseweise angekarrt.

Daraus geworden ist eine 90-minütige Bootstour den Geiranger-Fjord runter und wieder rauf: Das diese Region – der Fjord und die umliegenden Berge – seit 2004 zum UNESCO Weltkulturerbe gehört, können wir gut verstehen.

Aber seht selbst (ach ja, ein Highlight sind vielen und tollen Wasserfälle – zu Henriks Freude).


Zum Abendessen haben wir gegrillt – gerade noch (inkl. Essen) vor dem angekündigten Regen. Mal sehen, was wir morgen hier anstellen.

Videos

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Heute hängen die Wolken tief am Geiranger-Fjord und es regnet bis nachmittags. Eine gute Gelegenheit, Videos zu schneiden und die Bildergalerien zu erweitern.

Hier also das versprochene Video von den Trollstigen:

Und hier ein Nachtrag von der Hurtigrute: Der Trollford auf den Lofoten, gefilmt von der MS Versterålen. Das wieder haben wir beschleunigt auf 5 Minuten – gedauert hat dieser Teil unserer Seereise tatsächlich fünfmal so lang.

Ach ja, ich habe eine neue Rubrik in der Navigation eingebaut: Über „Video“ könnt Ihr alle Videos auf einer Seite abrufen.

Getränke in Norwegen

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Nachdem es am Nachmittag trocken wird, machen wir wieder den Spaziergang in den Ort Geiranger. Das Rauschen des mächtigen Wasserfalls ist bis zu unserer Hütte zu hören und so muss er natürlich auch angeschaut werden.

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Vom oberen Anfang des Falls hat man einen schon ganz guten Blick über den Fjord, in dem tagsüber immer mindestens ein Kreuzfahrtschiff liegt.

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Heute ist es die „Star Legend“, die 1997 (noch unter dem Namen „Seabourn Legend“) im Film „Speed 2: Cruise Control“ mit Jason Patric, Sandra Bullock und William Defoe Gegenstand der Handlung war.

Nach Eis, Touri-Gucken (und -Lästern) gibt es als Abendessen Fishburger und Pølse mit Chips. Und auf dem Weg zurück zur Unterkunft wollen wir noch zwei Dosen Bier im Supermarkt mitnehmen. Aber: Es ist Samstag! Und da darf in Norwegen in den Supermärkten ab 18 Uhr nichts Alkoholisches mehr verkauft werden (wochentags gilt das erst ab 20 Uhr).
Also geht es ohne ein Bier zurück – schade (wenn auch geldbeutelschonend: Unter 3 € bekommt man hier auch im Supermarkt keine Dose Bier).

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Dann eben nur Kaffee: Die Hand-Espresso (ein Geburtstagsgeschenk 😉) ist eines der wichtigsten Utensilien auf unserer Reise und macht hervorragenden Espresso. Und der schmeckt bestens aus unseren Kuksa, den hölzernen Tassen der Sami.

Stau im Fjord, Trolle im Berg

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Heute regnet es so richtig. Also sind wir bis in den frühen Nachmittag (fast) nur faul. Fast, weil vormittags gleich vier Schiffe (drei Kreuzfahrer und ein Postschiff) hier im Geiranger-Fjord einlaufen.

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(Da das nicht in den Fokus der Kamera ging, mussten wir zwei Fotos zusammenbauen).

Nachmittags – immer noch bei (weniger) Regen – spazieren wir dann wieder in den Ort und setzen uns ins Straßencafé, um über die Kreuzfahrttouristen zu lästern. Mal wieder stellen wir fest, dass die Seereise mit den Hurtigruten auf der MS Vesterålen eine tolle Erfahrung war, wir aber keine Ambitionen haben, nun zu Kreuzfahrern zu werden.

Auf dem Weg zurück zur Hütte wird uns aber etwas Anderes klar:

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Wenn man die Wolken in den Berghängen und Baumwipfeln so betrachtet, versteht man, dass Norwegen das Land der Trolle ist, die hier nahezu allgegenwärtig sind (Wir haben wahrscheinlich heute welche gesehen 😉).

Zum Abendessen wir gekocht.

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In der Kochnische auf der Veranda unserer Hütte entsteht ein Pfanneneintopf aus Nudeln, Kartoffeln, Paprika und Schafssalami.

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Morgen fahren wir hier wieder los. Wir hoffen, dass es der Wettertroll gut mit uns meint. Die Vorhersage ändert sich da gerade im 2-Stunden-Abstand.

Hohe Berge und Gletscher

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Das Wetter ist indifferent. Also pellen wir uns in die Regenklamotten, auch wenn es dafür viel zu warm ist.

Unser erster Stopp ist auf dem Weg hinaus aus dem Geiranger-Tal mit Blick zurück auf den Fjord, die Berge, die Kreuzfahrtschiffe und unsere Unterkunft.

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Und weil das Wetter besser ist, als erwartet, gelingt uns auch der Abstecher zum Dalsnibba: Auf diesen 1.476 m hohen Berg führt eine (Maut)straße bis zum Gipfel. Der Ausblick ist fantastisch und sicher bei strahlendem Sonnenschein noch besser. Wir haben allerdings das Glück und bekommen dafür einen vollständigen Regenbogen.

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Das nächste Ziel heute ist der Jostedalsbreen bzw. sein über Wege erreichbarer Auslaßgletscher, der Kjenndalsbreen.

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Knapp 20 km fahren wir eine immer kleinere Straße, die am Ende in einer Schotterpiste übergeht, zum Kjenndalsbreen hinauf. Die letzten 500 m geht es dann zu Fuß bis auf ca. 1 km an den Fuß des Gletschers.

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Sagenhaft, was hier an Schnee, altem Eis und Wasser zu sehen ist – so nah waren wir einen Gletscher noch nie.

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Der Jostedalsbreen ist der größte europäische Festlandgletscher, in Nord-Ost-Richtung etwa 40 km lang und in Süd-West-Richtung etwa 15 km breit. Die Eisschicht ist bis zu 500 m dick. Die Fläche betrug im Jahr 2006 474 km². Größere Gletscher in Europa gibt es auf nur auf Island. Vom Plateau des Jostedalsbreen fließt das Eis über 28 Auslaßgletscher in verschiedene Richtungen ab. Den Kjenndalsbreen haben wir heute besucht. Er begleitet uns noch eine Zeitlang mit seinem türkisfarbigen Gletschersee.

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Nun geht es weiter zu den norwegischen Stabkirchen. Auf dem Weg dorthin finden wir eine Hütte zum Übernachten in Skei.

Ach ja, die Regenklamotten haben wir heute immer mal wieder gebraucht. Aber wir haben auch viel in ihnen geschwitzt. Darum sind wir unter der Pelle auch ziemlich naß angekommen.

Wildwasser, Kehren und Weltkulturerbe

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Die Hütte der letzten Nacht war ziemlich rottig und wir fahren früh wieder los. Das Wetter ist auch heute wieder mit allen Facetten unterwegs, aber es ist erstmal nicht so war und wir sind nicht gleich schweißgebadet.

Unser Weg geht entlang von reißenden Wildwässern.

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Immer wieder strömen gewaltige Wassermassen durch felsige Flußbetten, um dann in einem mehr oder weniger großen See zu münden, an dessen Ausgang der Fluß wieder als Wildwasser den Berg hinunter fließt.

Der Weg geht in dieser Begleitung bis auf fast 800 m Höhe über das Gaularfjellet, das im Reiseführer für seine Wasserfälle und Serpentinen gerühmt wird.

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Auch wir haben reichlich von Beidem.

Unsere Unterkunft ist heute das Vandrerhejm in Sogndal. Da wir aber vor 17 Uhr das gebucht Zimmer nicht bekommen, laden wir nur unser Gepäck ab und fahren noch nach Urnes, um die dortige Stabkirche anzuschauen. In Solvorn lassen wir die Bikes stehen und setzen mit der Fähre über.

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Auf der anderen Seite, in Urnes, ist es nur ein Kilometer zu Fuß zur Kirche, leider bergauf und zum Glück bei schönem Wetter. (Haben wir schon erwähnt, dass Motorradkluft nicht zum Wandern geeignet ist? Schweiß laß nach.)

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Die Stabkirche ist die Älteste existierende der Welt und aus dem Jahr 1130 (n. Chr.).

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Die Schnitzereien an der einen Kirchenseite sind allerdings bereits von einer vorherigen Kirche aus dem Jahr 1040. Darum ist die Stabkirche Urnes auch UNESCO Weltkulturerbe.

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Rechtzeitig zur letzten Fähre zurück zu unseren Bikes sind wir wieder am Fjord und wir fahren nun in unsere Unterkunft. Hoffentlich trocknen die verschwitzten Klamotten – so wie wir gerade riechen, vertreiben wir jeden Elch.

25 Kilometer Tunnel

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Heute müssen wir bis um 10 Uhr auschecken – früher als sonst. Aber natürlich klappt das auf die Minute genau.

Unser erster Stopp ist Lærdalsøra. 

Hier hat sich ein z.T. fast 150 Jahre alter Teil des Dorfes mit originalen Häusern erhalten – sehr schön.

Der zweite Stopp, nur wenige Kilometer weiter ist die Borgund Stavkyrkje.

Diese Stabkirche ist größer als jene in Urnes und nahezu im Originalzustand. Ungefähr um 1180 erbaut, ist sie eine von ursprünglich mindestens 1.000 (Stab)Kirchen aus der Zeit zwischen 1130-1350 n. Chr. Heute sind nur noch 28 davon erhalten – alle in Norwegen, obwohl es auch in anderen europäischen Ländern ähnliche Kirchen gab.

Von Borgund führt uns unser Weg weiter nach Vest-Norwegen. Bei Lærdalsøra müssen wir dazu mal wieder durch einen Tunnel: 25 km ist der lang.

Aber halt, nein! Tunnel hatten wir schon genug und auf 25 km haben wir keine Lust. Das wären fast eine halbe Stunde durch den Berg. 

Glücklicherweise gibt es den Umweg über das Aurlandfjell. Eine kleine schmale Straße führt uns auf über 1.300 m Höhe.

Schneewände des vergangenen Winters neben der Straße und zugefrorene Seen sind nicht minder spektakulär, als 1.000 höher in den Alpen.

Auf der anderen Seite – beim „Abstieg“ – werden wir mit einer besonderen Aussicht auf den Aurlandsfjord belohnt.

Und auch der Aussichtspunkt Stegastein, der für bessere Sicht gebaut wurde, ist auch besonders.

Am Ende der Plattform Rollen sich Boden und Geländer nach unten zur Steilküste. Den Abschluss bildet lediglich eine Glasplatte.

Unsere Unterkunft heute ist dann wenige Kilometer weiter eine schöne Hütte auf dem Campingplatz in Flåm. Ein weiterer schöner Reisetage mit 200 km Motorradfahren und wieder neuen Eindrücken geht zu Ende. Morgen setzen wir die Fahrt gen Süden fort. Ziel ist der Preikestolen am Lysefjord. Bis Freitag wollen wir dort sein

Strecke im Sturm

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Heute haben wir nur das Ziel, dem Lysefjord und dem Preikestolen näher zu kommen. Daher gibt es – ausnahmsweise – keine spektakulären Bilder oder tolle Geschichten.

Erwähnen können wir lediglich, dass wir heute unseren längsten Tunnel gefahren sind: 12 km geradeaus (und wenn man die 500 m weglässt, wo für einen weiteres Stück Tunnel der Berg gefehlt hat, dann sind es mit dem vorhergehenden Tunnel sogar 17 km 😉.

Das Wetter war mal wieder durchwachsen und hat uns zum Ende dann mit starkem Wind mit Sturmböen das Fahren anstrengend gemacht.

Dafür haben wir uns in unserem Hotel in Tyssedal über einen überdachten Parkplatz und eine gut temperierte Sauna gefreut.

Und die Unterkunft für die nächsten drei Nächte ist auch gebucht – leider nicht direkt am Lysefjord. Dort ist Alles ausgebucht – hier oben ist jetzt Hauptsaison und auch die Norweger haben Schulferien und Urlaub.

Wunderschöne Strecke

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Heute geht es so nah an den Lysefjord und den Preikestolen, wie es die Verfügbarkeit der Unterkunft erlaubt hat. Und die Strecke, die wir fahren ist wunderschön.

Gleich zu Beginn kommen wir am Låtefossen vorbei (mal wieder ein Wasserfall – und Ihr könnt froh sein, wie Christiane, dass Henrik nicht jeden der 100tausend Wasserfälle fotografiert). Und hier ist die Gischt des Wasserfalls noch deutlich nasser, als der beginnende Regenfall.

Und so sind die heutigen 170 km leider fast vollständig eine sehr feuchte Regenfahrt.

Die aber durchaus ihre landschaftlichen und stimmungsvollen Reize hat.

So sind wenige Fotos nur an den Stellen möglich – oder besser: erträglich – an denen wir z.B. den morgendlichen Kaffee/Tee loswerden werden müssen und es gerade eine Regenpause hat.

Oder es gelingt, mit den wetterfesten Motorradkameras und heftigem Abwischen des Objektivs mit dem Handschuh während der Fahrt, Stimmungen einzufangen.

Nach 170 km in 5 Stunden Reisezeit (da ist mitgerechnet eine Fähre – wir hatten seit der Abfahrt von Lofoten bisher keinen Tag ohne Fähre – und eine Kaffeepause) erreichen wir Høiland Gård in Årdal. Hier bleiben wir die nächsten drei Nächte und hoffen, dass wir morgen und am Sonntag so gutes Wetter haben , dass wir sowohl eine Schifffahrt auf dem Lysefjord, wie auch die gut vierstündige Wanderung auf den Preikestolen und zurück, machen können.
Wenn nicht (oder nur die Schifffahrt), dann haben wir zumindest eine tolle Aussicht von der Bank auf der Terrasse vor unserem Zimmer – egal bei welchem Wetter.

Ach ja, die Strecke war wunderschön – nur das Wetter leider nicht. Wie großartig muss die Strecke bei strahlendem Sonnenschein sein?

Wechselhaft

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draußen frühstücken und sind schon fast euphorisch, dass wir heute den Preikestolen erklimmen können. Aber das Wetter ist so unstet, dass es fast minütlich von Sonne zu Wind zu Regen und zurück wechselt.

Daher bleibt uns heute nichts anderes übrig, als einen Ausruhtag einzulegen und aufgrund des Wetters und der Temperaturen (Sonne = schön + warm, Wind = gleich regnet es wieder, Regen = nass + kalt) mehrfach zwischen der Bank auf der Terrasse und den Sesseln im Zimmer hin und her zu wandern.

Für Euch hier als Zeitraffer die zugehörigen Stimmungsänderungen, die uns den Tag über begleiten und ihn uns gut erträglich machen. Die folgenden 82 Sekunden sind ein Kameramitschnitt von tatsächlichen 105 Minuten:

Lysefjord

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Heute gilt es die Entscheidung zu treffen: Wanderung auf den Preikestolen oder Schifffahrt auf dem Lysefjord. Und da es bis Mittag regnet, fällt die Entscheidung für den Lysefjord (mit Preikestolen von unten).
Weil wir nicht im Regen auf den Berg wollen und wir dazu noch das Kleiderproplem bei schlechtem Wetter nicht lösen können, ist es die richtige Entscheidung (wir hatten vor – ausnahmsweise – in Wanderhosen zum Preikestolen mit den Bikes zu fahren, dort Helme, Stiefel und hoffentlich auch die Jacken in Henriks Motorradkoffern zu verstauen und dann zu laufen. Das wäre zu kalt und zu naß gewesen).

Also sind wir rechtzeitig vor 14 Uhr in Forsand und fahren in 2,5 Stunden mit der Schnellfähre den Lysefjord rauf und wieder runter: spektakulär!

Und wir sehen beide spektakulären Orte, die man bergmäßig am Fjord erklimmen kann: Am oberen Ende der 1.084 m Höhe Kjerag mit dem Kheragkeil, einem großen Stein, der zwischen zwei Felswänden eingeklemmt ist. Und am unteren Ende (auf der Rückfahrt ist der Sichtwinkel besser) den 600 m hohen Preikestolen („die Kanzel“) mit der berühmten 25×25 qm großen Plattform.

Und weil es zu viele einzelne Bilder wären, hier die Highlights in einer Galerie zusammengestellt:

Telemark

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Wir haben gestern Alles richtig gemacht. Heute ist das Wetter sehr grau und nass und auf dem Weg ostwärts müssen wir zuerst wieder am unteren Ende des Lysefjords vorbei. Hier ist heute Alles grau in grau: Weder die Bootstour von gestern hätte heute funktioniert, noch müssen wir uns ärgern, dass wir heute weiterfahren. Auch die Wanderung auf den Preikestolen wäre heute noch weniger machbar als gestern.

Trotz des zum Teil heftigen Regens ist die Landschaft auch heute wieder großartig und wieder ganz anders als bisher.

Quasi parallel zum Lysefjord, nur auf der Rückseite der Berge, die wir am Sonntag dort gesehen haben, sind die Bergwände genauso glatt geschliffen, wie am Fjord.

Später fahren wir dann erst über das Tjørhomfjellet (hier ist die Straße von November bis Mai gesperrt)

und dann durch die Skigebiete Sirdal und Hallbjønsekken. Hier stehen jeweils extrem viele Hütten – Norwegen hat halt Platz.

In der Telemark (ob hier die gleichnamige Landung beim Skispringen herkommt?) ist das Wetter dann endlich schön und wir können ein Zimmer auf einem Campingplatz bekommen und draußen zu Abend essen.

Morgen geht es weiter – wer vorher schon auf die Karte geguckt hat, ahnt vielleicht schon unser Ziel: Morgen werden wir in Oslo sein. Und damit haben wir auch entschieden über Schweden und Kopenhagen, also auf dem Landweg zurück zu unserem Sprinter zu fahren.

Hollmenkollen

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Tolles Wetter zum Frühstück: Wir können draußen sitzend den Tag beginnen und wissen, dass wir heute zum Fahren die Regenklamotten nicht anziehen müssen.

Über schöne Nebenstraßen machen wir uns auf die gut 250 km Strecke nach Oslo. Nachdem wir uns nun eindeutig von den Fjorden und auch den hohen Bergen entfernen, wir die Landschaft wieder anders.

Die Bäume werden höher und mehr und wir fühlen uns hin und wieder an die finnischen Wälder erinnert.

Dazu trägt auch der Himmel mit seinen Cumulus-Wolken bei.

In Kongsberg kehren wir auf einen Kaffee (mit Kuchen) ein. Aus dem einen Kaffee werden zwei und aus der 45-Minuten-Pause eine 90minütige, denn es fängt heftig an zu regnen. Leider hört es auch nach dem zweiten Kaffee nicht auf zu regnen und wir müssen doch noch die Regenpellen überziehen. Glücklicherweise können wir die aber 40 km später beim Tankstopp in Drammen wieder ausziehen.

Nach weiteren 35 km haben wir dann unser Ziel für die nächsten drei Nächte erreicht: Voksenåsen auf dem Hollmenkollen.

Unser Hotel liegt oberhalb Oslo mit einem gigantischen Blick auf Stadt und Bucht. Von hier (die U-Bahnstation ist 10 Minuten entfernt) werden wir die nächsten beiden Tage Oslo erkunden und es uns auch gut gehen lassen. Das Hotel hat eine Sauna und eine Pool.

Und ggf. reicht die Zeit auch für den Besuch der Holmenkollbakken, dee Skischanze, die als die Älteste der Welt gilt (eröffnet 1892) und in Sichtweite zu unserem Hotel liegt.

Oslo

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Heute sehen wir uns Oslo an. 

Dazu machen wir uns zuerst auf zum Holmenkollbakken, die nur 20 Minuten zu Fuß vom Hotel liegt. Zum einen gilt die Skischanze – in ihren mehreren Ausbau-, Umbau- und Erneuerungsstufen – als die älteste der Welt.

Zum anderen ist die aktuelle Schanze von 2010 die Einzige weltweit rein aus Stahl und mit konzeptionell berücksichtigen und umgesetzten Seitenwindschutz. Die aktuell größten Sprungweiten liegen bei gut 140 Metern.

Danach nehmen wir von der naheliegenden Station die S-U-Bahn und fahren ins Sentrum von Oslo.

Oslo ist bzgl. der meisten Sehenswürdigkeiten klein genug, um Alles zu Fuß zu erlaufen. Wir beginnen am Königsschloss, 

kommen an der Uni und am Parlament vorbei

und erleben in der der Fußgängerzone den Marsch der Wachablösung zum Schloss – inkl. Musikkorps.

Über Kathedrale, Bahnhof, Castell und Rathaus geht es bis in die teure, neue Wohn- und Museumslandzunge Tjuvholmen.

Mit der Tram geht es zurück in die Fußgängerzone und Abendessen gibt es dort im „The Scotsman“ und danach fahren wir mit der S-U-Bahn zurück zum Hotel. Und dort gönnen wir uns dann noch eine Sauna.

Morgen werden wir das Kontiki-Museum in Oslo besuchen und dann, mal sehen…

Kon-Tiki-Museum

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Heute gehört der erste Teil des zweiten Oslo-Tages Thor Heyerdahl im Kon-Tiki-Museum. Schon als Kind war Henrik von der Überfahrt (1947) von Peru auf die polynesischen Inseln 4.000 km in 101 Tagen über den pazifischen Ozean in einem Balsaholz-Floß fasziniert. Das Museum, in dem auch das Original-Floß zu sehen ist, ist toll. Wir haben drei Stunden dort verbracht.

Die Fahrt dorthin machen wir öffentlich. Und auch die ist im zweiten Teil mit dem Bus ein Erlebnis. Der – vermutlich – türkischstämmige Busfahrer ist so was von gechillt und Service orientiert, dass die eigentlich h halbstündige Fahrt gut 10 Minuten länger dauert, dafür aber viele Stilblüten – immer passend – beschert und somit sehr unterhaltsam ist. Nochmals vielen Dank an den Fahrer für diese Tour. Viele Münchner Busfahrer könnten sich da eine große Scheibe abschneiden.

Dazu passt gut das Motto von Thor Heyerdahl, dass in seinem Museum groß zitiert wird:

Danach setzen wir mit dem Linienboot über zum Fährhafen und bummeln nochmals durch Oslo. Besonders das Opernhaus ist sehenswert.

Zum Abschluss unseres letzten Abends in Oslo und in Norwegen (wir waren fast sieben Wochen im Land) lassen wir es zum Abendessen nochmal richtig krachen: frische Reker, Hval-Steak und ausnahmsweise eine (teure) Flasche Wein. Morgen geht es von Oslo nach Schweden und damit beginnt so langsam die Heimreise.

Da die Eindrücke in Oslo so vielfältig waren, haben wir Euch hier eine Bilderauswahl zusammengestellt:

Schweden 

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Heute fahren wir die letzten Kilometer in Norwegen. Das Land ist hier sehr landwirtschaftlich geprägt. Und wenn die Häuser, Nummernschilder der Autos und die gelben Fahrbahnmarkierungen mich wären, könnte man diese Landschaft ebenso zu Hause finden.

Der Grenzübergang nach Schweden ist unauffällig. Da merkt man nicht, dass man eine EU-Außengrenze überquert (auch wenn Norwegen eng an die EU angebunden ist). Ein Schild am Straßenrand und das war’s. Da sind wir an den EU-Innengrenzen deutlich aufgeregter.

Das man in Schweden ist, merkt man an den Fahnen an den Häusern – jetzt blau-gelb und nicht mehr rot-weiß-blau – und witziger Weise an den „Scharfe-Kurve-Barken“: die sind nämlich auch blau-gelb.

Übernachtungstechnisch ist es ein wenig schwieriger. Wir befinden uns anscheinend in einem touristisch wenig geprägten Gebiet. Aber es gelingt uns dann doch eine Art B&B zu finden. Und in der Sonne grillend lassen wir den Tag ausklingen.

Göteborg 

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Wir haben gut geschlafen und nach einem Frühstück im Garten des B&B machen wir uns auf den Weg.

Über kleine Nebenstraßen – noch haben wir ja ausreichend (Urlaubs)zeit – geht es nahe der Küste Richtung Göteborg.

Die Eindrücke, die wir hier sammeln, bedeuten für uns auch, dass wir Schweden in einer zukünftigen Urlaubsplanung ganz klar berücksichtigen müssen.

Und wir stellen fest, dass Schweden zwar auch kein ganz günstiges Urlaubsland ist, die Preise aber deutlich unter norwegischem Niveau liegen und z.T. schon dem gewohnten heimatlichen Preisgefüge liegen (Bier kostet hier nur die Hälfte ggü. Norwegen und nicht mal doppelt so viel wie daheim 😂).

Kurz vor dem Ziel gibt es dann nochmal einen kurzen Stopp: der Kaffee muß raus und ein paar Vitamine rein.

In Göteborg haben wir – nicht ganz im Centrum, dafür aber mit kostenlosem Parkplatz – ein ordentliches Hotel gefunden. Hier werden wir bis Montag bleiben, denn die Stadt macht einen einladenden und erkundungswerten Eindruck.

Dumm nur, dass morgen Sonntag ist und die Geschäfte zu haben (diese Konstellation haben wir auf unserer Reise nicht zum ersten Mal). Obwohl: Wir haben auf den Bikes eh keinen Platz und so sparen wir uns zumindest die Überlegung, ob wir nicht was einkaufen und mitnehmen sollen…

Ein Tag in Göteborg 

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Nach einem ausgiebigen, wenn auch lauten, Frühstück (das Hotel ist gut belegt) machen wir uns auf den Weg, Göteborg zu erkunden.

Die Fahrt mit der Tram ins Centrum dauert nicht lange und kostet uns – trotz bester Absichten – nichts, da die Handy-App zwar Tickets auswählen lässt und Kreditkartendaten abfragt, dann aber hängen bleibt.

Erstaunlicher Weise – es geht also doch und zerstört keine Familien – haben im Centrum ziemlich viele Geschäfte geöffnet und die Schweden nutzen diese Angebot ausgiebig. Und wir können zumindest in den einen oder anderen Laden reinschauen.

Einen Großteil unserer Zeit verbringen wir aber mit Kaffeetrinken und beim People-Watching bei einem Glas Wein. Denn die Sehenswürdigkeiten Göteborgs – zumindest im Centrum – lassen sich alle in relativ wenig Zeit erlaufen.

So ist das Fazit für den heutigen Tag: Göteborg ist eine Stadt mit vielen freundlichen und sehenswerten Menschen. Einen Besuch der Stadt können wir weniger aufgrund der Sehenswürdigkeiten, sondern eher wegen der vielen Cafes und Kneipen und Restaurangs 😉 empfehlen.

Im Schloss

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Wir sind auf dem Weg zurück zu unserem Sprinter. Und um vielleicht doch noch das sagenumwobene große Wildtier, den Elch, doch noch zu sehen, nehmen wir die heutige Route durch das Landesinnere. Und wir haben Glück: Zwei Elche entlang des Weges entdecken wir auf diesem Weg. Pech nur, dass sie beide zwar Lebensgröße aber aus Plastik sind. Christiane könnte also doch Recht haben, dass der Elch so eine Art nordischer Wolpertinger ist.

Unsere heutige Unterkunft ist da schon viel besser und richtig echt: das große  ökologisches Langut Wapnö – wir würden es mit Hermannsdorf vergleichen.

Unser Zimmer ist in einem ehemaligen Kuhstall aus dem frühen 19. Jahrhundert und das Restaurant im Schloss Wapnö, dass zu Beginn des 18. Jahrhundert entstand.

Wir leisten uns das Abendessen, dass ausschließlich aus hier produzierten Nahrungsmitteln gekocht wurde. Besonders zu erwähnen ist der erstaunlich milde Blauschimmelkäse mit göttlicher Tomatenmarmelade (nein, dass ist keine! Umschreibung für Ketchup!) – und auch Christiane hat diesen Käse mit der Marmelade gerne gegessen.

Morgen werden wir nach Dänemark übersetzen und dann am Mittwoch einen Tag in Kopenhagen verbringen. Am Donnerstag wollen wir dann wieder bei unserem Sprinter in Lundø sein und dort noch ein paar Tage entspannen, um dann im Laufe der nächsten Woche wieder daheim einzutreffen.

Dänemark 

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Wir sind zurück in Dänemark. Von Halmstad fahren wir nochmal durch schöne schwedische Landschaft – leider wieder ohne echte Elche.

Kurz vor der Fähre von Helsingborg nach Dänemark müssen wir leider die Regenkluft anziehen – auf der Fähre können wir die jedoch wieder abstreifen und brauchen sie dann heute auch nicht mehr.

Dänemark begrüßt uns mit gutem Wetter und Schloß Kronborg in Helsingør. Wir haben von dort nur noch knapp 80 Kilometer bis zu unserem B&B in Vibe. Von hier werden wir morgen per Nahverkehrszug Kopenhagen besuchen.

København

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Wow, was für eine tolle Stadt: viel zu sehen, tolle historische Sehenswürdigkeiten und trotzdem eine junge, spritzige Stadt.

Nach einem sehr guten Frühstück in unserem B&B und einem kurzen Fußweg zum Bahnhof sind wir mit dem Zug bereits um Viertel nach Zehn in København. In der Touristinformation holen wir einen Stadtplan und folgen dem Selfguided Walk durch die Stadt.

Der Weg führt – natürlich – am Wahrzeichen Kopenhagens, der kleinen Meerjungfrau, ebenso vorbei,

wie am königlichen Schloss Amalienborg.

Und auch Nyhavn, das sehr an Amsterdam erinnert, haben wir erlaufen.

Nach gut sieben Stunden laufen (mit einer Kaffee- und einer Füße-Ausruhen-Pause) sind wir ziemlich platt und genießen es, in einem der vielen Straßenrestaurants zu Abend zu essen.

Nun müssen wir nur noch zurück zum Bahnhof, nach Viby fahren und dort ins Bett fallen – mehr Bilder von København gibt es die nächsten Tage.

Abschließend bleibt nur noch festzustellen: Kopenhagen ist ein tolle Stadt, da können die norwegischen Städte (inkl. Oslo) und schon gar nicht Göteborg mithalten. Wer also – auch nur für eine Wochenend-Städte-Reise mal ein Ziel nördlich von München sucht, dem sei Kopenhagen wärmsten empfohlen.

Waschtag

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Eigentlich sind wir zu faul für irgendwas. Aber da die Isomatten auf dem Sprinterboden doch seeeeehr hart sind, haben wir das Loch im Luftbett gesucht, gefunden und hoffentlich erfolgreich abgedichtet – morgen Früh werden wir das wissen.

Und wir haben Wäsche gewaschen: Noch haben wir ja eine knappe Woche Urlaub vor uns.

Dreimal dürft Ihr raten…

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… was wir heute gemacht haben: Nichts!

Die Matratzenreparatur war erfolgreich und so haben wir weich gelegen und lange geschlafen. Den Rest des Tages haben wir mit viel Tee (Christiane), dänischem Eis mit unverschämt üppigen Topping (Erdbeerschaum und Flødebolle), dem Beobachten der Camper (der Platz ist voll),

und „In-die-Gegend-starren“ verbracht.

Heute Abend freuen wir uns dann wieder auf gutes, eiskaltes dänisches Bier zum Abendessen und auf eine weitere schlafvolle Nacht.

Bye-bye Skandinavien 

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Die Bikes sind wieder im Sprinter und wir auf dem Heimweg.

Gegen halb zwölf fahren wir in Lundø los und passieren knapp drei Stunden später die Grenze nach Deutschland. Und damit haben wir Skandinavien verlassen. In den letzten 8 Wochen waren wir in allen (zumindest im erweiterten, kulturellen Verständnis) skandinavischen Ländern:

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Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland.

Von Norderstedt, wo wir heute Quartier gefunden haben, geht es morgen weiter nach Bad Rodach (in der Nähe von Coburg). Hier machen wir Station bei Eva (und Thomas, der leider nicht da sein wird) in der Hirschmühle – die beiden haben wir auf der MS Vesterålen kennengelernt.

Hirschmühle

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Um neun Uhr sind wir bereits wieder unterwegs.Und es ist gut, dass wir so früh losfahren: So kommen wir ohne Verkehr durch Hamburg und – das hören wir dann im Radio – alle Verkehrsbehinderungen, die heute auf unserer Strecke liegen, passieren hinter uns.

In Thüringen kürzen wir wegetechnisch ab und fahren ein Stückchen über Land.

Begleitet werden wir von gutem Wetter und tollen Wolken.

Nach 600 km erreichen wir die Hirschmühle in Bad Rodach und werden von Evas Mutter herzlichst begrüßt. Der Hof oder besser: das Anwesen ist ein wunderschönes Ensemble aus schönen, ca. 500 Jahre alten Fachwerkgebäuden mit einladendem Hof und Garten.

Bald ist auch Eva da und wir gehen gemeinsam zum Abendessen und verbringen einen sehr schönen Abend mit gegenseitigem Erzählen, was wir jeweils sonst so in Norwegen werlebt haben (kennengelernt haben wir uns ja auf der MS Vesterålen).

Schade ist nur, dass Thomas nicht dabei sein kann. Aber wir waren sicher ht zum letzten Mal in der Hirschmühle: Zum Einen wegen Eva & Thomas, zum Anderen wegen der tollen Kurven zum Motorradfahren – auch dass haben wir auf den letzten Stück Weg hierher schon festgestellt.

Zu Hause (fast)

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Nach einem schönen Frühstück unter dem großen Nussbaum der Hirschmühle machen wir uns auf den Weg. Da wir noch in Sachen Camping(ausbau) unseres Sprinters schauen wollen, gibt es einen größeren Umweg über Egelsbach bei Frankfurt. 

Leider hat sich das nicht wirklich rentiert, der „Megastore“ ist eher eine Rumpelkammer – schade. Dafür erwischt uns von dort das sommerliche Baustellengemenge auf den Autobahnen, sodass wir ein großes, aber dafür langsames Stück des Weges über die Dörfer zuckeln. Aber wir fahren (und stehen nicht), die Landschaft ist durchaus sehenswert (insbesondere) die Weinberge am Neckar und die heißen Temperaturen sind Dank Klimaanlage erträglich (aber eigentlich wollen wir – nicht nur diesbezüglich – wieder zurück ins angenehm kühle Norwegen.

Aufgrund dieser Umwege ist es 21 Uhr, als wir unseren Sprinter vor unserer Garage in der Borstei parken. Und bevor wir nach oben gehen, gibt es erst noch ein frisches Bier beim Dietrich von Bern. 

Morgen werden wir dann Alles auspacken und uns gaaaanz laaaangsam wieder ins normale Leben eingrooven.