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Start: München
Ende: Walchensee
Länge: 1005 km (1.Tag 460 km, 2. Tag 305 km, 3. Tag 240 km)
Dauer: 3 Tage
Orte: Ingolstadt (Jürgen/Stefan) - München/Dachau (Treffen mit Jens, Sebastian, Wolfgang) - über BAB95 - Innsbruck Süd - Matrai - Brenner - Sterzing - Pruno - Penser Joch - Sarentino - Bozen - Appiano - Mendelpass - Fondo - Cloz - Revo`- Male`- Dimaro - Madonna di Campiglio - Ampolapass - Riva del Garda - Limone - Pieve die Tremosine (1. Nacht) - Pieve die Tremosine - Riva del Garda - Loppio - Ronzo Chienis - Monte Bondone - Castellano - Nomi - Calliano - Folgeria - Passo del Sommo - Carbonare - Kaiserjägerstarße - Lecio Terme - Roncegno - Telve - Pergine - Lona-Lasis - Molina - Cavaleze - Predazzo - Moena - Pozza di Fassa - Canazei - Sellajoch - Grödnerjoch - Corvara (2. Nacht) - Passo di Falzarego - La Villa - Würzjoch - Campo di Trens - Brixen - Jaufenpass - Sterzing - Brenner - Matrai - Innsbruck Süd - Seefeld - Scharnitzpass - Mittenwald - Walchensee
Karte 1. Tag (136 kB)
Karte 2. Tag (86 kB)
Karte 3. Tag (59 kB)
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Als klar war, das Henrik für MFG Sambucca eine Megatour nach Sardinien plant, bei der ich (Stefan) nicht teilnehmen kann, fange ich an, eine Alternative für alle "Ich-fahr-nur-mit-zum-Gardasee-weil-ich-nicht-mehr-Zeit-habe"-Fahrer zu feilen. Inzwischen sind ja schon eine ganze Menge bei unserm Haufen dabei, und zusätzlich haben Jens und ich weitere Kumpels aufgetrieben, die sich mit uns in den Dolomiten herumtreiben wollen- Insgesamt sind wir zu acht, was für einen gemeinsamen, hohen Fahrspaß sorgen sollte.
Am Donnerstag fahren Markus, Wendl und Klaus bereits los. Jens, Sebastian, Wolfgang, Jürgen und ich starten erst am Freitag. Ziel ist es, uns alle in Pieve zu treffen und dort den Sardinien-Fahrern viel Glück für die lange Tour zu wünschen.
Von Daheim bis zum Gardasee
Es geht los von München bzw. Dachau über die BAB95, um zunächst einmal Kilometer zu machen. Auch der sonst nicht so berauschende Brennerpass zeigt sich von der guten Seite (wenig Stau, keine Polizei). Dann folgt zum Eingewöhnen das Penzer Joch. Trotz vorheriger Absprache sich oben am Pass wieder zu treffen verlieren wir uns ... und das wird an diesem Tag nicht das letzte Mal sein.
Nachdem Bozen passiert ist, erweist sich die Fahrt über den Mendelpass und Madonna di Campligio als Geheimtipp. Hier ist so gut wie nichts los, und wenn es die Gegend auch nicht mit den klassischen Pässen der Dolomiten aufnehmen kann, so sind doch genügend Möglichkeiten für Schräglagentraining vorhanden. Nur die gelegentlich auftauchenden Traktoren aus diversen Weinbergen muss man unbedingt im Auge behalten.
Als klassiches Gardaseeziel erreichen wir über die Brasaschlucht - für ein paar von uns neu und berauschend - das Stella D'Oro in Pieve di Tremosine. Zum Tagesabschluß geniessen wir dann Spezialitäten-Abendessen und einen lustigen Abend in der Pizzeria Prese mit den anderen 20 MFG Sambuccas.
Vom Gardasee bis nach Corvara
Nach der großen Verabschiedung am Stella D'Oro geht es am nächsten Morgen zunächst quälend langsam bis und durch Riva del Garda (nur heiß und nur Stau...). In Mori biegen dann links ab und fahren zum Monte Bondone. Schöne Strecke, aber mir fällt kurz ein, dass wir in der Gegend letztes Jahr einen kleinen Unfall hatten. Irgendwie scheint es der Monte Bondone auch heuer nicht ganz gut mit uns zu meinen. Auf der Abfahrt Richtung Castellano passiert es: Wendl verfehlt beim Herhausbeschleunigen aus einer Kehre die Strasse ("Ist aber auch verdammt eng hier!") und nimmt die "Abkürzung" über die Wiese. Gott sei Dank ist nichts Schlimmeres passiert, das Moped ist nicht kaputt. Nur Wendl muss sich ein paar kluge Sprüche anhören - tja, werden Schaden hat, spottet jeder Beschreibung.
Es geht weiter über den Passo del Sommo, wo wir zum Mittagessen einkehren.
Nach einer Spaghettischlacht schlagen wir uns über die SS349 und diverse Kleinststrassen mit toller Aussicht in Richtung Levico durch. Hier passiert uns dann etwas Kurioses: Ich "Hirsch" übersehe bei der intensiven Suche nach einem aussagefähigen Ortsschild ein mindestens 10x10m großes Absperrschild für den Giro di Italia. Trotz zahlreich vorhandener Carabinieres lässt man uns unbehelligt auf der Strecke fahren und wir genießen die Zuschauerovationen vom Straßenrand. Ob die zwei von mir behinderten Radfahrer (Ich fahre recht langsam, um unnötiges Aufsehen zu vermeiden) zum Tross des Giros gehören entzieht sich meiner Kenntnis, und eigentlich will ich es auch gar nicht wissen.
Wir verlassen die abgesperrte Strecke, müssen aber feststellen das der Giro uns weiter unfreiwillig begleitet. Bei Telve, wo wir zum Mánghenpass einbiegen wollen ist dann Schluss. Wir müssen umkehren um nicht 2h mit Warten zu verbringen. Deshalb fahren wir in entgegengesetzter Richtung über die SS47 nach Pergine, um über eine - auf der Karte recht unscheinbaren Strecke - über Lona-Lases und Molina wieder auf die ursprünglich geplante Route zu treffen. Zu unserer Überraschung stellt sich die Strecke als sehr schön heraus, weil sie sehr wenig befahren, kurvenreich und doch flüssig zu fahren ist. Also absolut ideal für eine Moped-Gruppe. Bei Molina, wo wir dann wieder auf die Mánghen-Passabfahrt treffen, müssen wir konsterniert feststellen, dass wir unsere Freunde vom Giro wieder treffen. Diesmal ist aber die vom Carabiniere prophezeite Wartezeit nicht so lang und wir nehmen die Möglichkeit wahr Andreas Klöden, Jens Voigt und Erik Zabel vor die Linse zu bekommen.
Mit etwa 30 anderen wartenden Mopeds (verdammt viele Ducatis hier...) geht es weiter über Cavalese, Predazzo , Moena und Pozza di Fassa nach Canazei. Wir müssen uns beeilen, weil es langsam nach schlechtem Wetter aussieht und wir noch mindestens zwei Pässe der Sella Runde vor uns haben. Aber es kommt so, wie befürchtet. Nach dem bisherigen Glück mit dem Wetter stellen wir uns bei strömenden Regen hinter einem mindestens 15m breiten Wohnmobil an, um auf das Sellajoch zu kommen. Selbstredend, dass wir auch auf LKW`s vom Giro treffen...! Anschließend besteigen wir noch das Grödnerjoch (zur Abwechselung endlich mal Schnee statt Regen) und kehren letztendlich nass, aber glücklich in Corvara in der Villa Primola ein.
Nachdem uns die sehr nette, deutschsprachige Wirtin einquartiert und uns Restaurantempfehlungen gegeben hat, lassen wir den Tag in der örtlichen Pizzeria noch mal Revue passieren. Und feiern mit der örtlichen Fußballmannschaft die schöne Tour. Natürlich müssen wir die "Abkürzung" am Monte Bondone noch mal durchsprechen...
Von Carvara bis zum Walchensee
Markus und Wendl wollen den direkten Weg nach Hause nehmen. Der Rest fährt wie geplant über das Würzjoch runter nach Brixen über St. Andrä (supergeile Strecke, wirklich empfehlenswert). Hier werden wir mit Sicherheit noch mal auftauchen.
Vor Sterzing biegen wir ab zum Jaufenpass. Leider ist das Timmelsjoch noch geschlossen, sodass wir uns nichts anderes übrigbleibt, als den gleichen Weg zurück wieder über den Brenner nach Innsbruck zu nehmen. Diesmal schlägt meine Fünfhundertsiebenundachtzigste Lieblingsstrecke voll zu: Stau, Polizei, Stau und noch mal Polizei. In Innsbruck angekommen, nehmen wir den Weg über Seefeld, den Scharnitzpass nach Mittenwald und zum Walchensee, wo wir die Tour gemütlich ausklingen lassen. Der sich daran anschließende Kesselberg nehmen wir zwar noch mit, er kann uns aber aufgrund der zahlreichen Beschränkungen nicht mehr wirklich begeistern.
Fazit: Es war eine schöne Tour, die mit Sonne (außer für Jürgen und mich) begonnen und viel Sonnenschein geendet hat. Der Unfaller war harmlos und alle sind bei einer Menge Spaß am Mopedfahren gesund heimgekommen.
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