2008: Kolbermoor - Welschnofen - Kolbermoor
(3 Tage)

  • Start: Kolbermoor
  • Ende: Kolbermoor
  • Länge:
    765 km (1. Tag 250 km, 2. Tag 210 km, 3. Tag 305 km)
  • Dauer: 3 Tage
  • Orte:
    Kolbermoor - Raubling - Innsbruck Süd - Brenner - Sterzing - Bozen Nord - Eggen Tal - Welschnofen (Ende Hinfahrt) Welschnofen - Passo di Lavaze - Dajano - Strametizzo - Val die Cembra - Capriana - Cembra - Lavis - Mezzolombardo - Laghetti - Darmulo - Cavereno - Mendelpass - Appiano - Bozen - Blumau - Tires - Nigerpass - Carezza al Lago - Welschnofen (Ende Rundtour) Welschnofen - Steinegg - Blumau - Völs am Schlern - Seis - Seiser Alm - Ponte Gardena - Brixen - Sterzing - Brenner-Pass - Steinach am Brenner - Matrai - Inssbruck Süd - Natters - Axams - Kematen - Zirlerberg - Scharnitzpass - Wallgau - Vorderriß - Sylvensteinsee - Achenpass - Rottach-Egern - Tegernsee - Hausham - Schliersee - Fischbachau - Bad Feilnbach - Kolbermoor (Ende der Tour)
  • Karte 1. Tag (227 kB)
  • Karte 2. Tag (94 kB)
  • Karte 3. Tag (201 kB)

  • Jahresabschlusstour 2008: Diesmal gestaltet sich die Tour ganz anders als in der Vergangenheit. Ein paar von uns sind bereits am Samstag vor dem langen Wochenende (03. Oktober) mit dem Ziel Schweiz unterwegs. Andere wollen nur zum Gardasee und auch wir, die wir "nur" in die Dolomiten wollen, fahren an zwei unterschiedlichen Tagen.

    Stefan und ich sind sozusagen die Nachzügler und fahren erst am Feiertag los. Einen schlimmeren Tag hätten wir uns nicht aussuchen können: Es regnet von Rosenheim bis Welschnofen. Halt, nein, stimmt nicht: Zwischen Stubai und Brenner schneit es wie wild und der Schnee bleibt auch auf der Autobahn liegen. Im Schneckentempo bewältigen wir dieses Teilstück über die Autobahn. Glücklicherweise hat man uns in Innsbruck Süd an der Tanke von dem Schnee erzählt. So ist vom Anreisetag, den wir aufgrund des Wetters komplett auf der Autobahn zurücklegen, nur zu erzählen, dass wir mit zu den verrücktesten, aber freundlichsten Bikern an diesem Tag gehören: Alle 100 Meter "winken" wir den anderen Verkehrsteilnehmern freundlich zu - nur so behalten wir einiger Massen die Sicht und die Visiere frei von Schnee.
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    Die Bilder sind zwar nicht von uns, aber genau so war das Wetter!

    Nach dem Brenner hört der Schnee schnell auf und im Nigglhof in Welschnofen erwartet uns ein schnelles Bier und dann ein ausgiebiger Sauna-Gang, um die Lebensgeister wieder zu erwecken und die Kälte zu vertreiben.
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    Gemeinsam mit Chrissie, Alex, Rudi und Jochen, die schon seit Donnerstag da sind, verbringen wir einen lustigen Abend. Die Wetteraussichten für den kommenden Tag sind super und auch die 10 cm Neuschnee, die dann auch noch in Welschenofen niedergehen, trüben unsere Laune nicht. Schade, dass Ines und Bernd und Ernstl bereits wieder heimgefahren sind. War anders ausgemacht und so bedauern wir die drei nicht allzu sehr, dass sie sich den "schönsten" Tag für die Heimreise ausgesucht haben. Wahrscheinlich haben wir uns irgendwo am Brenner sogar mal "zugewunken".
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    Samstag früh ist das Wetter herrlich: Sonne pur und schneegepuderte Berggipfel. Nur die geplante Tour müssen wir umschmeißen. Es ist eindeutig, dass wir in Richtung Norden (geplant war das Würzjoch) keine Chance haben, Dazu liegt zu viel Schnee. Also brechen wir nach einem guten Frühstück Richtung Süden auf über das Lavaze Joch soll es weiter über deb Manghen Richtung Trento gehen. Und von dort über das Val di Chembra zurück nach Welschnofen.
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    Aber bereits das Lavaze Joch zeigt, dass auch 1.800 Meter Höhe heute zu hoch sind, um Motorrad zu fahren. Den Pass hinauf - wir kommen von der Nordseite - geht es durch einen tiefverschneiten Wald. Die letzten Kilometer ist die Strasse sogar häufig schnee- und eisbedeckt. Da es aber keinen sinnvollen Platz zum anhalten und diskutieren gibt, fahren wir im Schritttempo bis auf die Passhöhe. Und - es war die richtige Entscheidung. Die Passhöhe liegt in vollem Sonnenschein und die Abfahrt ist dann auf feuchter, aber griffiger Strasse südwärts problemlos möglich. Lediglich die Entscheidung fällt, den Passo di Manghen nicht zu fahren (der ist noch mal 250 Meter höher), sondern durch das Val di Chembra nach Lavis abzufahren und dann auf der anderen Seite des Eisack über den Mendelpass nach Bozen zurückzukehren.
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    Die Tour macht Spaß, die Temperaturen steigen und wir können sogar draußen Kaffeetrinken. Am Mendelpass ist es aber zu kalt und so kehren wir für einen Snack in die Gaststube ein - auch wenn draußen die Sonne scheint
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    In Bozen sind wir dann relativ früh und entscheiden uns - nach einem Blick Richtung Berggipfel - nicht direkt nach Welschnofen zu fahren, sondern den Umweg über Tires und den Nigerpass zu nehmen. Auch wenn es obern am Pass wieder ziemlich viel Schnee gibt, ist die Entscheidung wertvoll: Wir haben einen gigantischen Blick auf den Rosengarten. Die Strasse ist - bis auf ein paar schattige Kurven - problemlos befahrbar. Aber das Schmelzwasser ist ein gutes Indiz dafür, dass wir am kommenden Tag nicht über einen Pass nach Hause fahren sollten. Dafür würden wir zu früh die Nordhänge abfahren müssen und die Gefahr von Eis auf der Strasse wäre zu groß.
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    Zurück im Nigglhof genießen wir auch diesen Abend mit Sauna, eine guten Abendessen, viel Spaß (u.a. anderem mit Ingrid und Uwe von den Windridern) und geistreichen Getränken.
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    Sonntag morgen ist das Wetter noch gigantischer als am Samstag. Um kein Risiko bei den Straßenverhältnissen .einzugehen, beschliessen wir, das Eisacktel entlang zu fahren (also klassisch über den Brenner). Roland, der Wirt vom Nigglhof empfiehlt uns den Weg über Steinegg, der erst in Blumau im Eisacktal ankommt. Schöner kann der Tag auf dem Bike fast nicht beginnen.
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    In Blumau tauchen dann die ersten "Probleme" dieser Abschlusstour auf: Chrissie geht es nicht gut und so beschliessen Chrissie und Alex und Rudi den schnellen Weg über die Autobahn nach Hause zu nehmen. Stefan geht nun endlich das Licht auf, was ihm schon den ganzen Morgen fehlt: Er hat seinen Rucksack im Nigglhof vergessen. Nach dem wir uns von Chrissie, Alex und Rudi verabschiedet haben, schicken wir Stefan auf dem schnellen Weg zurück zum Nigglhof und Jochen und ich beschließen auf die Seiser Alm zu fahren und dort auf Stefan zu warten. Wir verkürzen unsere Wartezeit mit einem super Rundblick über den Schlern und die umliegenden Berge. Nach einem Kaffee, zu dem auch Stefan in der erwarteten Zeit hinzu stößt, geht es dann hinab ins Eisacktal und über die alte Brennerstrasse bis Innsbruck Süd. Hier verabschiedet sich Stefan: Da er noch bis Ingolstadt muss, will er von hier die Autobahn nehmen.
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    Jochen und ich beschließen, über Natters und Axams im Süden an Innsbruck vorbei zufahren und über den Zirlerberg nach Wallgau zu fahren. Schöne Landschaft und viel Verkehr, den wir meistens rechts liegen lassen, begleiten uns. In Wallgau trennen auch wir uns. Jochen fährt über den Walchensee weiter Richtung München und ich folge dem Oberlauf der Isar durch das von Paddlern sogenannte "Little Alaska" zum Sylvenstein See. Schade, dass ich jetzt alleine fahren muss, aber schön, dass ich so uneingeschränkt Zeit habe zum fotografieren. Die Landschaft ist hier schon extrem schön. Über den Tegernsee - bis dahin und am See selber muss ich ganz schön viel Verkehr rechts liegen lassen - geht es nach Hausham. Hier entscheide ich mich, um nicht weiter im "ich-war-in-den-Bergen-und-muss-jetzt-nach-Hause"-Verkehr zu fahren, über den Schliersee, Fischbachau und Bad Feilnbacch nach Hause zu fahren.
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    Fazit: Diese Jahresabschlusstour, die diesmal nicht für Alle zum Gardasee ging, hat viel Spaß gemacht. Trotz des besch… Wetters bei der Anreise sind wir am Samstag und Sonntag vom Wettergott verwöhnt worden. Und wir hatten genug Kurven, wenn auch Potential da ist, ohne Schnee vom Ausgangspunkt Welschnofen aus noch viel mehr Kurven zu erleben.