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Start: Kiefersfelden
Ende: Kufstein
Länge: 1.220 km (1. Tag 430 km, 2. Tag 145 km, 3. Tag 275 km, 4. Tag 370 km)
Dauer: 4 Tage
Orte: Kiefersfelden - Kufstein - Scheffau am Wilden Kaiser - St. Johann in Tirol - Kitzbühel - Mittersil - Felbertauerntunnel - Matrai in Osttirol - Lienz - Toblach - Düren See - Cortina d'Ampezzo - Passo di Falzarego - Livinallongo - Passo Pordoi - Moena - Ziano di Fiemme - Stramentizzo - Cembra - Lavis - Trento - Vezzano - Lago di Toblino - Dro - Arco - Riva del Garda - Limone sul Garda - Pieve (Ziel Hinfahrt) - Pieve - Limone sul Garda - Riva del Garda - Torbole - Loppio - Ronzo - Garniga - Monte Bondone - Lagolo - Castel Madruzzo - Cavedine - Vigo - Dro - Arco - Riva del Garda - Limone sul Garda - Pieve (Rundtour 2. Tag) - Pieve - Riva del Garda - Nago - Mori - Folgaria - Passo del Sommo - Chiesa - Passo di Vezzena - Asiago - Gallio - Foza - Enego - Arise - Fonzaso - Tonadico - Passo di Rolle - Passo di Valles - Moena - Vigo di Massa - Karerpass - Welschnofen (Übernachtung 1. Tag Rückfahrt) - Welschnofen - Nigerpass - Völs am Schlern - Kastelruth - St. Ulrich - Wolkenstein - Grödner Joch - Stern - Passo di Valparola - Colle Santa Lucia - Passo di Giau - Cortina d'Ampezzo - Passo Tre Croci - Misurina-See - Düren See - Toblach - Lienz - Matrai in Osttirol - Felbertauerntunnel - Mittersil - Kitzbühel - Oberndorf - Scheffau am Wilden Kaiser - Kufstein
Karte 1. Tag (870 kB)
Karte 2. Tag (243 kB)
Karte 3. Tag (357 kB)
Karte 4. Tag (590 kB)
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Jahresauftakt: Schon fast traditionell über das verlängerte Vatertagswochenende starten wir wieder in die gemeinsame Saison. Zwar war das Wetter auch im März schon schön, aber irgendwie hat es da nicht geklappt, zusammen zu fahren.
Wir hatten ja mal was Anderes als eine Tour zum Gardasee, aber auf entsprechende Angebote gab es kaum Resonanz, aber als Andy und ich mal vorsichtig das Wort "Gardasee" in den Raum warfen, war die Begeisterung wieder sehr hoch: 18 Jungs und Mädels mit einem Quad und 14 Motorrädern sind dabei, als wir am Vatertag in der Früh in Kiefersfelden starten.
Über die Hinfahrt ist nicht viel zu berichten: Bis zum Felbertauerntunnel regnet es immer wieder (allerdings moderat). Auf der Felbertauern-Nordseite überrascht uns Schnee (glücklicher Wiese nur am Hang) und auf der anderen Seite wird es besser. Aber es dauert doch bis Moena (auf dem Passo di Falzarego schneit es sogar leicht), bis wir uns auch den letzten Regensachen entledigen können. Danach verspricht das Wetter bis Tourende wunderschön zu bleiben. Nach doch 12 Stunden im Sattel (mit weniger Pausen als sonst) genießen wir abends das gesellige Beisammensein in der Pizzeria "Prese'" in Pieve.
Am nächsten Morgen "Kaiserwetter": Nach ausgiebigen Frühstück werden die Bikes vor dem Hotel positioniert und die Tourplanung für den heutigen Tag gemacht. Es bilden sich zwei Gruppen. Die einen wollen die Tour am Lago di Valvestino vorbei drehen, ich schließe mich der Gruppe an, die den Monte Bondone befahren will.
In Riva del Garda passiert es dann - ich bleibe durch zwei ungünstige Ampeln zurück und verliere den Anschluss an den Rest der Truppe. Also auf nach Loppio, aber dort ist niemand :-( Naja, dann warte ich eben, anscheinend habe ich zufällig über den Weg durch Torbole die anderen überholt. Nachdem nach einer viertel Stunde immer noch keiner da ist (telefonisch erreiche ich Andy auch nicht), entschließe ich mich, alleine zu fahren.
Ich bereue es nicht wirklich, so kann ich viele wunderschöne Fotos machen und immer dort halten, wo es besonders schön ist. (Wie später erfahre, warten die anderen auch auf mich, aber hinter mir - sie holen mich nicht mehr ein.)
Da es kein Cafe gibt, dass mich anlacht, mache ich die erste Rast in der Eisdiele "Maui" in Dro. Versteckt hinter dem Schuhhof, hat sie das Beste Eis am ganzen Gardasee!
Bei Arco versuche ich um den Schlauch bis Garda herumzukommen und erklimme den Berg. Leider eine Sackgasse, aber mit tollen Blick auf den im Süden liegenden See.
Einen weiteren Vorteil hat es, dass ich alleine bin: Ich kann endlich meine geliebte Brasa-Schlucht ausgiebig fotografieren. Die Schlucht startet ein paar Kilometer südlich von Limone und erreicht am Ende Pieve und unser Hotel.
Schon Winston S. Churchill bezeichnete die Schlucht als die Schönste Europas. Es mag eine subjektive Begeisterung gewesen sein, aber auch ich bin der Meinung, es gibt nicht Viele, die sich mit der Brasa-Schlucht messen können.
Abends am Hotel dann ein kleiner Schock: Wir hatten zwei Unfälle - glücklicher Weise ist nicht allzu Schlimmes passiert. Aber dadurch entschließen sich neben Anni und Roland, Ines und Bernd und Uli, die das eh schon angekündigt hatten, auch Stefan und Marinus, am Samstag heim zu fahren.
Nachdem wir also am Samstag den Heimfahrern eine gute (und sichere) Reise gewünscht haben, brechen auch wir anderen bei schönstem Wetter auf, die Rückreise anzutreten. Ziel für den heutigen Abend ist Welschnofen. Dadurch können wir bei weniger Kilometern mehr Pässe fahren und die Schönheit der Dolomiten genießen.
Nach dem verkehrsreichen Norden des Gardasees und Rovereto brauchen wir so viel Zeit, dass es sich rentiert auf dem ersten Pass, dem Passo del Sommo die erste Rast einzulegen und Cappucino zu trinken.
Von hier führt der Weg über kleinere Pässe und schöne Strassen auf den Passo di Rolle: Wir saugen bei schönstem Sonnenschein die Dolomiten förmlich mit den Augen auf. Pass runter und den nächsten gleich wieder rauf, dann ein wenig "Geradeaus" und noch ein Pass und wir erreichen Welschenofen, wo wir in der Pension Nigglhof Zimmer reserviert haben.
Zum Abschluss des Tages werden wir mit einem "blühenden" Rosengarten, einer netten Gastgeberfamilie und einem guten Abendessen belohnt. Am nächsten Morgen vor der Abfahrt noch ein wenig Sonne tanken und schon beginnt der letzte Teil unserer Tour.
Beeindruckende Bergsichten beschert uns das Grödner Joch. Wir kommen nicht umhin, nach vielen Kehren auf der Passhöhe einzukehren und saugen von der Sonnenterasse das Panorama in uns auf.
Weiter geht es bergab/bergauf, linke Kehre, rechte Kehre am Falzarego vorbei auf den Passo di Giau. Auch hier können wir uns an nahen Berggipfeln und ferner Bergwelt nicht satt sehen.
Nach Cortina D'Ampezzo nehmen wir noch die Tre Croce mit und halten zu einem späten Mittagessen am Misurina-See. Danach geht es - bis auf Tankstopps - auf dem gleichen Weg, wie auf der Hinfahrt, zurück gen Heimat. Nach Kitzbühel löst sich unsere Gruppe dann so langsam auf: Jeder wählt den von hier günstigsten Weg, um nach Haus zu kommen. Die Richtungen sind Wolfrathshausen, München, Rosenheim und Chiemsee.
Fazit: Es war eine schöne Tour, die diesmal mit (wenig) Regen begonnen und viel Sonnenschein geendet hat. Die beiden Unfälle sind letztendlich glimpflich Verlaufen. Ausser ein paar leichten Prellungen, blauen Flecken und fahrbarem, defektem Blech und Plastik sind keine Erinnerungen daran geblieben.
Und die Rückfahrt in zwei Tagen hat sich erneut bewährt - wir werden bei dieser Praxis bleiben.
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