2006: Irschenberg - Gardasee - Kolbermoor
(4 Tage)

  • Start: Irschenberg
  • Ende: Kolbermoor
  • Länge: 1.010 km (1. Tag 365 km, 2. Tag 150 km, 3. Tag 120 km, 4. Tag 375 km)
  • Dauer: 4 Tage
  • Orte:
    Irschenberg - Miesbach - Bad Wiessee/Tegernsee - Achensee - Jenbach - Wattens - Volders - Lans - Matrei am Brenner - Brenner - Sterzing - Penser Joch - Sarentino - Bozen - Eppan - Mendelpass - Cles - Spormaggiore - Molveno - Ponte Arche Lago di Tenno - Riva - Limone - Brasaschlucht - Pieve (Ende Hinfahrt 1. Tag) - Pieve - Tignale - Gargnano - Lago di Valvestino - Idro/Lago di Idro - Storo - Monte Tremalzo - Lago di Ledro - Riva - Limone - Brasaschlucht - Pieve (Rundtour 2. und 3. Tag) - Pieve - Brasaschlucht - Riva - Lago di Tenno - Fiave - Tione di Trento - Madonna di Campiglio - Bordiana - Livo - Proves - Lana - Meran - St. Leonhard - Jaufenpass - Sterzing - Brenner - Matrai am Brenner - Lans - Volpers - Schwaz - Wörgl - Kufstein - Raubling - Kolbermoor (Ende Rückfahrt 4. Tag)
  • Karte 1. Tag (516 kB)
  • Karte 2. und 3. Tag (61 kB)
  • Karte 4. Tag (480 kB)

  • Schon zum Ende der Gardasee-Tour im Herbst 2005 Stand fest: Saisonbeginn findet wieder zum Gardasee statt, diesmal über Vatertag. Und es war auch klar, dass wir diesmal noch mehr Leute sein würden. So sind wir insgesamt 26 Jungs und Mädels mit 18 Motorrädern und einem Quad.
    Bild
    Um den Überblick nicht zu verlieren, gibt's ein paar Tage vor der Tour T-Shirts mit einem selbst kreierten Logo, mit der Verpflichtung, eine Runde zu schmeißen, wenn das zu Hause vergessen wird (was "leider" nicht geklappt hat). "MFG Sambucca" steht für Motorrad-Fahr-Gemeinschaft und das von einigen bevorzugte Abendgetränk am Gardasee.
    Bild  Bild
    Los geht es am Donnerstagmorgen am Irschenberg. Wer von Anfang an die gesamte Tour mitfährt, trifft sich hier zu einem Frühstück. Um halb neun brechen wir dann gemeinschaftlich auf, wobei ich mit meinem Quad die Führung übernehmen darf. Über den Tegernsee und den Achensee geht es durchs Inntal und dann - an Innsbruck vorbei - über die alte Römerstrasse von Volders quer rüber nach Matrai. Hier treffen wir dann auf die Tölzer, die über den Zierler Berg gekommen sind.
    Bild  Bild
    Von Matrai bis Sterzing fahren wir auf der alten Brennerstrasse und müssen einige Kilometer vor Sterzing - wie alle anderen, zahlreich vorhandenen Motorradfahrer - einen Stau bewältigen. Aber auch mein Quad ist schmal genug, um in der Mitte an den PKWs vorbeifahren zu können. Und dann geht es ab in die Berge. Hinter Sterzing biegen wir ab und fahren über das Penser Joch (2211 m). Hier wartet schon Michael, den der Wetterbericht dann zuletzt doch noch zum Mitfahren überredet hat und wir machen Mittagspause.
    Die nächste Rast ist am oben am Mendelpass. Das Eis hier haben wir uns nach der verkehrsreichen und sehr warmen Durchfahrt durch Bozen auch redlich verdient.
    Bild
    Vorbei an Cles - wo ich mich als erster der Gruppe im Abzweigungsgewirr ein wenig verfranse - geht es über den Lago di Molveno und den Lago di Tenno nach Riva del Garda. Und von dort in kurzer Zeit bis zur Brasaschlucht und hoch nach Pieve di Tremosine in unser Hotel, das Stella d'Oro, wo unser ein kühler Pool Abkühlung beschert.

    Bild  Bild
    Am Freitag, dem 2. Tag, teilt sich die Gruppe. Klaus will nach Riva, Turan und Ugur müssen nach Trento. Der Rest beschließt, eine Rundtour zu machen.
    Von Pieve geht es über Tignale zum Lago di Valvestino, einem Stausee mit herrlichen Kurven am Ufer. Und von dort - nach einer Kaffeepause - geht es weiter zum Lago di Idro, wo uns ein Stopp an einer Eisdiele Kühlung verschafft.
    Bild  Bild
    Nach dem Idro gibt es einen Abstecher auf den Monte Tremalzo. Von hier hat man einen gigantischen Blick in die den Gardasee umgebende Berge. Hier entsteht auch mein derzeit persönliches Lieblingsfoto von meinem neuen Quad.
    Bild  Bild
    Da man den Tremalzo nicht überqueren darf (am Berggasthof ist für motorisierte Gefährte offiziell Schluss), geht es den gleichen Weg wieder den Berg runter und dann über den Lago di Ledro mit einer erneuten Pause wieder zurück zum Gardasee und nach Pieve.
    Bild  Bild
    Dass wir auch diesmal wieder die Brasaschlucht hochfahren, versteht sich von selbst. Diese enge Schlucht ist einfach zu schön, um einen anderen Weg zu nehmen.

    Bild  Bild
    Am dritten Tag treffen dann morgens noch Stefan, Jens und Sebastian ein, die aus familiären Gründen erst Freitagnachmittag starten konnten und unterwegs eine Übernachtung eingelegt haben. Jetzt sind wir komplett und bei 26 Teilnehmern angekommen.
    Bild  Bild
    Aber die drei haben noch nicht genug vom Fahren und so biete ich mich an, mit ihnen noch mal die gleiche Tour wie am Tag zuvor zu fahren. Nur den Tremalzo lassen wir diesmal aus. Die Anderen fahren z.T. nur auf einen Capuccino nach Limone oder machen auf an diesem Tag eine ganz große Tour über den Monte Baldone und den Monte Baldo am Ostufer des Gardasees.
    Bild  Bild
    Aber auch die Wiederholung der Tour macht mir wieder Spaß. Ich stelle zum wiederholten Male fest, dass ich mit meiner 400er Suzi auf den kurvigen Berg- und Seeuferstrecken den Motorräder nahezu ebenbürtig bin und es niemanden nervt, weil ich vorne weg zu langsam erscheine.
    Bild  Bild
    Gekrönt wird die 4er-Tour am Lago di Idro, wo wir in einer Wirtschaft etwas oberhalb des Sees von dem holländischen Wirt (kurios) den besten Erdbeerbecher dieser Saison serviert bekommen.
    Bild  Bild
    Über den Lage di Ledro geht es auch diesmal wieder zurück nach Pieve di Tremosine.
    Bild  Bild
    Nach der Erfrischung im Pool - das Wetter ist die ganzen vier Tage am Gardasee gigantisch - gibt es noch einem Bummel durch den Ort und den obligatorischen Blick von der Terrasse des Eiscafes die Steilküste hinab (ca. 400 m) auf den See.
    Bild  Bild
    Bild  Bild
    Für die Rückreise haben wir uns bis Sterzing noch mal einen anderen Weg ausgesucht. Wir fahren wieder über den Lago di Tenno, biegen dann ab links ab und fahren über Madonna di Campiglio. Hier gibt es eine kurze Mittagspause. Weiter geht es in Richtung Meran und dann das Passeier Tal hinauf auf den Jaufenpass. Bis hierhin ist das Wetter noch schön. Auf dem Jaufen tröpfelt es allerdings ein wenig und der Blick in Richtung Norden verheißt Regen. Daher trennt sich die Gruppe hier, dies sich dann auf dem weiten Heimweg eh weiter aufsplittert und wir fahren mit angelegtem Regenschutz ohne große Pause direkt weiter.
    Bild
    Ab Sterzing regnet es ein wenig und hinter dem Brenner ist es dann richtig nass. Es geht also - abgesehen von einem Tankstop - von hier auf möglichst direktem Weg nach Hause. Kurz hinter Kufstein hört der Regen dann auf und ich komme nach einer Tour von 10 Stunden dann doch trocken zu Hause an.

    Fazit: Es waren wunderschöne vier Tage und das bisschen Regen am Schluss hat nicht wirklich gestört. Mein neues Quad hat sich prächtig bewährt und ist auf solchen Touren, bei denen der Weg das Ziel ist, den Motorrädern nicht unterlegen gewesen. Jetzt gilt es, sich schon auf den Jahresabschluss mit den Anderen zu freuen, auch wenn dazwischen die eine oder andere Tour allein oder in kleinerem Kreis geplant ist. Schauen wir mal, ob es im Herbst wieder an den Gardasee geht, auf einer neuen Route, oder ob wir uns ein neues Ziel wählen werden.