Mit den Hurtigruten und unseren Motorrädern durch Norwegen

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Zu unserem 50. Geburts­tag gönnen wir uns ein beson­de­res Erleb­nis: Wir werden mit den Hur­tig­ru­ten die nor­we­gi­schen Fjorde vom Schiff aus erleben, das Nordkap umrun­den und dann die Fjorde noch­mals ent­lang­fah­ren — mit unseren Motor­rä­dern.

Die Ideen dazu enstand schon 2014, die Buchung für die Schiffs­pas­sa­ge und die Mit­nah­me der Motor­rä­der haben wir bereits im April 2015 gebucht. Jetzt, im Herbst 2015, begin­nen wir mit der Detail­pla­nung für diesen Trip, den wir auf ca. 8 Wochen Dauer aus­ge­legt haben.

Die Planung wird konkret

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Gestern haben wir ein­ge­kauft und seit heute hängt bei uns im Flur Nor­we­gen im Maßstab 1:750.000 an der Wand und die ersten Fähn­chen sind gesteckt.

planungskarte

Hier werden wir nun Fähr­hä­fen, an denen wir los­fah­ren, ankom­men oder zu einem Ausflug aus­stei­gen, sowie die Orte die wir sehen wollen, aber auch Tank­stel­len, Geld­au­to­ma­ten, Werk­stät­ten oder Über­nach­tungs­mög­lich­kei­ten mar­kie­ren. Ziel ist es, die 9 Wochen Urlaub inkl. An- und Abreise nach Nor­we­gen unter Berück­sich­ti­gung der Passage mit den Hur­tig­ru­ten so zu bewer­ten, dass wir Alles sehen können, was uns inter­es­siert. Nicht, dass wir am Anfang zu langsam oder zu schnell sind, sodass wir das Gefühl haben, etwas ver­passt zu haben oder uns die Zeit ausgeht, noch gewünsch­te Orte und Sehens­wür­dig­kei­ten zu besu­chen.

Nur noch wenige Tage…

… und es geht los.

planungDie Planung ist soweit abge­schlos­sen, ver­gan­ge­nes Wochen­en­de haben wir das Motor­rad­hand­ling mit unserem Sprin­ter (be- und ent­la­den, ancam­pen) aus­pro­biert und die neuen Reifen unserer Bikes ein­ge­fah­ren. Kom­men­des Wochen­en­de wird soweit wie möglich vor­ge­packt und die letzten Vor­be­rei­tun­gen getrof­fen.

 

Gepackt, gestyled und unterwegs

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Unseren Sprin­ter zu beladen lief wie am Schnür­chen. Bikes, Kisten mit den Motor­rad­kla­mot­ten, Luft­bett und Schlaf­sä­cke für den Start­cam­ping­platz in Däne­mark und die Motor­rad­kof­fer und -taschen waren in Rekord­zeit ver­staut.

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Und unser Urlaubs­sty­ling hatten wir ja schon am Vor­abend durch­ge­führt.

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Also sind wir wie geplant mittags los­be­kom­men und bis Laubach (kurz vor Hann.Münden) gefah­ren, wo wir ein ordent­li­ches Zimmer in einer Früh­stücks­pen­si­on gefun­den.

Morgen früh geht’s weiter. Wenn wir gut durch­kom­men bis auf den Start­cam­ping­platz in Däne­mark.

Lundø

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Wir haben es geschafft: Wir sind am Cam­ping­platz Lundø ange­kom­men — einen Tag früher als not­wen­dig.

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Das bedeu­tet: Wir haben den mor­gi­gen Sonntag zum Aus­schla­fen, Relaxen und um final die Bikes und das Gepäck vor­zu­be­rei­ten. Montag geht es dann von hier auf jeweils zwei Rädern end­gül­tig los.

Und den heu­ti­gen Abend genie­ßen wir mit däni­schem ..
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Faul

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Relativ lange geschla­fen, aus­gie­big gefrüh­stückt und nach dem finalen Check der Motor­rad-Reise-Aus­rüs­tung haben wir einen aus­gie­bi­gen Strand­spa­zier­gang gemacht, den wir uns mit gutem däni­schem Eis belohnt haben.

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Den Rest des Tages ver­brin­gen wir faul am Bus (Kaf­fee­ko­chen gehört dazu) mit Blick auf den Limfjord.

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Heute Abend gönnen wir uns das wahr­schein­li­ch letzte Bier für einige Zeit (in Nor­we­gen ist Alkohol kaum bezahl­bar).
Morgen geht es dann nach Hirts­hals, wo wir mit der Schnell­fäh­re nach Nor­we­gen über­set­zen werden.

Norwegen!

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Wir sind da!
Heute morgen haben wir die Bikes gepackt, den Sprin­ter bei den super netten Wirten des Lundø Camping & Grill am Pri­vat­haus geparkt und dann 170 km zur Schnell­fäh­re Hirts­hals — Kris­ti­an­sand gefah­ren.

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Natür­li­ch hatten wir aus­rei­chend Puffer ein­ge­plant. So hatten wir noch genug Zeit im Fischer­ha­fen von Hirts­hals einen Fis­ke­tel­ler zu Essen, bevor wir unsere Bikes auf die Fähre gefah­ren und selber ver­zurrt haben.

In Kris­ti­an­sand hatten wir das Hotel­zim­mer bereits von zu Hause aus gebucht: Nur drei Kurven vom Hafen und wir haben ein ordent­li­ches Zimmer einem — sagen wir — hoch­wer­ti­gen Hostel bezogen.

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Nach einem Spa­zier­gang zum Aus­damp­fen geht es nun ins Bett. In zwei Tagen geht die MS Ves­terå­len in Bergen los.

Die ersten Eindrücke

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Der Tag beginnt mit dem Wecker und Regen. Aber nach dem Früh­stück mit Kaffee wie in Finn­land (Wie lange steht der schon auf der Wär­me­plat­te?) hat es auf­ge­hört und wir fahren 270 km bei immer bes­se­rem Wetter nach Sta­van­ger.

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Die Land­schaft ist schon auf dieser Strecke groß­ar­tig und wir kommen an vielen Seen, Flüssen, Was­ser­fäl­len und unter­schied­lichs­ten Berg­for­ma­tio­nen vorbei: von großen und noch grö­ße­ren Steinen bis zu alpin anmu­ten­den Erhe­bun­gen ist alles dabei.

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Und in Sta­van­ger finden wir ein ordent­li­ches Gäs­te­haus mitten im Sentrum (ja, so schreibt man das hier) nur wenige Geh­mi­nu­ten von Gamle Sta­van­ger und der Hafen­zei­le ent­fernt.

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Mit strah­len­dem Son­nen­schein beenden wir den Tag und freuen uns auf die morgige Etappe nach Bergen: Ein­schif­fen!

Wer genau wissen will, welche Wege wir genom­men haben, kann in die Rubrik Rei­se­rou­te schauen. Die ersten beiden Bik­eta­ge sind dort schon abruf­bar.

Über das Meer und unten drunter durch

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Der Wet­ter­gott sieht es, wenn Engel reisen: Wol­ken­los bei strah­len­der Sonne errei­chen wir Bergen, die mit 250 Jah­res­re­gen­ta­gen die “nas­ses­te” Stadt Europas.
Der Weg dorthin ist abwechs­lungs­reich.

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Die beiden Fähr­pas­sa­gen — Islandhop­ping gehört hier zum Weg dazu — sind unge­fähr genau so lang, wie die in Summe fast 25 km Tunnel (zwei davon mit 8 km Länge und einem tiefs­ten Punkt von ca. 260 m unter dem Mee­res­spie­gel.
Der  Weg an sich geht — darum die Fähren und Tunnel — über die vielen Inseln entlang der nor­we­gi­schen Süd­west­küs­te.

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Und immer wieder sehen wir im Osten schnee­be­deck­te Berge.

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Ach ja, der Lachs, den Henrik heute zum Früh­stück hatte, stammt wahr­schein­li­ch aus einer der Lachs-Farmen, die wir entlang der Küste immer wieder ent­deckt haben.

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Jetzt stehen wir am Hur­tig­ru­ten-Ter­mi­nal in Bergen, haben unser Board-Gepäck und uns schon ein­ge­checkt und warten darauf die Bikes auf das Schiff fahren zu dürfen.

Wie es dort ist…morgen!

1. Tag auf See

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Wir haben gelernt, dass wir keine Kreuz­fahrt machen, sondern eine See­rei­se: da die Hur­tig­ru­ten Fracht trans­por­tie­ren — so wie unsere Bikes — und Pas­sa­gie­re mit­neh­men.
Daher fährt unser Schiff immer pünkt­li­ch und wir sind gespannt, ob es immer allen Land­gän­gern recht­zei­tig zurück an Bord gelingt.

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Unser erster Land­gang ist heute in Ålesund, einer Stadt im Jugend­stil aus den Anfän­gen des 20. Jahr­hun­derts.

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Von dem über 418 Stufen erreich­ba­ren Aus­sichts­punkt haben wir einen gigan­ti­schen Blick über die Umge­bung…

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… und die fast 2.000 m hohen, noch schnee­be­deck­ten Berge.

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Auch auf der Schiffs­rou­te zeigen sich immer wieder diese bis direkt ans Meer rei­chen­den alpinen Berge.

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Und den Schwes­ter­schif­fen begeg­net man natür­li­ch auf der See­rei­se eben­falls.

Zum Abend­es­sen geht es wieder über eine offene See­pas­sa­ge (meis­tens fährt die MS Ves­terå­len in ruhigen Gewäs­sern zwi­schen Inseln durch). Das offene Meer hatten wir beim Früh­stück schon, was einigen Pas­sa­gie­ren ob des See­gangs mehr oder weniger Pro­ble­me berei­tet hat (Henrik hat es auch nur mit einer Rei­se­ta­blet­te gut über­stan­den).
Beim Abend­es­sen sind wir schon see­fes­ter und können gutes Essen genie­ßen.

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Den Tag beschlie­ßen wir mit einem Abend­spa­zier­gang in Kris­ti­an­sand — von 22:30 — 23:00 Uhr!

2. Tag: Frühstück in Trondheim

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Wir haben bestens geschla­fen und sind am Kai in Trond­heim auf­ge­wacht. Nach einem aus­gie­bi­gen und heute ent­spann­ten Früh­stück (die ner­vi­gen Mit­rei­sen­den mussten nämlich schon früh zum Aus­flugs­pro­gramm), schlen­dern auch wir 1 1/2 Stunden durch Trond­heim.

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Ein anspre­chen­de Stadt — gut zu wissen, dass wir auf der Rück­tour mit den Motor­rä­dern hier wieder vor­bei­kom­men und dann genug Zeit haben, die Stadt zu erkun­den.

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Um 12 Uhr stechen wir wieder in See und für heute ist nur noch ein kurzer Stopp in Rørvik geplant — während unseres Abend­es­sens.

Aber der Weg heute geht entlang schöner Küs­ten­ab­schnit­te und wir genie­ßen die herr­li­che Land­schaft bei bestem Wetter von Deck aus.

Kje­ungsk­jær Fyr (1880):
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Stokks­un­det:
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Kabine:
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Gute Nacht!

Kurze Nacht

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Das mit der guten Nacht hat sich dann doch noch auf kurz nach Mit­ter­nacht ver­scho­ben.

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Neben einem gigan­ti­schen Son­nen­un­ter­gang haben wir noch gewar­tet, bis unser Schiff am Tor­ghat­ten, dem Berg mit dem Loch, vor­bei­ge­fah­ren ist. 

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Morgen — nein, heute früh — pas­sie­ren wir dann den Polar­kreis und die Sonne wird dann erstein­mal nicht mehr unter­ge­hen.

3. Tag auf See: Schlaf und ein besonderes Highlight

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Nachdem uns am Vor­abend das Loch im Berg spät ins Bett gebracht hat, haben wir heute — nach der Polar­t­au­fe und dem Mit­tag­es­sen — während der offenen See­stre­cke Vestfjor­den einen aus­gie­bi­gen Mit­tags­schlaf gemacht. 

Recht­zei­tig vor dem Stop in Stamsund, der ersten Station auf den Lofoten, sind wir wieder an Deck

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und nutzen den 30-Minuten-Auf­ent­halt um uns kurz die Beine zu ver­tre­ten.

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Wun­der­schön ist dieser kurze Blick und wir freuen uns, dass wir mit den Bikes — und aus­rei­chend Zeit — hier auf dem Rückweg wieder vor­bei­kom­men werden.

Und auch Svolvær ist eine nette kleine Stadt, mit einem (teuren) Hotel im Wikin­ger-Stil
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und Stock­fi­sch-Pro­duk­ti­on am Hafen.
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Und dann, wieder spät in der hellen Nacht das High­light: Wir fahren in den Trollfjord. Nur 2 km ist der Sei­ten­arm des Rafts­un­det — aber mit seinen bis zu 1.000 Meter hohen fast senk­rech­ten Wänden ist er welt­be­rühmt.

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5. Tag auf See: Nordkapp und Barentssee

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Heute ist aus­gie­bi­ges Früh­stück ange­sagt: Da wir nicht um 10:30 Uhr — keine 2 Stunden nach dem Früh­stück — zum Lunsj gehen wollen, fällt dieses heute aus. Denn es geht zum Nord­kapp (mit 2p in der nor­we­gi­schen Schreib­wei­se).

Die MS Ves­terå­len legt in Hon­nings­våg an und mit dem Bus geht es dann 25 km zum Nord­kapp.
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Die Insel Magerøya trägt ihren Namen zu Recht.
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Trotz­dem ist die Land­schaft der Insel mit der “magere” Tund­ra­ve­ge­ta­ti­on sehr schön und ca. 5.000 Ren­tie­re
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— alle im Besitz sami­scher Züchter — fühlen sich hier in den Som­mer­mo­na­ten wohl.

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Das Nord­kapp selber — 71°10′16″ N — ist eher unspek­ta­ku­lär. Trotz­dem muss man hier gewesen sein und die 90 Minuten Auf­ent­halt ver­ge­hen schnell.
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Wir stechen wieder in See und fahren weiter in das öst­li­che Polar­meer, die Barents­see.

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Vorbei geht es an Finnk­jer­ka, der “ele­gan­tes­ten” Klippe Nor­we­gens. Sie sieht aus wie eine Kirchen(Kjerka)ruine und war früher eine Opfer­stät­te der Sami.

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Kurz vor Kjøll­ef­jord bekom­men wir Besuch an Bord: Ein Fischer erzählt voller Enthu­si­as­mus von der Eis­meer­fi­sche­rei und lässt uns Seetang und fri­schen, rohen Dorsch pro­bie­ren.
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Und er erzählt auch, dass der Fisch zu 100% ver­wer­tet wird. Auch die Fisch­köp­fe werden nach drei­mo­na­ti­ger Luft­trock­nung in Afrika wei­ter­ver­ar­bei­tet.
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Für uns geht weiter nach Kir­ke­nes nahe der rus­si­schen Grenze, dem öst­lichs­ten Punkt unsere See­rei­se. Dort kehren wir morgen um, um am Mitt­wo­ch in Ham­mer­fest von Bord zu gehen

6. Tag auf See: Kirkenes und Weg zurück

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Heute ist unser letzter voller Tag auf der Hur­tig­ru­te. Er beginnt in Kir­ke­nes, dem öst­lichs­ten Punkt unserer Reise.

Kir­ke­nes ist ein unspek­ta­ku­lä­rer Ort, nahe der rus­si­schen Grenze — was sich in 2spra­chi­gen Stra­ßen­na­men und ein­deu­ti­gen Weg­wei­sern mani­fes­tiert.

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Ansons­ten gibt es nicht viel über Kir­ke­nes zu sagen, aller­dings ist der Blick vom Hafen toll.

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Von hier fährt die MS Ves­terå­len wieder zurück in in Rich­tung Bergen. Und diesmal zeit­li­ch so ver­setzt, dass i.d.R. die Orte, die auf der Hin­rei­se nachts ange­fah­ren wurden, nun tags­über auf den Besich­ti­gungs­pro­gramm stehen.

So sind wir heute auch kurz in Vardø aus­ge­stie­gen.

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Einen Ort, wie man sich typi­sche Orte am Nor­den­de Europas am Eismeer vor­stellt.

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Hier gibt es das nörd­lichs­te Fort Europas aus dem 18. Jahr­hun­dert, dass noch bis zur Beset­zung Nor­we­gens durch die deut­sche Wehr­macht 1940 eine Rolle gespielt hat.

Morgen sind wir kurz vor Mittag in Ham­mer­fest. Dort steigen wir aus und starten unsere indi­vi­du­el­le und vor Allem selbst­be­stimm­te Nor­we­gen-Tour.

Motorrad-Fahren

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Wir wachen auf und … sind in Hon­nings­våg und nicht auf dem Weg nach Ham­mer­fest.

Beim Öffnen der Lade­lu­ke ist ein Stahl­seil geris­sen und so sitzt die MS Ves­terå­len erstein­mal hier fest. Und da sich die Repa­ra­tur zieht, bekom­men wir die Nach­richt, dass Ham­mer­fest, um auf­zu­ho­len, gar­nicht mehr ange­fah­ren wird, sondern der nächste Stop erst in Tromsø sein wird. Wir beschlie­ßen daher hier, 25 km südlich des  Nord­kapp aus­zu­stei­gen, was kurz vor 11 Uhr — die Lade­lu­ke durch die auch wir mit unseren Bikes raus müssen ist soweit wieder repa­riert.

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Also fahren wir auf eigener Achse von hier gen Süden (und lassen Ham­mer­fest rechts liegen). Unser Weg geht entlang des Por­s­ang­erf­jords — etwas kühl, aber die groß­ar­ti­ge Land­schaft ent­schä­digt dafür.

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Am süd­lichs­ten Punkt des Fjords fahren wir noch weiter bis Sko­gan­var­re,
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wo wir eine nette kleine Mökki bekom­men.
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Ja, Ihr habt richtig gelesen “Mökki” ist Hütte auf Fin­ni­sch — oder eben auch auf samisch. Wir sind nämlich in der Finn­mark (nörd­lichs­te Provinz Nor­we­gens) unter­wegs, die einen hohen Bevöl­ke­rungs­an­teil von Sami hat. Und deren Sprache ist nah mit dem fin­ni­schen ver­wandt.

Zum Abend­es­sen genie­ßen wir — nach den opu­len­ten Kuli­na­ria auf den Schiff — eine ein­fa­che nor­di­sche Brot­zeit. Und zur Feier des Tages !Wir sind nun mit den Motor­rä­dern unter­wegs! auch ein Bier.

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Der Tag klingt aus mit der Mit­ter­nachts­son­ne, denn hier geht die Sonne die nächs­ten Wochen nicht unter.

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Schock in Karasjok

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Wir haben gut in unserer Mökki geschla­fen und machen uns auf ins Kern­land der Sami. Die weite Land­schaft ist groß­ar­tig und erin­nert zeit­wei­se an ame­ri­ka­ni­sche High­ways nahe der Rocky Moun­ta­ins.

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Aber bei diesem Foto­s­top pas­siert es: Beim Auf­stei­gen aufs Motor­rad rutscht Chris­tia­ne aus und ver­dreht sich das Knie.

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Mit einem Krachen im Knie und einem lauten Auf­schrei stürzt Chris­tia­ne auf den Rücken — Schock!

Erste “glück­li­che” Fest­stel­lung: Der Sturz pas­siert in voller Motor­rad­mon­tour inkl. Helm. Es ist also an Kopf, Rücken und Armen nicht pas­siert.

Zweite “schlim­me” Fest­stel­lung: Das Knie tut höl­li­sch weh, Chris­tia­ne kann kaum auf­tre­ten — als die denn wieder steht. Bän­der­riss? Das Ende des gerade begon­nen Motor­rad­ur­laubs?
Wir ban­da­gie­ren das Knie, irgend­wie schafft es Chris­tia­ne auf ihr Motor­rad und wir schaf­fen die 15 km bis Karas­jok. Glück­li­cher­wei­se haben die hier ein Hos­pi­tal.

Dritte “da-fällt-ein-Stein-vom-Herzen” Fest­stel­lung: Die Bänder sind nicht geris­sen und Knochen sind auch nicht kaputt!
Mit Leih­krü­cken, einer Knie­ban­da­ge und “Dope” checken wir also im Scandic-Hotel Karas­jok ein. 

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Hier werden wir zwei Nächte bleiben, um das Knie zu schonen und die Gele­gen­heit nutzen im nebenan lie­gen­den Sámpi Park die sami­sche Kultur zu erkun­den.

Vierte “geht-schon” Fest­stel­lung: Die wenigen Kilo­me­ter, die Chris­tia­ne mit dem lädier­ten Knie gefah­ren ist, waren ganz ok und vor Allem nicht knie­be­las­tend. Wenn sie also erstmal auf dem Bike sitzt, dann kann sie auch fahren.

Der Urlaub geht also weiter!

Bures boahtin — Sápmi

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Will­kom­men!

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ist der sami­sche Name für das Sied­lungs­ge­biet, den Kul­tur­raum der Samen, einem indi­ge­nen Volk im Norden Fen­nos­kan­di­na­vi­ens. Mehr hier bei Wiki­pe­dia.

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Und wir sind mit­ten­drin. Direkt hier neben dem Hotel ist der Sápmi-Park, in dem die Welt der Lappen gezeigt wird — sowohl die Ver­gan­gen­heit, als auch die Gegen­wart. (Nachdem der Sápmi-Park den Begriff “Lappen” ver­wen­det, scheint er also absolut korrekt und nicht her­ab­wür­di­gend zu sein.)

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Neben einer sehr beein­dru­cken­den mul­ti­me­dia­len Prä­sen­ta­ti­on sind hier auch die “Gebäude” und Lebens­wel­ten der Samen dar­ge­stellt.

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Und auch die Ren­tie­re kommen nicht zu kurz, die den Lebens­mit­tel­punkt der Sami dar­stel­len und das in Form eines weißen Ren­tie­res den Ursprung der Welt in der sami­schen Mytho­lo­gie begrün­det.

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Und nun zu uns: Chris­tia­nes Knie ist zwar geschwol­len, aber sie kann fest auf­tre­ten und das Bein voll belas­ten. Mit der Bandage, die die seit­li­chen Bänder stützt geht es heute schon wieder ziem­li­ch gut. Wir haben uns daher ent­schie­den, morgen weiter zu fahren. Und wenn es ein Boot zum 3-Län­der­eck Nor­we­gen-Finn­land-Schwe­den gibt, dann kann sogar dieser Plan umge­setzt werden — wir werden sehen.

So… für uns geht es nun erstmal in die Sauna.

Tervetuloa Suomi

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Wir sind wieder unter­wegs. Chris­tia­nes Knie ist soweit wieder stabil, dass wir fahren können und es geht wirk­li­ch gut.

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Bei wech­sel­haf­ten Wetter geht es heute 210 km von Karas­jok über Kau­to­k­eino nach Enon­te­kiö.

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Dabei haben wir — so ist das mit dem Wetter zu ver­ste­hen — zwi­schen 7° und Son­nen­schein bis zu 1,5° und Grau­pel­schau­er.

Und auf der Straße haben wir mal totale Ein­sam­keit,
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aber auch — wir sind hier im Zucht­kern­ge­biet — Ren­tie­re, die von Fahr­zeu­gen unbe­ein­druckt die Fahr­bahn über­que­ren.
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Und dann pas­siert es: Ter­vetu­loa Suomi — Will­kom­men in Finn­land! Enon­te­kiö ist in Finn­land und unser Weg zurück zu den nor­we­gi­schen Fjorden führt hier lang.

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Wir steigen in einem netten Hotel ab, genie­ßen zum Auf­wär­men die Sauna und zum Abend­es­sen — Kon­trast­pro­gramm zu den letzten beiden Abenden — Burger in einem Grilli um die Ecke.

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Und zum Nach­ti­sch gibt es im Hotel für Henrik Kind­heits­er­in­ne­run­gen.

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Tunturi/Fjell

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Heute legen wir die bislang längste Etappe zurück — 340 km von Enon­te­kiö nach Tromsø.
Der Grund dafür ist die nied­ri­ge Tem­pe­ra­tur und die Erkennt­nis, dass wir für ein Boot zum Drei­län­der­eck noch zu früh in Jahr unter­wegs sind — tou­ris­ti­sch ist in Kil­pis­jär­vi noch nichts los. Und eine Wan­de­rung kommt mit Chris­tia­nes Knie nicht in Frage, auch wenn es sonst schon wieder ziem­li­ch gut damit geht.

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Der Weg dorthin führt durch das Tunturi oder nor­we­gi­sch Fjell — die baum­lo­se Hoch­ebe­ne, wenn man von den Krüp­pel­bir­ken absieht. Endlose Weite auf über 100 Kilo­me­tern und lange unmit­tel­bar entlang der schwe­di­schen Grenz­li­nie.

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Dort und dann wieder in Nor­we­gen hat es auch die höheren Berge, wenn auch wir — ohne es zu erken­nen — an der höchs­ten Stelle Finn­lands mit 1324 m.ü.d.M. vor­bei­kom­men. Der zuge­hö­ri­ge Berg ist aller­dings noch höher und gehört schon wieder zu Nor­we­gen.

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Kaum sind wir wieder dort — edie Grenze ist in paar Kilo­me­ter hinter Kil­pis­jär­vi — ange­kom­men, ändert sich die Land­schaft. Aus der weiten Land­schaft wird eine Alpine — mit ziem­li­ch viel fri­schem Schnee auf den Bergen.

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Neben der anhal­ten­den Kälte — in Finn­land waren es immer so um die 4°, in Nor­we­gen sind es immer­hin bis 6° — kommt jetzt der eine oder andere leich­ten Regen­schau­er dazu.

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Chris­tia­ne ist heil­froh, dass sie bei jedem Stop eine weitere Schicht Kla­mot­ten ange­zo­gen hat. Zum Schluß sind es 10 Lagen Klei­dung und Chris­tia­ne fühlt sich wie eine Mischung aus Gemü­se­zwie­bel und Miche­lin-Männ­chen. Trotz­dem ist uns saukalt und wir hoffen, dass heute die käl­tes­te Etappe unsere Reise ist.

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Auch in Tromsø ist das Wetter nicht schön, aber es hat immer­hin 8° “Wärme”.

Morgen geht es wieder an die Küste und in Rich­tung der Insel­grup­pen Ves­terå­len und Lofoten.

Vesterålen

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Heute sind wir von Tromsø wei­ter­ge­fah­ren mit dem Ziel die Ves­terå­len zu errei­chen, die Inseln vor den Lofoten.

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Dazu haben wir wieder gut 300 km zu bewäl­ti­gen. Und das, weil wir zum einen einige Fjorde umfah­ren müssen und zum anderen auch kur­ven­rei­che Wege wählen, die natür­li­ch auch etwas mehr Weg­stre­cke bedeu­ten.

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Dafür werden wir bei schönem Wetter von gigan­ti­schen Pan­ora­men belohnt 

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und ent­de­cken sicher den einen oder anderen Blick, denn wir auf schnel­le­rem Weg nicht hätten nehmen können.

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Nur, dass wir unter­wegs keine Mög­lich­keit finden einen Kaffee zu trinken und dass sich gegen Ende das Wetter etwas ein­trübt, ist ein kleiner Wer­muts­trop­fen auf der Fahrt.

Da ist es schon schlim­mer, dass wir am Ziel auf den Ves­terå­len in Har­stadt kein Hotel­zim­mer bekom­men Eigent­li­ch würden wir hier gerne zwei Tage ver­brin­gen: um aus­zu­ru­hen und das für morgen ange­sag­te, schlech­te Wetter aus­zu­trick­sen. Leider bekom­men wir nur ein ein­fa­ches, nicht all zu tolles Zimmer ohne Früh­stück in einer Pensjon, die eher ein Arbei­ter­wohn­heim denn eine tou­ris­ti­sche Unter­kunft ist.
So wird es für morgen doch heißen: Wei­ter­fah­ren.

Nass…

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Wir haben in dem Pens­jo­nat erstaun­li­ch gut geschla­fen. Und während wir die Bikes bepa­cken regnet es auch nicht.

Also sind wir gegen halb 10 Uhr los, erst zum Tanken und dann zum Früh­stück. Wir haben bei den Bake­rin­nen in Har­stadt ein her­vor­ra­gen­des Früh­stück bekom­men — frisch geba­cke­nes Brot, selbst­ge­mach­te Mar­me­la­de, bester Kaffee. Das hätte ein Pens­jo­nat nie leisten können.

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Bis zur Fähre, die uns über den Gulles­fjord bringt, ist das Wetter trüb, aber trocken.

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Aber auf der anderen Seite geht es dann los mit dem Regen. 

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Das ist sehr schade. Nicht nur, dass wir nass werden, auch die beein­dru­cken­de Land­schaft lässt sich so nur erahnen und wir sind fast froh um jeden Tunnel — da regnet es natur­ge­mäß nicht.

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Kurz nach zwei Uhr sind wir dann am Ziel: das Hostel in Kabel­våg auf den Lofoten. Das Zimmer ist zwar mit Gemein­schafts­bad, aber das ist hier kein Problem, denn Alles hier ist freund­li­ch und sauber.

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Wir nutzen zuerst — zum Auf­wär­men — die Sauna: Eine kleine Holz­hüt­te direkt am Hafen­be­cken
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mit Holz­ofen und Wasser aus Kübeln — wun­der­bar!

Danach wird Wäsche gewa­schen (hier gibt es eine Wasch­ma­schine) und während wir darauf warten, die Wäsche auf­hän­gen zu können, betreibt Henrik das all­täg­li­che Foto­da­ten-Sichten und -Sichern (große Kamera, zwei Motor­rad­ka­me­ras und Han­dy­ka­me­ra).

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Neben­her ent­schlie­ßen wir uns, nicht nur zwei, sondern vier Nächte hier zu ver­brin­gen (danke an die Rezep­ti­on, dass das geht). Morgen werden wir faul sein und wenn nach­mit­tags das Wetter besser wird, werden wir viel­leicht in das nahe­ge­le­ge­ne Svolvær fahren, Don­ners­tag planen wir eine Tages­tour nach Å zur Süd-West-Spitze der Lofoten. Und für Freitag… wer weiß.

Magic Ice in Svolvær

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Hef­ti­ger Regen und guter Wind sagen in der Früh guten Morgen. Und wir sind froh, dass wir heute nicht fahren müssen.

So nutzen wir die Zeit bis Mittag den Blog mit der aktu­el­len Rei­se­rou­te und den ersten Bil­der­samm­lun­gen in der Bil­der­ga­le­rie zu erwei­tern und bei unseren Bikes Öl zu prüfen und die Ketten zu ölen.

Nachdem es mittags dann trocken wird, machen wir uns auf den Weg zur Bus­hal­te­stel­le — vorbei an der Lofoten-Kathe­dra­le in Kabel­våg.

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Ziel ist das knapp 5 Kilo­me­ter ent­fern­te Svolvær, das wir bereits mit den Hur­tig­ru­ten ange­fah­ren hatten.
Zuerst besu­chen wir Magic Ice — eine Indoor-Eis­skulp­tu­ren-Austel­lung — sagen­haft.

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Die Eis­ge­bil­de sind über­le­bens­groß und das Eis ist teil­wei­se so klar wie Glas.
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Nach einem Kaffee — zum Auf­wär­men — spa­zie­ren wir weiter durch den Ort. Leider fängt es nun immer wieder zu regnen an.

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Trotz­dem habe wir tolle Ein­drü­cke der Insel- und Berg­welt der Lofoten rund um Svolvær.

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Und auch an die Tro­cken­fi­sch-Gestel­le kommen wir ganz nah ran.

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Nach dem Abend­es­sen — diesmal “chi­ne­si­sch” geht es mit dem Bus zurück zum Hostel. 

Und wenn der Wet­ter­be­richt hält, was er ver­spricht, dann machen wir morgen die Tages­tour nach Å und können viele tolle Fotos machen.

Vágar — die älteste Stadt im Norden

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Nachdem das Wetter hier immer ein paar Stunden der Vor­her­sa­ge hin­ter­her­läuft, haben wir die Motor­rad­tour nach Å auf morgen ver­scho­ben. Zu tief hängen die Wolken heute morgen noch in den Berg­gip­fel und letzte Tropfen fallen.

Daher haben wir uns ent­schie­den, das Lofot-Akva­riet (wenn man es laut liest, weiß man, was gemeint ist — wie bei vielen Schil­dern hier in Nor­we­gen) zu besu­chen.

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Ein kleines, aber feines Aqua­ri­um mit nahezu allen hier vor­kom­men­den Mee­res­be­woh­nern prä­sen­tiert sich in Fuß­ge­nä­he zu unserem Hostel in Stor­vågan.

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Dorsch (Torsk) ist hier ebenso zu sehen, wie Königs­krab­ben oder Robben und Otter.
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Das neben­lie­gen­de Museum, dass wir auch besu­chen, gibt einen guten Ein­bli­ck in die Kabeljau(Dorsch)Fischerei ab ca. 1800.

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Aber der Ort hier ist viel älter: Wir lernen, dass wir hier in der ältes­ten Stadt im Norden sind — in Vágar. Bereits zwi­schen 800‑1000 n. Chr. zu Zeiten der Wikin­ger ent­stand dieses erste städ­ti­sche Zentrum nörd­li­ch des Polar­krei­ses. Hier hatte der Stock­fisch­han­del mit dem christ­li­chen Europa seinen Ursprung.
Aus dem alten Ort Vágar sind die heu­ti­gen Orte Stor­vågan, Kabel­våg und Svolvær her­vor­ge­gan­gen.

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Reizüberflutung

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Es hat sich gelohnt: Heute ist es wol­ken­los und der per­fek­te Tag, die Tour zur Süd-West-Spitze der Lofoten nach Å zu fahren.
Hin und zurück sind es 255 km und wir brau­chen dafür 8 Stunden. Denn wir müssen oft zum foto­gra­fie­ren anhal­ten, her­vor­ra­gen­de Fisch­bur­ger essen und Kaffee trinken und Henrik genießt Zimt­ge­bä­ck dazu (das den fin­ni­schen Korvapuusti/Pulla sehr nahe kommt).

Ein­zi­ger Wer­muts­trop­fen ist, dass seit der regen­rei­chen Anfahrt vor drei Tagen unser Sprech­funk nicht funk­tio­niert … obwohl … autsch (Chris­tia­ne liest mit).

Die Land­schaft auf den Lofoten über­for­dert uns nahezu. So nehmen wir mit unseren Bike­ka­me­ras und der großen Kamera bei den Foto­s­tops fast 1.200 Bilder auf — mal sehen, wann wir die alle sichten können.

Für unsere werten Leser, hier fünf Bilder, die Euch hof­fent­li­ch einen Ein­druck unserer Reiz­über­flu­tung ver­mit­teln.

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Ach ja, den Sprech­funk haben wir dann nach der Tour im Hostel wieder hin­be­kom­men — ab morgen können wir wieder wie gewohnt und sinn­voll beim Fahren kom­mu­ni­zie­ren.

Von den Lofoten auf die Ofoten

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Das Wetter ist auch heute sagen­haft. Und so machen wir uns wieder auf den Weg und setzen unsere Reise fort.

100 Kilo­me­ter lang genie­ßen wir auch heute die Land­schaft der Lofoten — und sehen erst heute, wie mies das Wetter bei der Hin­fahrt war. Wir sehen Berge und Fjorde, die wir ver­gan­ge­nen Diens­tag nicht mal erahnen konnten.

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Bei Lødin­gen setzen wir mit der Fähre über auf die Ofoten. Das Meer, das wir hier über­fah­ren ist satt türkis. Wenn nicht die Tem­pe­ra­tu­ren und die schnee­be­deck­ten Berge wären, könnte das hier auch die Südsee sein.

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Apropos Tem­pe­ra­tu­ren: Heute ist der erste Tag, an dem wir durch­weg (außer in den Tunneln) zwei­stel­lig Grade haben. In der Sonne klet­tert das Motor­rad­ther­mo­me­ter sogar einmal bis 14°.

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Am ein­zi­gen Super­markt auf der Strecke kaufen wir ein und finden dann in Mørs­vik­botn eine Hytta auf einem Cam­ping­platz. Mit Terasse in der Sonne und Blick auf Fjord und Berge — schön!

Bodø

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Nachdem selbst­auf­ge­wärm­ten Fis­ke­bur­ger mit Grønsa­ker und Brød zum Abend­es­sen hatten, haben wir in der Hytta ganz gut geschla­fen und nach einem Früh­stück mit gutem (mit­ge­brach­ten) Tee und per­fek­tem Espres­so aus Henriks Hand­pres­so ver­las­sen wir den netten Cam­ping­platz.

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Es sind nur knapp 150 km bis Bodø, wo wir die nächs­ten zwei Tage ver­brin­gen werden.
Der Weg selber geht ent­we­der entlang der Fjorde zum Teil über kleine Straßen
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mit Kurven (das Bild ist extra für Stefan!) und heute durch beson­ders viele Tunnel (die zum Teil etliche Kilo­me­ter lang sind und oft schnur­ge­ra­de).
Fahr­tech­ni­sch ist das selten eine Her­aus­for­de­rung: Zuläs­si­ge Höchst­ge­schwin­dig­keit in Nor­we­gen ist 80 km/h. Da gibt es nur wenige Kurven, die nicht mit vmax gefah­ren werden können.

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In Bodø haben wir ein Hotel mitten im Sentrum und bereits den ersten Hafen­spa­zier­gang erle­digt.

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Und für morgen haben wir den Plan, uns hier den stärks­ten Mal­strom der Welt anzu­se­hen: Salts­trau­men.

Saltstraumen

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Heute wollen wir uns den stärks­ten Mal­strom der Welt anschau­en. Also machen wir uns nach dem Früh­stück auf den Weg zur Tou­rist­in­for­ma­ti­on.
Erste Info (anders als gestern): Die Boots­tou­ren zum Salts­trau­men starten hier erst in 10 Tagen 🙁 . Aber die Hur­tig­ru­ten orga­ni­sie­ren für ihre Pas­sa­gie­re eigene Touren. Die Damen der Tou­rist­in­for­ma­ti­on eru­ie­ren, ob da Plätze frei sind. Und tat­säch­li­ch, wir können kurz­fris­tig — sprich Start in 30 Minuten — teil­neh­men. Dazu aber die zweite Info: Es kostet nicht 70 €, sondern 115 € pro Person 🙁 🙁 . Das ist uns zu teuer (war es schon auf dem Schiff)!
Also zurück ins Hotel, Biker­kluft an und ab auf die Bikes — es sind nur 30 km bis zum Mal­strom und wir sind recht­zei­tig zum stärks­ten Augen­bli­ck da.

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Und es geht eine Brücke direkt über den Salts­trau­men: Einen bes­se­ren Blick hätten wir von den Booten (die auch gerade da sind) nicht gehabt.

Und für unsere Leser hier das kleine Video, dass wir gedreht haben.

Polarkreis

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Heute haben wir Alles, was Nor­we­gen zu bieten hat:

Mal­strom — Kurz nach dem Auf­bruch in Bodø fahren wir nochmal über den Salts­trau­men.

Berge mit und ohne Fjorde
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Was­ser­fäl­le
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Glet­scher — wir kommen aus einem Tunnel und werden über­rascht: Uns prä­sen­tiert sich die Svar­ti­sen-Glet­scher­zun­ge Engrab­re­en.
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Fähr­pas­sa­gen
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Und das Ganze bei Regen, Wind und strah­len­dem Son­nen­schein.

Gelan­det sind wir in Hilstad in einer Feri­en­woh­nung auf dem Cam­ping­platz “Polar­camp” keine 2 Kilo­me­ter südlich des Polar­krei­ses — den haben wir wieder mit dem Schiff, diesmal mit einer Fähre, pas­siert.

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Wie es morgen wei­ter­geht, haben wir noch nicht ent­schie­den — mal schauen…

Langer Tag

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Heute war ein langer Tag: Das liegt zum einen daran, dass wir es in der Früh gemüt­li­ch ange­fan­gen haben und wir dann — obwohl nur 240 km Weg­stre­cke — viel Zeit auf Fähren und mit dem Warten auf Selbige ver­bracht haben.

Darum gibt es die Weg­be­schrei­bung von heute erst morgen. Wir bleiben hier am Tor­ghat­ten (Ihr erin­nert Euch, der Berg mit dem Loch) zwei Nächte. 

Für heute daher nur ein Bild von der Aus­sicht vom Balkon unseres Apart­ments.

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Norwegens beeindruckenste Küstenstraße

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Wir haben aus­ge­schla­fen, was in einem Appar­te­ment, in dem wir selber für unser Früh­stück ver­ant­wort­li­ch sind, leich­ter geht, als im Hotel. Und da wir heute nicht so viel vor­ha­ben, kann sich Henrik inten­siv mit dem Blog beschäf­ti­gen (Bild­gale­rie, Rei­se­rou­te und Links sind aktua­li­siert) und der Bericht für gestern kann nach­ge­schrie­ben werden.

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Wir haben in der Früh bei traum­haf­ten Wetter und eben­sol­chem Aus­bli­ck auf dem Balkon gefrüh­stückt und sind dann wieder weiter gen Süden auf­ge­bro­chen (nachdem wir — leider — fest­stel­len mussten, dass der Polar­kreis weder zu Fuß noch sinn­voll per Bike zu errei­chen ist. Er ver­läuft nämlich ein paar hundert Meter vor der Nord­küs­te der Halb­in­sel, auf dem unser Cam­ping­platz liegt.)

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Wir fahren — wie schon gestern — auf der rv17, der beein­dru­ckens­ten (zumin­dest nach aktu­el­lem Stand) Küs­ten­stra­ße Nor­we­gens.

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Zwei der sechs Fähren, die auf der gut 650 km langen Strecke zwi­schen Bodø und Steinkjer die Ver­bin­dung sicher­stel­len, haben wir bereits am Diens­tag benutzt, heute sind es drei. Und diese drei kosten viel Zeit. Zum Einen fahren diese Fähren nicht im kon­ti­nu­ier­li­chen Pen­del­ver­kehr, zum Anderen sind die Stre­cken durch­aus länger. So warten wir in Summe über zwei Stunden auf die Fähren und sind auch gut 1,5 Stunden mit ihnen unter­wegs.

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Und auch die not­wen­di­gen Foto­s­tops entlang dieses Weges ver­län­gern die Fahrt­zeit. Dadurch wird dieser Fahrtag zeit­li­ch der bisher Längste unserer Reise.

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Und er führt uns auch über die bisher längste Brücke: Hel­ge­land­brü­cke bei Sand­ness­jøen über den Leir-Fjord mit 425 m Haupt­spann­brei­te.

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Wir sind gespannt, was die Küs­ten­stra­ße rv17 auf den letzten 250 Kilo­me­tern noch so bietet.

Durch den Berg

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Unser Apart­ment ist direkt unter­halb des Tor­ghat­ten — dem Berg mit dem Loch, den wir bereits vom Schiff aus gesehen haben.

Nicht nur deshalb ist klar (wir hatten das schon zu Hause geplant), dass wir das Loch erwan­dern müssen.

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Über Stock und ganz viel Stein geht es ca. 1 km den Berg hinauf. Was für ein toller Blick zurück.

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Und dann geht der Weg sogar durch das  Loch, das ver­mut­li­ch durch die Aus­spü­lung der Mee­res­bran­dung ent­stan­den ist, nachdem sich nach Abschmel­zung der Glet­scher der letzten Eiszeit der Erd­bo­den ange­ho­ben hat.

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Und auch der Blick auf aus der West­sei­te des Lochs ist gran­di­os.

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Chris­tia­ne hat die ganze Kra­xe­lei bestens gemeis­tert — wie eine Berg­zie­ge (mit Knie­or­the­se).

Ach ja, damit ihr die Größe des Lochs ein­schät­zen könnt:

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Es ist ca. 35 m hoch, rund und 160 m lang.

Eine Fähre mehr…

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… als gedacht ist es heute dann doch.

Wir ver­las­sen Tor­ghat­ten. Leider ist der Himmel ziem­li­ch grau (aber es bleibt den ganzen Tag trocken). Daher gibt es nur ein etwas trübes Abschieds­fo­to des Berges mit dem Loch.

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Wobei fest­zu­stel­len ist, dass das Loch von der Land­sei­te (= Foto) höher liegt und zur See­sei­te abfällt. Daher wäre es auch bei gutem Wetter nicht zu sehen) und darum konnten wir es vom Schiff so gut erken­nen).

Die rv17, der wir auch heute folgen, hat noch eine Fähre für uns auf Lager, die wir diesmal prak­ti­sch ohne War­te­zeit nehmen können. Das war also die 6te und letzte Fähre auf diesem Rei­se­ab­schnitt. Aber: falsch gedacht! Das Motor­rad­na­vi hat auf­grund der Einstellung“kurvenreiche Strecke” andere Pläne mit uns und schickt uns über feine, klei­ne­re Neben­stra­ßen und hat dann auch noch eine weitere Fähre in petto.

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Unser heu­ti­ges Ziel ist eine Hütte auf einem Cam­ping­platz bei Sjøågen, die wir kurz vor vier Uhr errei­chen (auch auf die zweite Fähre mussten wir nur wenige Minuten warten). Kurz noch für Abend­es­sen und Früh­stück ein­kau­fen und dann Tee/Espresso genie­ßen.

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Morgen schauen wir uns Fels­rit­zun­gen hier in der Nähe an, bevor es am Sonntag wei­ter­geht Rich­tung Trond­heim.

Felszeichnungen/-ritzungen

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50–80 km von unserer Cam­ping­hüt­te befin­det sich ein ca. 9x20 Kilo­me­ter großes Gebiet, in dem ins­ge­samt 43 Fund­or­te von Fels­rit­zun­gen bzw. -zeich­nun­gen zu finden, die von prä­his­to­ri­schen Men­schen von der jün­ge­ren Stein­zeit (4000 — 1800 v. Chr.) über die Bron­ze­zeit (1800 — 500 v. Chr.) bis in die vor­rö­mi­sche Eisen­zeit erstellt wurden. Zwei Stellen wollen wir uns heute ansehen.

Das Wetter ist leider ziem­li­ch trüb und es nieselt so vor sich hin. Ent­spre­chend aus­gie­big ist die Zeit, die wir mit Früh­stück und Online-Zeitung-lesen ver­brin­gen, bevor wir uns tat­säch­li­ch auf­raf­fen, die Biker­kla­mot­ten inkl. Regen­ja­cken und -hosen anzu­zie­hen und los­zu­fah­ren. Glück­li­cher­wei­se bleibt es aber während der ganzen Tour (immer­hin knapp 160 km) bei einen Mix aus Nie­sel­re­gen, ab und zu ein leich­ter Schauer und tro­cke­nen Abschnit­ten.

Unser erstes Ziel ist der Barda­ler Hof. 

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Hier gibt es ein großes Stein­feld mit Motiven aus unter­schied­li­chen Epochen.

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So sind die (Beute-)Tiermotive aus der jün­ge­ren Stein­zeit. Die Boote dürften aus der Zeit um 350 v. Chr. stammen, die senk­rech­ten Striche deuten die Besat­zungs­stär­ke an — hier gibt es Fels­zeich­nun­gen, die auf Boote mit bis zu 70 Mann Besat­zung hin­wei­sen.

Der zweite Fundort, den wir uns anschau­en ist Bølar­ei­nen. Diese Fels­rit­zun­gen, von denen wir leider zwei trotz Hin­weis­ta­fel nicht ent­de­cken (so sehr sind diese schon ver­wit­tert durch u.A. den zum Teil darüber flie­ßen­den Bach), 

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stammen aus der älteren Stein­zeit. So soll das gut zu erken­nen­de Rentier, das in Lebens­grö­ße abge­bil­det ist, ca. 6000 Jahre alt sein.

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Aller­dings kann diese per­fek­te Dar­stel­lung und der gute Erhalt, zumal im Ver­gleich zu den andere Motiven, auch zu berech­tig­ten Zwei­feln über das Alter ver­lei­ten. Henrik zwei­felt da auch ein wenig.

Abschlie­ßend machen wir noch eine kleine Wan­de­rung entlang des hier zusätz­li­ch ange­leg­ten Natur­lehr­pfads und werden mit einer tollen Aus­sicht belohnt.

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Was jedoch unbe­dingt anzu­mer­ken ist: Wandern in voller Motor­rad­kluft inkl. Regen­kla­mot­ten (nur die Helme haben wir bei den Bikes gelas­sen) ist nur bedingt zu emp­feh­len. Jedoch: Bezüg­li­ch der Menge an Schweiß, die das treibt, kann man sich zumin­dest die Sauna sparen, weil warm ist das auch.

Morgen fahren wir weiter nach Trond­heim. Und auf­grund des Wet­ter­be­richts erwar­ten wir eine nasse Fahrt…

Doch nicht so nass

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Heute Nacht hat es gereg­net und in der Früh fieselt es so vor sich hin. Aller­dings nur so wenig, dass wir unsere Bikes nahezu trocken bepa­cken können und nicht schon liter­wei­se Wasser ein­pa­cken.

Trotz­dem scheint es eine nasse Fahrt zu werden, auf den ersten Kilo­me­tern regnet es immer wieder und der Blick nach vorne ver­heißt nichts Gutes. Aber nach 25 km biegen wir rechts ab, um nicht die E6 fahren zu müssen — was für eine gute Ent­schei­dung (Es ist immer gut auf Chris­tia­ne zu hören).

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Jetzt ist es in Fahrt­rich­tung heller und wir sehen sogar zwei Flecken blauen Himmels. Und es kommt noch besser: Entlang des Beit­stad-Fjords ist die Straße meis­tens trocken.

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Und die Land­schaft — mal wieder — anders als bisher, aber toll. Wir fahren eine schmale Küs­ten­stra­ße und werden über lange Weg­stre­cken von pracht­voll blü­hen­den Blumen beglei­tet.

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Wir können ver­ste­hen, warum entlang dieser Straße so viel (Sommer?)Häuser stehen.

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Erst knapp 50 km vor Trond­heim fängt es dann wieder an zu regnen, die Was­ser­men­ge hält sich aber in Grenzen.
Und auch bei der Fähre haben wir Glück: Es warten mehr Autos, als die Fähre Kapa­zi­tät hat (und es gehen eine Menge Fahr­zeu­ge auf dieses Schiff). Wir mit unseren Bikes dürfen, obwohl noch Autos vor uns warten, die letzten beiden Lücken auf der Fähre nutzen und müssen nicht auf das nächste Schiff warten (Es hat halt auch hier Vor­tei­le, wenn man schmal ist).

Nach einer heißen Dusche — ohne Sonne ist es halt doch nicht so warm — spa­zie­ren wir nun durch Trond­heim (trotz der paar Regen­trop­fen, die hier fallen).

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Der erste echte Sommertag

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Als hätten die Nor­we­ger es schon lange gewusst: Am 20. Juni beginnt hier die Saison und es ist tat­säch­li­ch der erste echte Som­mer­tag.

Bei strah­len­dem Son­nen­schein fahren wir heute von Trond­heim nach Sunn­dal­søra.

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Die Wiesen und damit auch die vielen Blumen stehen in voller Blüte. Das Ther­mo­me­ter an Henriks Motor­rad zeigt heute bis zu 23,5°C an!

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Der Blick über das Land ist fast unend­li­ch weit und das Wasser der Fjorde tief­blau.

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Dabei sehen wir auch regel­mäs­sig die hier in Nor­we­gen übli­chen Lachs-Farmen (65% der welt­wei­ten Atlan­tik-Lachs-Pro­duk­ti­on stammen von hier).

Unser Ziel heute ist der Vinn­u­fos­sen.

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Der fünft­höchs­te Was­ser­fall der Welt fällt über vier Stufen ins­ge­samt 860 Meter tief. Und da das auf ein Foto nicht drauf passt, hier wieder ein kurzes Video.

(Im Früh­jahr muss er aber noch mehr Wasser führen — es ist halt nun Sommer.)

Wir selber finden für die Nacht nur ein paar hundert Meter weiter eine Hütte für die Nacht — mit Blick auf die bis zu 1.600 m hohen umlie­gen­den Gipfel.

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Atlantikstraße

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Wir haben gut geschla­fen und draußen gefrüh­stückt und fahren heute mit zwi­schen­durch drei Tropfen Regen via Kris­ti­ans­und nach Farstad.

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Der Weg aus den Bergen zurück ans Meer ist wieder typisch nor­we­gi­sch: Berge, Fjorde und Tunnel. Und dann, hinter Kris­ti­ans­und erst ein Tunnel, für den auch wir mit den Bikes Maut zahlen müssen (nor­ma­ler­wei­se zahlen nur PKW und LKW hier auto­ma­ti­sch via Kenn­zei­chen an aus­ge­such­ten Straßen Maut — die Rech­nun­gen werden auch nach Deutsch­land geschickt).

Und dann eines der High­lights hier: die Atlan­tik­stra­ße.

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Wir fahren sie heute dreimal: Nord nach Süd, Süd nach Nord und wieder zurück. Dadurch ver­län­gert sich die heutige Weg­stre­cke um knapp 20 km.

Und wer das von Euch Lesen­den gerne “nach­fah­ren” möchte, wir haben die Bike­ka­me­ra mit­lau­fen lassen (jeweils gute 6 Minuten).

Atlantikstraße Nord-Süd

Atlantikstraße Süd-Nord


Fotos gibt es dann erst morgen — wir bleiben hier in Farstad am Atlan­tik zwei Nächte.

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Hochzeitstag

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Wir haben zwar eine Hütte gemie­tet, aber im zuge­hö­ri­gen Hotel Früh­stück dazu­ge­bucht — schließ­li­ch haben wir heute Hoch­zeits­tag.

Nach einer dritten Tasse Tee (der gute Mit­ge­brach­te) und einem Espres­so auf unserer Veranda geht es heute nochmal auf die Atlan­tik­stra­ße — Fotos machen.

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Wir sind — das war vor­her­seh­bar — nicht die Ein­zi­gen: Rei­se­bus­se, WoMos und jede Menge Biker. Aber es gelin­gen trotz­dem ruhige Momente.

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Und auch die gestern schon beob­ach­te­ten Angler stehen wieder auf und an der Hul­vå­gen Brücke, an der im Gegen­satz zu dem Wasser unter der großen Brücke ziem­li­ch starker Seegang (Strö­mung?) herrscht.

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Den vielen Besu­chern scheint es gedankt, dass wir hier — im fin­ni­schen würde man Kahvila* sagen — die nor­we­gi­sche Café-Spe­zia­li­tät genie­ßen können: frische Waffeln mit Mar­me­la­de und Sau­er­rahm.

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Leider gibt es nicht so viele Kah­vilas* entlang unserer bis­he­ri­gen Routen. Aber viel­leicht wird das nun in der Saison und, wenn wir in die tou­ris­ti­sch “inter­es­san­te­ren” Ecken Mittel- und Süd­nor­we­gens kommen, besser.

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Die Strorsei­sund­brua ist 260 m lang, 23 m hoch und durch ihre auch seit­li­che Biegung aus jedem (erreich­ba­ren) Betrach­tungs­win­kel anders — auch ein Grund beid­sei­tig der Brücke anzu­hal­ten und zu schauen.

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Die Atlan­tik­stra­ße geht offi­zi­ell noch weiter bis Bud. Den Teil bis zu unserer Unter­kunft sind wir nun also mehr­fach gefah­ren. Den Rest befah­ren wir morgen, wenn es von hier unsere Reise fort­set­zen.

Jetzt gibt es erstein­mal Abend­es­sen: Lachs und Kavi­ar­pas­te und Gurke und Tomaten — und jeweils ein Glas Wein. Die kleine Flasche haben wir extra aus Deutsch­land für unseren Hoch­zeits­tag mit­ge­nom­men. Mal sehen, wie der Wein nach über 4.000 km auf dem Motor­rad (plus See­rei­se) denn schme­cken wird.

* Kahvila (fin­ni­sch) = Café, eher im Sinne einer Cafe­te­ria. Das “h” wird wir “ch” gespro­chen.

Über die Trollstigen zum Geiranger-Fjord

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Heute früh geben wir ein biss­chen Gas: Die Wet­ter­vor­her­sa­ge meint, dass es ab ca. 14 Uhr bei den Trolls­ti­gen regnen soll — und da wollen wir natür­li­ch vorher lang­fah­ren.

Also sind wir heute schon um 10 Uhr unter­wegs und errei­chen so gegen 12:30 Uhr den Beginn des Tales mit den Troll­stie­gen. Viele Tou­ris­ten hier und alles Flach­län­der — zum Glück können wir Alpen­er­fah­re­nen zwi­schen der einen oder anderen Kehre über­ho­len.

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Die Trolls­ti­gen sind klasse und für hier oben sicher eine Her­aus­for­de­rung. Zumal wir von Mee­res­hö­he in knapp 20 km Weg­stre­cke auf 850 m Pass­hö­he fahren. Oben — zwi­schen den bis zu 1.700 m hohen Gipfeln und neben tosen­dem Was­ser­fall — gibt es einen tollen Aus­sicht­weg, der natür­li­ch stark tou­ris­ti­sch fre­quen­tiert ist (aber man kann ja mit dem Foto warten, bis gerade keiner vorne am Gelän­der steht).

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Um Euch den Gesamt­ein­druck zu zeigen, hier ein kurzer Video­schwenk.

Danach geht es noch ca. 60 km durch eine tolle alpine Land­schaft bis zu Gei­ran­ger-Fjord (wir haben das teil­wei­se mit der Bike-Kamera auf­ge­zeich­net. Wenn das Mate­ri­al was taugt, spielen wir das in den kom­men­den Tage ein).

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Unser Domizil für die nächs­ten vier Nächte ist direkt am Fjord,

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wo bei unserer Ankunft auch eines der hier anschei­nend täglich ein lau­fen­den Kreuz­fahrt­schif­fe liegt.

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Wir genie­ßen unser Abend­es­sen draußen (die Hütte wäre auch dazu fast zu klein)

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bei tollem Blick auf Gei­ran­ger, den Fjord und die Berge.

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Ach ja, gereg­net hat es nur noch kurz beim “Abstieg” zum Gei­ran­ger-Fjord. Ansons­ten war der Tag trocken und ziem­li­ch warm.

Geiranger-Fjord

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Heute haben wir lange geschla­fen (beson­ders Henrik), in der Sonne gefrüh­stückt und uns dann ins Tou­ris­ten­ge­tüm­mel gestürzt — in der Früh ist wieder ein Kreuz­fahrt­schiff ein­ge­lau­fen und es werden weitere Men­schen Bus­se­wei­se ange­karrt.

Daraus gewor­den ist eine 90-minü­ti­ge Boots­tour den Gei­ran­ger-Fjord runter und wieder rauf: Das diese Region — der Fjord und die umlie­gen­den Berge — seit 2004 zum UNESCO Welt­kul­tur­er­be gehört, können wir gut ver­ste­hen.

Aber seht selbst (ach ja, ein High­light sind vielen und tollen Was­ser­fäl­le — zu Henriks Freude).


Zum Abend­es­sen haben wir gegrillt — gerade noch (inkl. Essen) vor dem ange­kün­dig­ten Regen. Mal sehen, was wir morgen hier anstel­len.

Videos

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Heute hängen die Wolken tief am Gei­ran­ger-Fjord und es regnet bis nach­mit­tags. Eine gute Gele­gen­heit, Videos zu schnei­den und die Bil­der­ga­le­ri­en zu erwei­tern.

Hier also das ver­spro­che­ne Video von den Trolls­ti­gen:

Und hier ein Nach­trag von der Hur­tig­ru­te: Der Troll­ford auf den Lofoten, gefilmt von der MS Ver­s­terå­len. Das wieder haben wir beschleu­nigt auf 5 Minuten — gedau­ert hat dieser Teil unserer See­rei­se tat­säch­li­ch fünfmal so lang.

Ach ja, ich habe eine neue Rubrik in der Navi­ga­ti­on ein­ge­baut: Über “Video” könnt Ihr alle Videos auf einer Seite abrufen.

Getränke in Norwegen

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Nachdem es am Nach­mit­tag trocken wird, machen wir wieder den Spa­zier­gang in den Ort Gei­ran­ger. Das Rau­schen des mäch­ti­gen Was­ser­falls ist bis zu unserer Hütte zu hören und so muss er natür­li­ch auch ange­schaut werden.

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Vom oberen Anfang des Falls hat man einen schon ganz guten Blick über den Fjord, in dem tags­über immer min­des­tens ein Kreuz­fahrt­schiff liegt.

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Heute ist es die “Star Legend”, die 1997 (noch unter dem Namen “Seabourn Legend”) im Film “Speed 2: Cruise Control” mit Jason Patric, Sandra Bullock und William Defoe Gegen­stand der Hand­lung war.

Nach Eis, Touri-Gucken (und -Lästern) gibt es als Abend­es­sen Fish­bur­ger und Pølse mit Chips. Und auf dem Weg zurück zur Unter­kunft wollen wir noch zwei Dosen Bier im Super­markt mit­neh­men. Aber: Es ist Samstag! Und da darf in Nor­we­gen in den Super­märk­ten ab 18 Uhr nichts Alko­ho­li­sches mehr ver­kauft werden (wochen­tags gilt das erst ab 20 Uhr).
Also geht es ohne ein Bier zurück — schade (wenn auch geld­beu­tel­scho­nend: Unter 3 € bekommt man hier auch im Super­markt keine Dose Bier).

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Dann eben nur Kaffee: Die Hand-Espres­so (ein Geburts­tags­ge­schenk 😉) ist eines der wich­tigs­ten Uten­si­li­en auf unserer Reise und macht her­vor­ra­gen­den Espres­so. Und der schmeckt bestens aus unseren Kuksa, den höl­zer­nen Tassen der Sami.

Stau im Fjord, Trolle im Berg

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Heute regnet es so richtig. Also sind wir bis in den frühen Nach­mit­tag (fast) nur faul. Fast, weil vor­mit­tags gleich vier Schiffe (drei Kreuz­fah­rer und ein Post­schiff) hier im Gei­ran­ger-Fjord ein­lau­fen.

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(Da das nicht in den Fokus der Kamera ging, mussten wir zwei Fotos zusam­men­bau­en).

Nach­mit­tags — immer noch bei (weniger) Regen — spa­zie­ren wir dann wieder in den Ort und setzen uns ins Stra­ßen­ca­fé, um über die Kreuz­fahrt­tou­ris­ten zu lästern. Mal wieder stellen wir fest, dass die See­rei­se mit den Hur­tig­ru­ten auf der MS Ves­terå­len eine tolle Erfah­rung war, wir aber keine Ambi­tio­nen haben, nun zu Kreuz­fah­rern zu werden.

Auf dem Weg zurück zur Hütte wird uns aber etwas Anderes klar:

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Wenn man die Wolken in den Berg­hän­gen und Baum­wip­feln so betrach­tet, ver­steht man, dass Nor­we­gen das Land der Trolle ist, die hier nahezu all­ge­gen­wär­tig sind (Wir haben wahr­schein­li­ch heute welche gesehen 😉).

Zum Abend­es­sen wir gekocht.

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In der Koch­ni­sche auf der Veranda unserer Hütte ent­steht ein Pfan­nen­ein­topf aus Nudeln, Kar­tof­feln, Paprika und Schafs­sa­la­mi.

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Morgen fahren wir hier wieder los. Wir hoffen, dass es der Wet­ter­troll gut mit uns meint. Die Vor­her­sa­ge ändert sich da gerade im 2-Stunden-Abstand.

Hohe Berge und Gletscher

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Das Wetter ist indif­fe­rent. Also pellen wir uns in die Regen­kla­mot­ten, auch wenn es dafür viel zu warm ist.

Unser erster Stopp ist auf dem Weg hinaus aus dem Gei­ran­ger-Tal mit Blick zurück auf den Fjord, die Berge, die Kreuz­fahrt­schif­fe und unsere Unter­kunft.

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Und weil das Wetter besser ist, als erwar­tet, gelingt uns auch der Abste­cher zum Dals­nib­ba: Auf diesen 1.476 m hohen Berg führt eine (Maut)straße bis zum Gipfel. Der Aus­bli­ck ist fan­tas­ti­sch und sicher bei strah­len­dem Son­nen­schein noch besser. Wir haben aller­dings das Glück und bekom­men dafür einen voll­stän­di­gen Regen­bo­gen.

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Das nächste Ziel heute ist der Joste­dals­bre­en bzw. sein über Wege erreich­ba­rer Aus­laß­glet­scher, der Kjenn­dals­bre­en.

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Knapp 20 km fahren wir eine immer klei­ne­re Straße, die am Ende in einer Schot­ter­pis­te über­geht, zum Kjenn­dals­bre­en hinauf. Die letzten 500 m geht es dann zu Fuß bis auf ca. 1 km an den Fuß des Glet­schers.

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Sagen­haft, was hier an Schnee, altem Eis und Wasser zu sehen ist — so nah waren wir einen Glet­scher noch nie.

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Der Joste­dals­bre­en ist der größte euro­päi­sche Fest­land­glet­scher, in Nord-Ost-Rich­tung etwa 40 km lang und in Süd-West-Rich­tung etwa 15 km breit. Die Eis­schicht ist bis zu 500 m dick. Die Fläche betrug im Jahr 2006 474 km². Größere Glet­scher in Europa gibt es auf nur auf Island. Vom Plateau des Joste­dals­bre­en fließt das Eis über 28 Aus­laß­glet­scher in ver­schie­de­ne Rich­tun­gen ab. Den Kjenn­dals­bre­en haben wir heute besucht. Er beglei­tet uns noch eine Zeit­lang mit seinem tür­kis­far­bi­gen Glet­scher­see.

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Nun geht es weiter zu den nor­we­gi­schen Stab­kir­chen. Auf dem Weg dorthin finden wir eine Hütte zum Über­nach­ten in Skei.

Ach ja, die Regen­kla­mot­ten haben wir heute immer mal wieder gebraucht. Aber wir haben auch viel in ihnen geschwitzt. Darum sind wir unter der Pelle auch ziem­li­ch naß ange­kom­men.

Wildwasser, Kehren und Weltkulturerbe

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Die Hütte der letzten Nacht war ziem­li­ch rottig und wir fahren früh wieder los. Das Wetter ist auch heute wieder mit allen Facet­ten unter­wegs, aber es ist erstmal nicht so war und wir sind nicht gleich schweiß­ge­ba­det.

Unser Weg geht entlang von rei­ßen­den Wild­wäs­sern.

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Immer wieder strömen gewal­ti­ge Was­ser­mas­sen durch felsige Fluß­bet­ten, um dann in einem mehr oder weniger großen See zu münden, an dessen Ausgang der Fluß wieder als Wild­was­ser den Berg hin­un­ter fließt.

Der Weg geht in dieser Beglei­tung bis auf fast 800 m Höhe über das Gau­larf­jel­let, das im Rei­se­füh­rer für seine Was­ser­fäl­le und Ser­pen­ti­nen gerühmt wird.

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Auch wir haben reich­li­ch von Beidem.

Unsere Unter­kunft ist heute das Vand­rer­he­jm in Sogndal. Da wir aber vor 17 Uhr das gebucht Zimmer nicht bekom­men, laden wir nur unser Gepäck ab und fahren noch nach Urnes, um die dortige Stab­kir­che anzu­schau­en. In Solvorn lassen wir die Bikes stehen und setzen mit der Fähre über.

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Auf der anderen Seite, in Urnes, ist es nur ein Kilo­me­ter zu Fuß zur Kirche, leider bergauf und zum Glück bei schönem Wetter. (Haben wir schon erwähnt, dass Motor­rad­kluft nicht zum Wandern geeig­net ist? Schweiß laß nach.)

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Die Stab­kir­che ist die Älteste exis­tie­ren­de der Welt und aus dem Jahr 1130 (n. Chr.).

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Die Schnit­ze­rei­en an der einen Kir­chen­sei­te sind aller­dings bereits von einer vor­he­ri­gen Kirche aus dem Jahr 1040. Darum ist die Stab­kir­che Urnes auch UNESCO Welt­kul­tur­er­be.

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Recht­zei­tig zur letzten Fähre zurück zu unseren Bikes sind wir wieder am Fjord und wir fahren nun in unsere Unter­kunft. Hof­fent­li­ch trock­nen die ver­schwitz­ten Kla­mot­ten — so wie wir gerade riechen, ver­trei­ben wir jeden Elch.

25 Kilometer Tunnel

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Heute müssen wir bis um 10 Uhr aus­ch­e­cken — früher als sonst. Aber natür­li­ch klappt das auf die Minute genau.

Unser erster Stopp ist Lærd­al­søra. 

Hier hat sich ein z.T. fast 150 Jahre alter Teil des Dorfes mit ori­gi­na­len Häusern erhal­ten — sehr schön.

Der zweite Stopp, nur wenige Kilo­me­ter weiter ist die Borgund Stav­kyrk­je.

Diese Stab­kir­che ist größer als jene in Urnes und nahezu im Ori­gi­nal­zu­stand. Unge­fähr um 1180 erbaut, ist sie eine von ursprüng­li­ch min­des­tens 1.000 (Stab)Kirchen aus der Zeit zwi­schen 1130–1350 n. Chr. Heute sind nur noch 28 davon erhal­ten — alle in Nor­we­gen, obwohl es auch in anderen euro­päi­schen Ländern ähn­li­che Kirchen gab.

Von Borgund führt uns unser Weg weiter nach Vest-Nor­we­gen. Bei Lærd­al­søra müssen wir dazu mal wieder durch einen Tunnel: 25 km ist der lang.

Aber halt, nein! Tunnel hatten wir schon genug und auf 25 km haben wir keine Lust. Das wären fast eine halbe Stunde durch den Berg. 

Glück­li­cher­wei­se gibt es den Umweg über das Aur­landfjell. Eine kleine schmale Straße führt uns auf über 1.300 m Höhe.

Schnee­wän­de des ver­gan­ge­nen Winters neben der Straße und zuge­fro­re­ne Seen sind nicht minder spek­ta­ku­lär, als 1.000 höher in den Alpen.

Auf der anderen Seite — beim “Abstieg” — werden wir mit einer beson­de­ren Aus­sicht auf den Aur­lands­fjord belohnt.

Und auch der Aus­sichts­punkt Ste­gas­tein, der für bessere Sicht gebaut wurde, ist auch beson­ders.

Am Ende der Platt­form Rollen sich Boden und Gelän­der nach unten zur Steil­küs­te. Den Abschluss bildet ledig­li­ch eine Glas­plat­te.

Unsere Unter­kunft heute ist dann wenige Kilo­me­ter weiter eine schöne Hütte auf dem Cam­ping­platz in Flåm. Ein wei­te­rer schöner Rei­se­ta­ge mit 200 km Motor­rad­fah­ren und wieder neuen Ein­drü­cken geht zu Ende. Morgen setzen wir die Fahrt gen Süden fort. Ziel ist der Prei­kes­to­len am Lysef­jord. Bis Freitag wollen wir dort sein

Strecke im Sturm

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Heute haben wir nur das Ziel, dem Lysef­jord und dem Prei­kes­to­len näher zu kommen. Daher gibt es — aus­nahms­wei­se — keine spek­ta­ku­lä­ren Bilder oder tolle Geschich­ten.

Erwäh­nen können wir ledig­li­ch, dass wir heute unseren längs­ten Tunnel gefah­ren sind: 12 km gera­de­aus (und wenn man die 500 m weg­lässt, wo für einen wei­te­res Stück Tunnel der Berg gefehlt hat, dann sind es mit dem vor­her­ge­hen­den Tunnel sogar 17 km 😉.

Das Wetter war mal wieder durch­wach­sen und hat uns zum Ende dann mit starkem Wind mit Sturm­bö­en das Fahren anstren­gend gemacht.

Dafür haben wir uns in unserem Hotel in Tysse­dal über einen über­dach­ten Park­platz und eine gut tem­pe­rier­te Sauna gefreut.

Und die Unter­kunft für die nächs­ten drei Nächte ist auch gebucht — leider nicht direkt am Lysef­jord. Dort ist Alles aus­ge­bucht — hier oben ist jetzt Haupt­sai­son und auch die Nor­we­ger haben Schul­fe­ri­en und Urlaub.

Wunderschöne Strecke

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Heute geht es so nah an den Lysef­jord und den Prei­kes­to­len, wie es die Ver­füg­bar­keit der Unter­kunft erlaubt hat. Und die Strecke, die wir fahren ist wun­der­schön.

Gleich zu Beginn kommen wir am Låte­fos­sen vorbei (mal wieder ein Was­ser­fall — und Ihr könnt froh sein, wie Chris­tia­ne, dass Henrik nicht jeden der 100­tau­send Was­ser­fäl­le foto­gra­fiert). Und hier ist die Gischt des Was­ser­falls noch deut­li­ch nasser, als der begin­nen­de Regen­fall.

Und so sind die heu­ti­gen 170 km leider fast voll­stän­dig eine sehr feuchte Regen­fahrt.

Die aber durch­aus ihre land­schaft­li­chen und stim­mungs­vol­len Reize hat.

So sind wenige Fotos nur an den Stellen möglich — oder besser: erträg­li­ch — an denen wir z.B. den mor­gend­li­chen Kaffee/Tee los­wer­den werden müssen und es gerade eine Regen­pau­se hat.

Oder es gelingt, mit den wet­ter­fes­ten Motor­rad­ka­me­ras und hef­ti­gem Abwi­schen des Objek­tivs mit dem Hand­schuh während der Fahrt, Stim­mun­gen ein­zu­fan­gen.

Nach 170 km in 5 Stunden Rei­se­zeit (da ist mit­ge­rech­net eine Fähre — wir hatten seit der Abfahrt von Lofoten bisher keinen Tag ohne Fähre — und eine Kaf­fee­pau­se) errei­chen wir Høiland Gård in Årdal. Hier bleiben wir die nächs­ten drei Nächte und hoffen, dass wir morgen und am Sonntag so gutes Wetter haben , dass wir sowohl eine Schiff­fahrt auf dem Lysef­jord, wie auch die gut vier­stün­di­ge Wan­de­rung auf den Prei­kes­to­len und zurück, machen können.
Wenn nicht (oder nur die Schiff­fahrt), dann haben wir zumin­dest eine tolle Aus­sicht von der Bank auf der Ter­ras­se vor unserem Zimmer — egal bei welchem Wetter.

Ach ja, die Strecke war wun­der­schön — nur das Wetter leider nicht. Wie groß­ar­tig muss die Strecke bei strah­len­dem Son­nen­schein sein?

Wechselhaft

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draußen früh­stü­cken und sind schon fast eupho­ri­sch, dass wir heute den Prei­kes­to­len erklim­men können. Aber das Wetter ist so unstet, dass es fast minüt­li­ch von Sonne zu Wind zu Regen und zurück wech­selt.

Daher bleibt uns heute nichts anderes übrig, als einen Aus­ruh­tag ein­zu­le­gen und auf­grund des Wetters und der Tem­pe­ra­tu­ren (Sonne = schön + warm, Wind = gleich regnet es wieder, Regen = nass + kalt) mehr­fach zwi­schen der Bank auf der Ter­ras­se und den Sesseln im Zimmer hin und her zu wandern.

Für Euch hier als Zeit­raf­fer die zuge­hö­ri­gen Stim­mungs­än­de­run­gen, die uns den Tag über beglei­ten und ihn uns gut erträg­li­ch machen. Die fol­gen­den 82 Sekun­den sind ein Kame­ra­mit­schnitt von tat­säch­li­chen 105 Minuten:

Lysefjord

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Heute gilt es die Ent­schei­dung zu treffen: Wan­de­rung auf den Prei­kes­to­len oder Schiff­fahrt auf dem Lysef­jord. Und da es bis Mittag regnet, fällt die Ent­schei­dung für den Lysef­jord (mit Prei­kes­to­len von unten).
Weil wir nicht im Regen auf den Berg wollen und wir dazu noch das Klei­der­prop­lem bei schlech­tem Wetter nicht lösen können, ist es die rich­ti­ge Ent­schei­dung (wir hatten vor — aus­nahms­wei­se — in Wan­der­ho­sen zum Prei­kes­to­len mit den Bikes zu fahren, dort Helme, Stiefel und hof­fent­li­ch auch die Jacken in Henriks Motor­rad­kof­fern zu ver­stau­en und dann zu laufen. Das wäre zu kalt und zu naß gewesen).

Also sind wir recht­zei­tig vor 14 Uhr in Forsand und fahren in 2,5 Stunden mit der Schnell­fäh­re den Lysef­jord rauf und wieder runter: spek­ta­ku­lär!

Und wir sehen beide spek­ta­ku­lä­ren Orte, die man berg­mä­ßig am Fjord erklim­men kann: Am oberen Ende der 1.084 m Höhe Kjerag mit dem Kher­ag­keil, einem großen Stein, der zwi­schen zwei Fels­wän­den ein­ge­klemmt ist. Und am unteren Ende (auf der Rück­fahrt ist der Sicht­win­kel besser) den 600 m hohen Prei­kes­to­len (“die Kanzel”) mit der berühm­ten 25x25 qm großen Platt­form.

Und weil es zu viele ein­zel­ne Bilder wären, hier die High­lights in einer Galerie zusam­men­ge­stellt:

Telemark

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Wir haben gestern Alles richtig gemacht. Heute ist das Wetter sehr grau und nass und auf dem Weg ost­wärts müssen wir zuerst wieder am unteren Ende des Lysef­jords vorbei. Hier ist heute Alles grau in grau: Weder die Boots­tour von gestern hätte heute funk­tio­niert, noch müssen wir uns ärgern, dass wir heute wei­ter­fah­ren. Auch die Wan­de­rung auf den Prei­kes­to­len wäre heute noch weniger machbar als gestern.

Trotz des zum Teil hef­ti­gen Regens ist die Land­schaft auch heute wieder groß­ar­tig und wieder ganz anders als bisher.

Quasi par­al­lel zum Lysef­jord, nur auf der Rück­sei­te der Berge, die wir am Sonntag dort gesehen haben, sind die Berg­wän­de genauso glatt geschlif­fen, wie am Fjord.

Später fahren wir dann erst über das Tjør­homfjel­let (hier ist die Straße von Novem­ber bis Mai gesperrt)

und dann durch die Ski­ge­bie­te Sirdal und Hallbjøn­sek­ken. Hier stehen jeweils extrem viele Hütten — Nor­we­gen hat halt Platz.

In der Tele­mark (ob hier die gleich­na­mi­ge Landung beim Ski­sprin­gen her­kommt?) ist das Wetter dann endlich schön und wir können ein Zimmer auf einem Cam­ping­platz bekom­men und draußen zu Abend essen.

Morgen geht es weiter — wer vorher schon auf die Karte geguckt hat, ahnt viel­leicht schon unser Ziel: Morgen werden wir in Oslo sein. Und damit haben wir auch ent­schie­den über Schwe­den und Kopen­ha­gen, also auf dem Landweg zurück zu unserem Sprin­ter zu fahren.

Holmenkollen

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Tolles Wetter zum Früh­stück: Wir können draußen sitzend den Tag begin­nen und wissen, dass wir heute zum Fahren die Regen­kla­mot­ten nicht anzie­hen müssen.

Über schöne Neben­stra­ßen machen wir uns auf die gut 250 km Strecke nach Oslo. Nachdem wir uns nun ein­deu­tig von den Fjorden und auch den hohen Bergen ent­fer­nen, wir die Land­schaft wieder anders.

Die Bäume werden höher und mehr und wir fühlen uns hin und wieder an die fin­ni­schen Wälder erin­nert.

Dazu trägt auch der Himmel mit seinen Cumulus-Wolken bei.

In Kongs­berg kehren wir auf einen Kaffee (mit Kuchen) ein. Aus dem einen Kaffee werden zwei und aus der 45-Minuten-Pause eine 90mi­nü­ti­ge, denn es fängt heftig an zu regnen. Leider hört es auch nach dem zweiten Kaffee nicht auf zu regnen und wir müssen doch noch die Regen­pel­len über­zie­hen. Glück­li­cher­wei­se können wir die aber 40 km später beim Tank­stopp in Drammen wieder aus­zie­hen.

Nach wei­te­ren 35 km haben wir dann unser Ziel für die nächs­ten drei Nächte erreicht: Vok­senå­sen auf dem Holl­men­kol­len.

Unser Hotel liegt ober­halb Oslo mit einem gigan­ti­schen Blick auf Stadt und Bucht. Von hier (die U-Bahn­sta­ti­on ist 10 Minuten ent­fernt) werden wir die nächs­ten beiden Tage Oslo erkun­den und es uns auch gut gehen lassen. Das Hotel hat eine Sauna und eine Pool.

Und ggf. reicht die Zeit auch für den Besuch der Hol­men­koll­bak­ken, dee Ski­schan­ze, die als die Älteste der Welt gilt (eröff­net 1892) und in Sicht­wei­te zu unserem Hotel liegt.

Oslo

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Heute sehen wir uns Oslo an. 

Dazu machen wir uns zuerst auf zum Hol­men­koll­bak­ken, die nur 20 Minuten zu Fuß vom Hotel liegt. Zum einen gilt die Ski­schan­ze — in ihren meh­re­ren Ausbau-, Umbau- und Erneue­rungs­stu­fen — als die älteste der Welt.

Zum anderen ist die aktu­el­le Schanze von 2010 die Einzige welt­weit rein aus Stahl und mit kon­zep­tio­nell berück­sich­ti­gen und umge­setz­ten Sei­ten­wind­schutz. Die aktuell größten Sprung­wei­ten liegen bei gut 140 Metern.

Danach nehmen wir von der nahe­lie­gen­den Station die S-U-Bahn und fahren ins Sentrum von Oslo.

Oslo ist bzgl. der meisten Sehens­wür­dig­kei­ten klein genug, um Alles zu Fuß zu erlau­fen. Wir begin­nen am Königs­schloss, 

kommen an der Uni und am Par­la­ment vorbei

und erleben in der der Fuß­gän­ger­zo­ne den Marsch der Wach­ab­lö­sung zum Schloss — inkl. Musik­korps.

Über Kathe­dra­le, Bahnhof, Castell und Rathaus geht es bis in die teure, neue Wohn- und Muse­ums­land­zun­ge Tjuvhol­men.

Mit der Tram geht es zurück in die Fuß­gän­ger­zo­ne und Abend­es­sen gibt es dort im “The Scots­man” und danach fahren wir mit der S-U-Bahn zurück zum Hotel. Und dort gönnen wir uns dann noch eine Sauna.

Morgen werden wir das Kontiki-Museum in Oslo besu­chen und dann, mal sehen…

Kon-Tiki-Museum

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Heute gehört der erste Teil des zweiten Oslo-Tages Thor Heyer­dahl im Kon-Tiki-Museum. Schon als Kind war Henrik von der Über­fahrt (1947) von Peru auf die poly­ne­si­schen Inseln 4.000 km in 101 Tagen über den pazi­fi­schen Ozean in einem Bal­sa­holz-Floß fas­zi­niert. Das Museum, in dem auch das Ori­gi­nal-Floß zu sehen ist, ist toll. Wir haben drei Stunden dort ver­bracht.

Die Fahrt dorthin machen wir öffent­li­ch. Und auch die ist im zweiten Teil mit dem Bus ein Erleb­nis. Der — ver­mut­li­ch — tür­kisch­stäm­mi­ge Bus­fah­rer ist so was von gechillt und Service ori­en­tiert, dass die eigent­li­ch h halb­stün­di­ge Fahrt gut 10 Minuten länger dauert, dafür aber viele Stil­blü­ten — immer passend — beschert und somit sehr unter­halt­sam ist. Noch­mals vielen Dank an den Fahrer für diese Tour. Viele Münch­ner Bus­fah­rer könnten sich da eine große Scheibe abschnei­den.

Dazu passt gut das Motto von Thor Heyer­dahl, dass in seinem Museum groß zitiert wird:

Danach setzen wir mit dem Lini­en­boot über zum Fähr­ha­fen und bummeln noch­mals durch Oslo. Beson­ders das Opern­haus ist sehens­wert.

Zum Abschluss unseres letzten Abends in Oslo und in Nor­we­gen (wir waren fast sieben Wochen im Land) lassen wir es zum Abend­es­sen nochmal richtig krachen: frische Reker, Hval-Steak und aus­nahms­wei­se eine (teure) Flasche Wein. Morgen geht es von Oslo nach Schwe­den und damit beginnt so langsam die Heim­rei­se.

Da die Ein­drü­cke in Oslo so viel­fäl­tig waren, haben wir Euch hier eine Bil­der­aus­wahl zusam­men­ge­stellt:

Schweden 

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Heute fahren wir die letzten Kilo­me­ter in Nor­we­gen. Das Land ist hier sehr land­wirt­schaft­li­ch geprägt. Und wenn die Häuser, Num­mern­schil­der der Autos und die gelben Fahr­bahn­mar­kie­run­gen mich wären, könnte man diese Land­schaft ebenso zu Hause finden.

Der Grenz­über­gang nach Schwe­den ist unauf­fäl­lig. Da merkt man nicht, dass man eine EU-Außen­gren­ze über­quert (auch wenn Nor­we­gen eng an die EU ange­bun­den ist). Ein Schild am Stra­ßen­rand und das war’s. Da sind wir an den EU-Innen­gren­zen deut­li­ch auf­ge­reg­ter.

Das man in Schwe­den ist, merkt man an den Fahnen an den Häusern — jetzt blau-gelb und nicht mehr rot-weiß-blau — und wit­zi­ger Weise an den “Scharfe-Kurve-Barken”: die sind nämlich auch blau-gelb.

Über­nach­tungs­tech­ni­sch ist es ein wenig schwie­ri­ger. Wir befin­den uns anschei­nend in einem tou­ris­ti­sch wenig gepräg­ten Gebiet. Aber es gelingt uns dann doch eine Art B&B zu finden. Und in der Sonne gril­lend lassen wir den Tag aus­klin­gen.

Göteborg 

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Wir haben gut geschla­fen und nach einem Früh­stück im Garten des B&B machen wir uns auf den Weg.

Über kleine Neben­stra­ßen — noch haben wir ja aus­rei­chend (Urlaubs)zeit — geht es nahe der Küste Rich­tung Göte­borg.

Die Ein­drü­cke, die wir hier sammeln, bedeu­ten für uns auch, dass wir Schwe­den in einer zukünf­ti­gen Urlaubs­pla­nung ganz klar berück­sich­ti­gen müssen.

Und wir stellen fest, dass Schwe­den zwar auch kein ganz güns­ti­ges Urlaubs­land ist, die Preise aber deut­li­ch unter nor­we­gi­schem Niveau liegen und z.T. schon dem gewohn­ten hei­mat­li­chen Preis­ge­fü­ge liegen (Bier kostet hier nur die Hälfte ggü. Nor­we­gen und nicht mal doppelt so viel wie daheim 😂).

Kurz vor dem Ziel gibt es dann nochmal einen kurzen Stopp: der Kaffee muß raus und ein paar Vit­ami­ne rein.

In Göte­borg haben wir — nicht ganz im Centrum, dafür aber mit kos­ten­lo­sem Park­platz — ein ordent­li­ches Hotel gefun­den. Hier werden wir bis Montag bleiben, denn die Stadt macht einen ein­la­den­den und erkun­dungs­wer­ten Ein­druck.

Dumm nur, dass morgen Sonntag ist und die Geschäf­te zu haben (diese Kon­stel­la­ti­on haben wir auf unserer Reise nicht zum ersten Mal). Obwohl: Wir haben auf den Bikes eh keinen Platz und so sparen wir uns zumin­dest die Über­le­gung, ob wir nicht was ein­kau­fen und mit­neh­men sollen…

Ein Tag in Göteborg 

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Nach einem aus­gie­bi­gen, wenn auch lauten, Früh­stück (das Hotel ist gut belegt) machen wir uns auf den Weg, Göte­borg zu erkun­den.

Die Fahrt mit der Tram ins Centrum dauert nicht lange und kostet uns — trotz bester Absich­ten — nichts, da die Handy-App zwar Tickets aus­wäh­len lässt und Kre­dit­kar­ten­da­ten abfragt, dann aber hängen bleibt.

Erstaun­li­cher Weise — es geht also doch und zer­stört keine Fami­li­en — haben im Centrum ziem­li­ch viele Geschäf­te geöff­net und die Schwe­den nutzen diese Angebot aus­gie­big. Und wir können zumin­dest in den einen oder anderen Laden rein­schau­en.

Einen Groß­teil unserer Zeit ver­brin­gen wir aber mit Kaf­fee­trin­ken und beim People-Watching bei einem Glas Wein. Denn die Sehens­wür­dig­kei­ten Göte­borgs — zumin­dest im Centrum — lassen sich alle in relativ wenig Zeit erlau­fen.

So ist das Fazit für den heu­ti­gen Tag: Göte­borg ist eine Stadt mit vielen freund­li­chen und sehens­wer­ten Men­schen. Einen Besuch der Stadt können wir weniger auf­grund der Sehens­wür­dig­kei­ten, sondern eher wegen der vielen Cafes und Kneipen und Restau­rangs 😉 emp­feh­len.

Im Schloss

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Wir sind auf dem Weg zurück zu unserem Sprin­ter. Und um viel­leicht doch noch das sagen­um­wo­be­ne große Wild­tier, den Elch, doch noch zu sehen, nehmen wir die heutige Route durch das Lan­des­in­ne­re. Und wir haben Glück: Zwei Elche entlang des Weges ent­de­cken wir auf diesem Weg. Pech nur, dass sie beide zwar Lebens­grö­ße aber aus Plastik sind. Chris­tia­ne könnte also doch Recht haben, dass der Elch so eine Art nor­di­scher Wol­per­tin­ger ist.

Unsere heutige Unter­kunft ist da schon viel besser und richtig echt: das große  öko­lo­gi­sches Langut Wapnö — wir würden es mit Her­manns­dorf ver­glei­chen.

Unser Zimmer ist in einem ehe­ma­li­gen Kuh­stall aus dem frühen 19. Jahr­hun­dert und das Restau­rant im Schloss Wapnö, dass zu Beginn des 18. Jahr­hun­dert ent­stand.

Wir leisten uns das Abend­es­sen, dass aus­schließ­li­ch aus hier pro­du­zier­ten Nah­rungs­mit­teln gekocht wurde. Beson­ders zu erwäh­nen ist der erstaun­li­ch milde Blau­schim­mel­kä­se mit gött­li­cher Toma­ten­mar­me­la­de (nein, dass ist keine! Umschrei­bung für Ketchup!) — und auch Chris­tia­ne hat diesen Käse mit der Mar­me­la­de gerne geges­sen.

Morgen werden wir nach Däne­mark über­set­zen und dann am Mitt­wo­ch einen Tag in Kopen­ha­gen ver­brin­gen. Am Don­ners­tag wollen wir dann wieder bei unserem Sprin­ter in Lundø sein und dort noch ein paar Tage ent­span­nen, um dann im Laufe der nächs­ten Woche wieder daheim ein­zu­tref­fen.

Dänemark 

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Wir sind zurück in Däne­mark. Von Halm­stad fahren wir nochmal durch schöne schwe­di­sche Land­schaft — leider wieder ohne echte Elche.

Kurz vor der Fähre von Hel­sing­borg nach Däne­mark müssen wir leider die Regen­k­luft anzie­hen — auf der Fähre können wir die jedoch wieder abstrei­fen und brau­chen sie dann heute auch nicht mehr.

Däne­mark begrüßt uns mit gutem Wetter und Schloß Kron­borg in Hel­sin­gør. Wir haben von dort nur noch knapp 80 Kilo­me­ter bis zu unserem B&B in Vibe. Von hier werden wir morgen per Nah­ver­kehrs­zug Kopen­ha­gen besu­chen.

København

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Wow, was für eine tolle Stadt: viel zu sehen, tolle his­to­ri­sche Sehens­wür­dig­kei­ten und trotz­dem eine junge, sprit­zi­ge Stadt.

Nach einem sehr guten Früh­stück in unserem B&B und einem kurzen Fußweg zum Bahnhof sind wir mit dem Zug bereits um Viertel nach Zehn in Køben­havn. In der Tou­rist­in­for­ma­ti­on holen wir einen Stadt­plan und folgen dem Self­gui­ded Walk durch die Stadt.

Der Weg führt — natür­li­ch — am Wahr­zei­chen Kopen­ha­gens, der kleinen Meer­jung­frau, ebenso vorbei,

wie am könig­li­chen Schloss Ama­li­en­borg.

Und auch Nyhavn, das sehr an Ams­ter­dam erin­nert, haben wir erlau­fen.

Nach gut sieben Stunden laufen (mit einer Kaffee- und einer Füße-Aus­ru­hen-Pause) sind wir ziem­li­ch platt und genie­ßen es, in einem der vielen Stra­ßen­re­stau­rants zu Abend zu essen.

Nun müssen wir nur noch zurück zum Bahnhof, nach Viby fahren und dort ins Bett fallen — mehr Bilder von Køben­havn gibt es die nächs­ten Tage.

Abschlie­ßend bleibt nur noch fest­zu­stel­len: Kopen­ha­gen ist ein tolle Stadt, da können die nor­we­gi­schen Städte (inkl. Oslo) und schon gar nicht Göte­borg mit­hal­ten. Wer also — auch nur für eine Wochen­end-Städte-Reise mal ein Ziel nörd­li­ch von München sucht, dem sei Kopen­ha­gen wärms­ten emp­foh­len.

Waschtag

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Eigent­li­ch sind wir zu faul für irgend­was. Aber da die Iso­mat­ten auf dem Sprin­ter­bo­den doch seeee­ehr hart sind, haben wir das Loch im Luft­bett gesucht, gefun­den und hof­fent­li­ch erfolg­reich abge­dich­tet — morgen Früh werden wir das wissen.

Und wir haben Wäsche gewa­schen: Noch haben wir ja eine knappe Woche Urlaub vor uns.

Dreimal dürft Ihr raten…

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… was wir heute gemacht haben: Nichts!

Die Matrat­zen­re­pa­ra­tur war erfolg­reich und so haben wir weich gelegen und lange geschla­fen. Den Rest des Tages haben wir mit viel Tee (Chris­tia­ne), däni­schem Eis mit unver­schämt üppigen Topping (Erd­beer­schaum und Flø­de­bol­le), dem Beob­ach­ten der Camper (der Platz ist voll),

und “In-die-Gegend-starren” ver­bracht.

Heute Abend freuen wir uns dann wieder auf gutes, eis­kal­tes däni­sches Bier zum Abend­es­sen und auf eine weitere schlaf­vol­le Nacht.

Bye-bye Skandinavien 

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Die Bikes sind wieder im Sprin­ter und wir auf dem Heimweg.

Gegen halb zwölf fahren wir in Lundø los und pas­sie­ren knapp drei Stunden später die Grenze nach Deutsch­land. Und damit haben wir Skan­di­na­vi­en ver­las­sen. In den letzten 8 Wochen waren wir in allen (zumin­dest im erwei­ter­ten, kul­tu­rel­len Ver­ständ­nis) skan­di­na­vi­schen Ländern:

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Däne­mark, Schwe­den, Nor­we­gen und Finn­land.

Von Nor­der­stedt, wo wir heute Quar­tier gefun­den haben, geht es morgen weiter nach Bad Rodach (in der Nähe von Coburg). Hier machen wir Station bei Eva (und Thomas, der leider nicht da sein wird) in der Hirsch­müh­le — die beiden haben wir auf der MS Ves­terå­len ken­nen­ge­lernt.

Hirschmühle

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Um neun Uhr sind wir bereits wieder unterwegs.Und es ist gut, dass wir so früh los­fah­ren: So kommen wir ohne Verkehr durch Hamburg und — das hören wir dann im Radio — alle Ver­kehrs­be­hin­de­run­gen, die heute auf unserer Strecke liegen, pas­sie­ren hinter uns.

In Thü­rin­gen kürzen wir wege­tech­ni­sch ab und fahren ein Stück­chen über Land.

Beglei­tet werden wir von gutem Wetter und tollen Wolken.

Nach 600 km errei­chen wir die Hirsch­müh­le in Bad Rodach und werden von Evas Mutter herz­lichst begrüßt. Der Hof oder besser: das Anwesen ist ein wun­der­schö­nes Ensem­ble aus schönen, ca. 500 Jahre alten Fach­werk­ge­bäu­den mit ein­la­den­dem Hof und Garten.

Bald ist auch Eva da und wir gehen gemein­sam zum Abend­es­sen und ver­brin­gen einen sehr schönen Abend mit gegen­sei­ti­gem Erzäh­len, was wir jeweils sonst so in Nor­we­gen werlebt haben (ken­nen­ge­lernt haben wir uns ja auf der MS Ves­terå­len).

Schade ist nur, dass Thomas nicht dabei sein kann. Aber wir waren sicher ht zum letzten Mal in der Hirsch­müh­le: Zum Einen wegen Eva & Thomas, zum Anderen wegen der tollen Kurven zum Motor­rad­fah­ren — auch dass haben wir auf den letzten Stück Weg hierher schon fest­ge­stellt.

Zu Hause (fast)

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Nach einem schönen Früh­stück unter dem großen Nuss­baum der Hirsch­müh­le machen wir uns auf den Weg. Da wir noch in Sachen Camping(ausbau) unseres Sprin­ters schauen wollen, gibt es einen grö­ße­ren Umweg über Egels­bach bei Frank­furt. 

Leider hat sich das nicht wirk­li­ch ren­tiert, der “Megas­to­re” ist eher eine Rum­pel­kam­mer — schade. Dafür erwischt uns von dort das som­mer­li­che Bau­stel­len­ge­men­ge auf den Auto­bah­nen, sodass wir ein großes, aber dafür lang­sa­mes Stück des Weges über die Dörfer zuckeln. Aber wir fahren (und stehen nicht), die Land­schaft ist durch­aus sehens­wert (ins­be­son­de­re) die Wein­ber­ge am Neckar und die heißen Tem­pe­ra­tu­ren sind Dank Kli­ma­an­la­ge erträg­li­ch (aber eigent­li­ch wollen wir — nicht nur dies­be­züg­li­ch — wieder zurück ins ange­nehm kühle Nor­we­gen.

Auf­grund dieser Umwege ist es 21 Uhr, als wir unseren Sprin­ter vor unserer Garage in der Borstei parken. Und bevor wir nach oben gehen, gibt es erst noch ein fri­sches Bier beim Diet­rich von Bern. 

Morgen werden wir dann Alles aus­pa­cken und uns gaaaanz laaa­ang­s­am wieder ins normale Leben ein­groo­ven.